Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Kaspersky-Untersuchung: RATs als Einfallstor für Cyberkriminelle

Schadsoftware per Fernwartung

Fernwartungssoftware birgt Gefahrenpotenzial für industrielle Netzwerke. Laut einer Untersuchung von Kaspersky Lab sind beispielsweise RATs (Remote Acces Trojans) weltweit auf 31,6 Prozent der Rechner industrieller Kontrollsysteme installiert. Ist diese im eigenen Netzwerk aktiv, wird der von den Sicherheitsteams oft erst bemerkt, wenn Cyberkriminelle diese missbrauchen.

 (Bild: Kaspersky Labs GmbH)

(Bild: Kaspersky Labs GmbH)

RATs sind Softwaretools, mit denen Dritte aus der Ferne Zugriff auf einen Rechner erlangen können. Sie bieten Mitarbeitern einen ressourcensparenden Zugang ins Unternehmensnetzwerk, können allerdings auch von Cyberkriminellen für den unerlaubten Zugriff auf damit ausgestattete Rechner missbraucht werden. RATs werden beispielsweise in SCADA-Systemen oder HMIs (Human Machine Interfaces) von Arbeitsplatzrechnern zur Steuerung industrieller Prozesse eingesetzt. Weltweit wird jede fünfte Fernwartungssoftware (18,6 Prozent) automatisch zusammen mit der ICS-Software installiert. Dies führt zu einer mangelnden Sichtbarkeit für Systemadministratoren und macht RATs damit attraktiv für Angreifer.

Angriffsvektoren und mögliche Konsequenzen

Laut der Kaspersky-Untersuchung nutzen Angreifer RATs für:

• unautorisierten Zugang zum Netz des angegriffenen Unternehmens,

• die Infektion des Netzwerks mit Malware zur Spionage und Sabotage,

• die Erpressung von Lösegeld durch Infektionen mit Ransomware,

• den direkten Zugriff auf finanzielle Ressourcen der angegriffenen Organisation über das infizierte Unternehmensnetz.

Die größte Gefahr besteht laut Kaspersky darin, dass erweiterte Systemrechte erlangt werden können. Dies kann in der unbegrenzten Kontrolle über ein Industrieunternehmen resultieren und damit zu massiven finanziellen Verlusten bis hin zu physischen Schäden führen. Bei den Angriffen handelt es sich häufig um standardmäßige Brute-Force-Attacken, bei denen das Passwort durch Ausprobieren sämtlicher Zeichenkombinationen ermittelt wird. Neben dieser Methode könnten Angreifer jedoch auch Schwachstellen in der RAT-Software ausnutzen. „Das heißt jedoch nicht, dass Unternehmen nun sofort jedes RAT aus ihrem Netzwerk verbannen sollten. Denn letztendlich handelt es sich um nützliche Anwendungen, die Zeit und Geld sparen. Jedoch sollte deren Einsatz im Unternehmensnetz nur mit der entsprechenden Vorsicht erfolgen – speziell in industriellen Kontrollnetzwerken, die oftmals Teil der kritischen Infrastruktur sind“, sagt Kirill Kruglov, Senior Security Researcher beim Kaspersky ICS CERT.


Das könnte Sie auch interessieren:

Falsch geplante Anlagen können unnötige Kosten in großer Höhe verursachen. Sorgfältiges Engineering zeichnet sich dadurch aus, gängige Fallstricke zu vermeiden und verfügbare technische Hilfsmittel wie CAD-Tools und Virtual Reality passend einzusetzen.‣ weiterlesen

Wie bereits im April blieb der Auftragseingang der deutschen Maschinenbauer auch im Mai weit unter dem Niveau des Vorjahres. Die Bestellungen blieben 28 Prozent unter dem Vorjahreswert.‣ weiterlesen

Selbst in hoch automatisierten Fertigungsumgebungen gibt es Maschinenbediener, Instandhalter oder Logistikmitarbeiter, die eine Produktion beobachten und eingreifen. Und solange Menschen Verantwortung tragen, müssen Informationen im Werk vermittelt werden. Mit einer Andon-Anwendung lässt sich das motivierend und effizienzsteigernd strukturieren, gerade wenn weitere Prozessoptimierungsmethoden umgesetzt werden.‣ weiterlesen

Augenstein Maschinenbau plant, entwickelt und fertigt individuelle Automatisierungslösungen für Produktionsprozesse. Eine Visualisierungssoftware liefert dabei früh ein erstes Bild der Anlage. Das schafft Klarheit und hilft dem Vertrieb quasi nebenbei, den Auftrag überhaupt an Land zu ziehen.‣ weiterlesen

Im Projekt ‘Kitos – Künstliche Intelligenz für TSN zur Optimierung und Störungserkennung‘ arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam an Lösungen für ein dynamisches Netzwerkmanagement in der Industrie.‣ weiterlesen

Laut statistischem Bundesamt hat sich die Industrie im Mai von den Einbrüchen verursacht durch die Corona-Pandemie etwas erholt. Die Produktion legte zu, verfehlt das Mai-Ergebnis des Vorjahres jedoch um 19,3 Prozent.‣ weiterlesen

Zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmensleiter weltweit sind optimistisch, dass sich der europäische Markt relativ schnell vom wirtschaftlichen Abschwung durch die COVID-19-Pandemie erholen wird. Das geht aus einem Report des Beratungsunternehmens Accenture hervor, der auf einer Umfrage unter fast 500 C-Level-Führungskräften in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum in 15 Branchen basiert.‣ weiterlesen

Wie die Kommunikation in der Arbeitswelt zukünftig aussehen kann, erforschen derzeit die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Dabei steht der digitale Zwilling im Mittelpunkt.‣ weiterlesen

Der ERP-Anbieter Proalpha hat einen neuen Chief Sales Officer. Zum 1. Juli hat Michael T. Sander die Position übernommen. Er folgt auf Andree Stachowski.‣ weiterlesen

Ein Produkt online konfigurieren und sofort bestellen: Was für Verbraucher alltäglich ist, gewinnt auch im B2B-Bereich an Bedeutung. Mit dem Configure-Price-Quote-Ansatz und entsprechender Software kann diese Variantenvielfalt angeboten werden, ohne den Vertrieb zu überlasten oder die Customer Journey aus dem Blick zu verlieren.‣ weiterlesen

Kürzere Durchlaufzeiten, Abläufe und Sequenzen simulieren und frühe Aussagen zu Konzepten und deren Verifikationen treffen zu können - das waren die Wünsche der österreichischen SEMA Maschinenbau. Die Software IndustrialPhysics von Machineering leistet genau das.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige