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PWC-Studie

Unternehmen schlecht auf Krisen vorbereitet

Unternehmen sind sich bewusst, dass es in naher Zukunft zu Krisensituationen für den eigenen Betrieb kommen kann. Laut dem ‘PWC Global Crisis Survey‘, sind sie auf eine solche Situation aber nicht ausreichend vorbereitet.

(Bild: ©James Thew/fotolia.com)

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Sechs von zehn deutschen Unternehmen waren in den vergangenen fünf Jahren von einer Krise betroffen – und fast 100 Prozent gehen davon aus, dass sie auch zukünftig in eine Krisensituation geraten können. Dies geht aus dem ‘Global Crisis Survey 2019‘ der Managementberatung PWC hervor, für den weltweit 2.000 Unternehmen befragt wurden. Demnach verfügen lediglich vier von zehn deutschen Firmen über einen Plan zur Krisenbewältigung und ein Krisenteam mit festgelegten Verantwortlichkeiten.

Die häufigsten Krisensituationen

Die häufigsten Krisen der vergangenen Jahre waren Unterbrechungen des Betriebs (27 Prozent), gefolgt von einem Ausfall der Technologie (25 Prozent). Jeder Vierte (23 Prozent) berichtete über Fehlverhalten bei der Mitarbeiterführung als Auslöser für die Krise, 21 Prozent über rechtliche oder regulatorische Vorfälle. Viele Unternehmen sind sich jedoch noch nicht darüber im Klaren, wie wichtig ein Plan zur Krisenprävention ist. 40 Prozent der in Deutschland befragten Führungskräfte bestätigen, dass ihr Unternehmen einen Krisennotfallplan implementiert hat. Weltweit sind es 52 Prozent. 32 Prozent der bundesweit befragten Manager geben in der Studie an, dass sie ihre Krisenreaktionsfähigkeit regelmäßig überprüfen und testen. Etwa jeder Zweite berichtet, von der letzten Krise überfordert gewesen zu sein.

Verantwortung oft nicht festgelegt

Aus der Studie geht weiterhin hervor, wo die Unternehmen die größten Schwachstellen im Umgang mit Krisen sehen: Sowohl bundes- als auch weltweit gab rund jeder vierte Befragte an, keine Verantwortlichkeiten zur Prävention und Bewältigung von Krisen auf Führungsebene festgelegt zu haben. 29 Prozent der deutschen Manager haben zwar eine verantwortliche Person benannt, jedoch keine festen Aufgaben für diese Rolle definiert.

Seltene Analysen

39 Prozent der Befragten haben ein Kernteam, um auf eine Krise zu reagieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass mehr als 60 Prozent der deutschen Unternehmen kein festgelegtes Krisenteam etabliert haben oder sich lediglich auf eine informelle Übereinkunft verlassen, wer im Falle einer Krise zusammenkommt. „Krisen gehören dazu. Nach einem kritischen Vorfall gilt es jedoch, die genauen Ursachen und die Qualität der Krisenbewältigung im Detail zu analysieren“, sagt so PWC-Expertin Claudia Nestler. Laut Studie führten 13 Prozent der deutschen Unternehmen nach einer Krise eine solche Ursachenanalyse durch und nutzten die daraus gewonnenen Erkenntnisse, um ihren Notfallplan zu optimieren.

Ein Drittel geht gestärkt aus einer Krise hervor

Immerhin jedes dritte deutsche Unternehmen, das von einer Krise betroffen war, fühlte sich im Anschluss in einer besseren Ausgangsposition. 61 Prozent der Befragten, die gestärkt aus einer Krise hervorgegangen sind, stellten ein Budget zur Krisenprävention bereit. 69 Prozent gaben in der Befragung an, dass sie nun einen Notfallplan haben, den sie in Krisensituationen umsetzen. Und 87 Prozent haben eine Ursachenanalyse des Vorfalls durchgeführt, wobei immerhin drei von vier Unternehmen die Erkenntnisse aus dieser Analyse auch umgesetzt und ihr Krisenmanagement entsprechend angepasst haben. 84 Prozent der deutschen Unternehmen, die gestärkt aus einer Krise hervorgegangen sind, bestätigten, dass sie ihre Krise im Team gut gemeistert haben.


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