Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Studie

90% der privaten Unternehmen in Familienhand

Gut neun von zehn privaten Unternehmen in Deutschland waren im Jahr 2017 Familienunternehmen. Das geht aus einer Studie hervor, die das ZEW — Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und das Institut für Mittelstandsforschung (IFM) der Universität Mannheim regelmäßig im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen erstellen.

(Bild: Institut für Mittelstandsforschung Mannheim)

Die Studie ‘Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen‘ soll einen Überblick über die Unternehmensstruktur in Deutschland sowie über die besonderen Merkmale von Familienunternehmen auf Basis des Mannheimer Unternehmenspanels (MUP) im Jahr 2017 geben. Ein Unternehmen gilt dabei als familienkontrolliert, wenn es sich mehrheitlich im Eigentum einer überschaubaren Anzahl von natürlichen Einzelpersonen befindet. Laut der Studie, wird der private Wirtschaftssektor in Deutschland von Familienunternehmen bestimmt: Mehr als 90% der privaten Unternehmen werden demnach von Familien kontrolliert, 86% sind eigentümergeführte Familienunternehmen.

Im Schnitt weniger als zehn Beschäftigte

Im Durchschnitt haben Familienunternehmen weniger als zehn Beschäftigte. Insgesamt beschäftigen die Familienunternehmen jedoch rund 60% der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Nach Branchen betrachtet sind Familienunternehmen in Deutschland hauptsächlich im Baugewerbe und im Handelssektor tätig, seltener im Bergbau, der Energie- und Wasserversorgung und Entsorgung sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.

Inlandsbeschäftigung gewachsen

Neben der großen Anzahl an kleinen Familienunternehmen identifiziert und analysiert die Studie auch die 500 größten Familienunternehmen in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2016. Im betrachteten Zeitraum stieg die Inlandsbeschäftigung dieser Unternehmen von 2,07 auf 2,54Mio. Arbeitnehmer, ein Wachstum von 23%. Die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland wuchs im gleichen Zeitraum laut ZEW um 16%, die der DAX-27-Unternehmen (ohne die Familienunternehmen) um 4%. Weltweit waren im Jahr 2016 mehr als 5Mio. Menschen für die 500 beschäftigungsstärksten deutschen Familienunternehmen tätig, was einem Wachstum von 27% seit 2007 entspricht. Der Umsatz dieser Unternehmen lag im Jahr 2016 bei 1.106Mrd.€, ein Umsatzwachstum von 36% im Zehn-Jahreszeitraum.

Familienunternehmen holen sich zunehmend Hilfe

Von den insgesamt gelisteten 600 Unternehmen werden 413 von Familienmitgliedern und 187 von externen Managern geführt. Die familiengeführten Unternehmen sind sowohl mit Blick auf die Mitarbeiterzahl als auch in Bezug auf das Umsatzvolumen deutlich kleiner als die fremdgeführten Familienunternehmen, so die Studie. Familiengeführte Unternehmen haben im Betrachtungszeitraum im Mittel rund ein Drittel des Umsatzes der nicht-familiengeführten Unternehmen erwirtschaftet. Familienunternehmen holen sich zunehmend Hilfe von außen und legen die Geschäftsführung in die Hände angestellter Manager, je größer und je älter sie sind. „Dieses Ergebnis war zu erwarten, da mit jedem Generationswechsel die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sich ein Familienmitglied findet, das die Geschäftsführung übernehmen will und dies auch kann“, erklärt Dr. Sandra Gottschalk, Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich ‘Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik‘ und Co-Autorin der Studie.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die 16. FMB – Zuliefermesse Maschinenbau findet vom 10. bis 12. November 2021 im Messezentrum Bad Salzuflen statt. Zu den Topthemen kürte Veranstalter Easyfairs die Oberflächentechnik und Digitalisierung.‣ weiterlesen

Produktionsunternehmen sollen mit den neuen IoTmaxx-Mobilfunk-Gateways Maschinendaten besonders schnell in die AnyViz-Cloud übertragen können.‣ weiterlesen

Self-Service-Technologie, digitale Assistenten, künstliche Intelligenz - die Digitalwerkzeuge fürs Kundenbeziehungsmanagement werden immer ausgefeilter. Sind CRM- und ERP-System gut integriert, lassen sich im Sinn des xRM-Ansatzes auch leicht die Beziehungen zu Geschäftspartnern IT-gestützt pflegen.‣ weiterlesen

Vor allem KMU befürchten häufig, bei der IT-gestützten Prozessoptimierung im Vergleich zu Großkonzernen nicht mithalten zu können. Die beiden Technologieprojekte IIP Ecosphere und FabOS, die im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs vom BMWi gefördert werden, wollen diesen Firmen den Zugang zu KI-Anwendungen erleichtern.‣ weiterlesen

Emerson hat die Einführung der Software Plantweb Optics Data Lake bekanntgegeben. Die Datenmanagement-Lösung identifiziert, erfasst und kontextualisiert unterschiedliche Daten in großem Maßstab entweder vor Ort in industriellen Anlagen oder mithilfe von Cloud-Technologie.‣ weiterlesen

Im September 2021 erscheint die Richtlinie VDI/VDE 2185 Blatt 2 'Funkgestützte Kommunikation in der Automatisierungstechnik - Koexistenzmanagement von Funksystemen'. Wenn unterschiedliche Funksysteme bei Automatisierungsaufgaben unterstützen, ist mit einer gegenseitigen Beeinflussung der Systeme zu rechnen.‣ weiterlesen

Klare Sicht auf das Werksgeschehen und die Rückverfolgbarkeit von Produkten und Prozessen sind zunehmend wichtige Erfolgsfaktoren. Mit dem MES Valeris will WSW Software gerade mittelständischen Fertigern helfen, diese Ziele zu erreichen. Das System soll schnell und günstig einsatzfähig sein, konfiguriert wird es in Eigenregie.‣ weiterlesen

Unternehmen verwalten heute mehr als zehn Mal so große Datenmengen wie noch vor fünf Jahren. Dabei befürchteten 62 % der Befragten in einer aktuellen Untersuchung von Dell Technologies, ihre Maßnahmen zur Datensicherung könnten nicht ausreichend vor Malware-Attacken schützen. 74 % der Umfrageteilnehmer gaben zudem an, dass mit der steigenden Anzahl an Home-Office-Mitarbeitern das Risiko von Datenverlust ansteige.‣ weiterlesen

Der MES-Anbieter Proxia Software kapselt Funktionen seiner Software, um Anwendern mehr Flexibilität beim Cloud-Betrieb ihres Produktionssteuerungssystems zu ermöglichen. Eine Datenvorverarbeitung im sogenannten Fog Layer soll durch eine geringere Anzahl an Transaktionen für mehr IT-Sicherheit und reduzierte Transaktionskosten sorgen.‣ weiterlesen

Thin Clients sind meist robust und wartungsarm. Mit ihrer Hardware-reduzierten Ausstattung eignen sie sich für Fabriken und Büros gleichermaßen. Wo die schlanken Geräte noch punkten, schreibt Ulrich Metz, Geschäftsführer bei Rangee.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige