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Branchenereignisse, Trends und Wirtschaftsnews aus der Welt der industriellen IT.

Der VDI lobt zum dritten Mal den Conrad-Matschoß-Preis für Technikgeschichte aus. Er ist mit 3.000EUR dotiert und soll auf der Technikgeschichtlichen Tagung in Bochum im März 2011 verliehen werden. Mit dem Preis will der VDI das Interesse für Technikgeschichte stärken, Beiträge zur besseren Verständlichkeit der Technikgeschichte fördern und die technikhistorische Forschung unterstützen. Er soll im Sinne des Namensgebers die historische Analyse und Darstellung der Technik und der Ingenieure im Rahmen von Gesellschaft, Wissenschaft und Umwelt fördern. Prämiert werden deutschsprachige Beiträge in Print- und elektronischen Medien, die seit 2008 entstanden sind. Vorschläge und Eigenbewerbungen sind bis zum 31. Juli 2010 erbeten. Weitere Informationen zur Bewerbung erteilt der Verein Deutscher Ingenieure e.V., Bereich Technikgeschichte, unter der E-Mailadresse tub@vdi.de.

Richtlinie VDI 2801 Blatt 1 beschreibt das Berufsbild des Wertanalytikers bzw. Value-Managers. Sie macht die Anforderungen an den Wertanalytiker bewusst und beschreibt die notwendigen Kompetenzen und Aufgaben. Zudem werden die Rechte und Pflichten aller an einem Wertanalyse- bzw. Value-Management-Projekt Beteiligten beschrieben. Die Richtlinie bietet Hilfe und Orientierung für in der Praxis tätige Ingenieure, die sich als Value Manager bzw. Wertanalytiker qualifizieren möchten, Personalentwickler, die Weiterbildungskonzepte und Schulungsmaßnahmen für ihre Fach- und Führungskräfte erstellen und realisieren, Führungskräfte, die eigene Mitarbeiter für Wertanalyse-/Value Management-Aufgaben entwickeln und trainieren, sowie für Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen in diesem Sektor. Das Berufsbild eines Zuverlässigkeitsingenieurs wird in Richtlinie VDI 4002 Blatt 1 beschrieben. Sie definiert die grundlegenden Tätigkeiten, die primären Aufgaben im Projektablauf und ordnet diese den Produktlebensphasen zu. Zudem stellt sie die spezifischen Merkmale und Anforderungen an einen Zuverlässigkeitsingenieur dar. Die erhöhte Komplexität und Funktionalität technischer Produkte, verringerte Entwicklungskosten, kürzere Entwicklungszeiten und die gestiegenen Kundenanforderungen bezüglich Funktionsfähigkeit und Systemzuverlässigkeit erfordern zunehmend die Anwendung spezieller analytischer Zuverlässigkeitsmethoden. Dies ist zwangsläufig mit einer entsprechenden Fachkompetenz und Qualifikation verbunden. Die Richtlinie wurde vor dem Hintergrund fehlender definierter Anforderungen für die Qualifizierung zum Zuverlässigkeitsingenieur entwickelt. Auch der Kritik über die sehr unterschiedlichen Kenntnisstände auf den Gebieten der Sicherheits- und Zuverlässigkeitstechnik soll hiermit entgegengewirkt werden. Der Richtlinienentwurf 4002 Blatt 1 sowie die Richtlinie 2801 Blatt 1 und 2 sind beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich.

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Gemeinsam mit der Effizienz-Agentur NRW, der Hessen-Agentur und dem Effizienznetz Rheinland-Pfalz arbeitet das ZRE mit seinen Partnern im Pius-Netzwerk an der allgemeinverständlichen Darstellung von Beispielen, in denen die Umsetzung ressourceneffizienter Maßnahmen besonders gelungen ist. Diese Best Practices können Anregungen geben, auch im eigenen Umfeld nach neuen Ansätzen zu suchen. Eine Filmreihe stellt Erfahrungen mit dem Einsatz ressourceneffizienter Produktionsverfahren eines Herstellers von Werkteilen für den Flugzeugbau, eines Produzenten von Weingelee und eines Veredelungsbetriebs für Leichtmetallbauteile vor. Die Unternehmer erreichen mit ihren Effizienzmaßnahmen Einsparungen von bis zu 90% beim Wasser-, bis zu 75% beim Material- und bis zu 50% beim Energieeinsatz im Prozess. Die Filmsequenzen machen deutlich: Ressourceneffizienz lohnt sich selbst im kleinsten Betrieb. Der erzielte wirtschaftliche Vorteil macht den Aufwand und die notwendigen Investitionen mehr als wett.

Mit Spannung wird auch der Vortrag zu modernen Techniken für die Instandhaltung erwartet. Gastgeber ist in diesem Jahr die Firma InfraServ Knapsack in Hürth. Eine Besichtigung des Ersatzbrennstoff-Kraftwerks im Chemiepark Knapsack rundet die Veranstaltung ab. Die Veranstaltung richtet sich an alle Instandhalter ? in der Produktion, in der Fertigung, in der Anlagentechnik und -wirtschaft, im Maschinen- und Anlagenbau und in der Montage sowie an Dienstleister und Anbieter von Instandhaltungsleistungen.Unter dem Motto ,Aus der Praxis, für die Praxis? geben Experten zur 31. Jahrestagung am 23. und 24. Juni 2010 Einblicke in aktuelle Entwicklungen und spezifische Problemstellungen in der Instandhaltung. Auf dem Programm des Kongresses stehen unter anderem die Themen ,Effizienter Ressourceneinsatz? und ,Instandhaltung Prozessmanagement?. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der Anlagendiagnose, den neuen Instandhaltungsstrategien sowie Arbeitsschutz und Sicherheitsmanagement.

Mit Methoden des Knowledge Based Engineering (KBE) kann wirkungsvoll auf Herausforderungen wie den aktuellen Kostendruck reagiert werden. Einerseits lassen sich intelligente Konstruktionsvorlagen erstellen, die die Konstruktion von Systemen, insbesondere bei gleicher oder ähnlicher Funktion, dramatisch beschleunigen und so die Produktivität signifikant steigern können. Andererseits erfordert der KBE-Einsatz einschlägiges Fachwissen und technische Kreativität, die beide in Deutschland vorhanden sind.‣ weiterlesen

Auch ein Hauch Magie gehört in der Technikwelt des Werkstoffexperten dazu. Ingenieure zeigen, wie ein Graphitplättchen dank seiner speziellen Eigenschaften über einem Magnetblock schwebt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) begeistert den Besucher des VDI-Stands mit weiteren technischen Exponaten: Unter anderem veranschaulicht ein „Mobile Pack“ das Prinzip der mobilen Brennstoffzellenversorgung. Zudem präsentiert das Forschungszentrum einen 3D-Modellierer aus dem Bereich Optische Technologien.

Zahlreiche virtuelle Vorführungen bringen Jung und Alt die Welt der Technik nahe. Eine Duschanwendung elektronisch steuern ? wie geht das? Dornbracht, Hersteller von Designarmaturen und -accessoires für Bad und Küche und Partner der VDI-Initiative „Sachen Machen“, demonstriert dies in Aktion. Ressourceneffizienz ist auch ein wichtiges Thema bei der diesjährigen Hannover Messe. Schließlich hat sowohl die Politik als auch ein Großteil der deutschen Industrie erkannt, wie essenziell der nachhaltige Umgang mit unseren Rohstoffen ist. Der VDI stellt auf seinem Stand das in Kooperation mit dem BMBF neu gegründete „Zentrum Ressourcen Effizienz und Klimaschutz“ (ZRE) vor.

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„Zwar ging die Zahl der offenen Stellen im Krisenjahr 2009 um 14% zurück, aber dennoch haben wir einen Mangel an Informatikern“, sagte Dieter Westerkamp, stellvertretender Leiter Technik und Wissenschaft im VDI. „Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte zeigt sich robust und ist ohne größere Blessuren davon gekommen.“ Die Beschäftigung stieg 2009 sogar weiter an. Insgesamt gab es 181.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Informatiker.

„Ein Rekord, der zeigt: Qualifizierte Fachkräfte werden gebraucht“, ergänzte Westerkamp. Kleiner Wermutstropfen: Die Zahl der arbeitslosen Informatiker stieg 2009 leicht an, liegt aber mit einer Quote von 4,6% auf einem niedrigen Niveau. „Trotz der Umsatzeinbrüche haben die meisten Unternehmen besonnen reagiert und kein Personal entlassen. Das ist ein wichtiges Signal, denn auch 2010 wird für die IT-Branche nicht leicht“, so Westerkamp.

Wie die jährliche CeBIT-Umfrage unter 400 VDI-Mitgliedern verdeutlicht, hat die Krise Spuren hinterlassen. Für 2010 sind nach Mehrheit der Befragten zwar keine Personalentlassungen geplant, mit Neueinstellungen ist aber kaum zu rechnen. Auch was die internationale Wettbewerbsfähigkeit des IT-Standortes Deutschland betrifft, glauben nur noch 16%, dass sie sich bis 2015 verbessern wird. „Die Stimmung unter unseren Mitgliedern hat sich verschlechtert“, sagte der VDI-Experte. „Wir dürfen jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen in die Zukunft investieren, das heißt in qualifizierte Fachkräfte und technische Innovationen.“

Wachstumspotenzial sehen die Befragten vor allem in den Bereichen „Virtuelle Produkt-Prozessentwicklung“ und „Mobiles Internet“. „IT-Systeme für die Medizin“ oder das Thema „Energieeffizienz in und durch IT“ sind weitere Wachstumsbereiche. Besondere Hoffnungen liegen derzeit auch auf den sogenannten „Embedded Systems“. „Mit Innovationen in diesen Bereichen bringen wir den IT-Standort Deutschland wieder in Schwung“, sagte Westerkamp.

Das VDI Zentrum Ressourcen Effizienz und Klimaschutz (ZRE) mit Sitz in Berlin ist eine Tochter der VDI GmbH und wurde im Juni 2009 gegründet. Kernaufgabe des ZRE ist es, den integrierten Einsatz von Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutztechnologien allgemein verständlich und umfassend darzustellen und zu befördern.

Das PIUS-Internet-Portal ist ein länderübergreifendes Kooperationsprojekt. Mit derzeit mehr als 1.000 Dokumenten und monatlich rund 20.000 Nutzer ist es eines der meistgenutzten Fachportale zum Themenfeld Ressourceneffizienz. Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) stellt seit April 2001 betriebliche Erfahrungen mit Verfahren, Technologien und praxiserprobten Maßnahmen online vor. Diese fundierten Informationen und Erfahrungen stammen aus Ergebnissen von Beratungen und Projekten in Deutschland im Themenfeld Ressourceneffizienz, Produktintegrierter Umweltschutz, nachhaltiges Wirtschaften. Diese wurde in Kooperation mit Unternehmen, Dienstleistern, Verbänden, Kammern und öffentlichen Stellen durchgeführt.

Die Erwartungen der mehr als 60 Teilnehmer des vom Fachausschuss „Funkgestützte Kommunikation“ der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik durchgeführten Forums sollten nicht enttäuscht werden. Akteure der Diskussionsveranstaltung waren Ralf Gagstatter (Werma Signaltechnik GmbH), Jochen Koch (Siemens AG), Dr. Guntrum Scheible (ABB Stotz-Kontakt GmbH), Thomas Schildknecht (Schildknecht AG) und Sven Sieber (Agilon GmbH). Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Lutz Rauchhaupt (ifak Magdeburg e.V.).

Die Schwerpunkte lagen auf der Anwendung, Standardisierung, Übertragungssicherheit sowie Security und Safety im industriellen Umfeld. Die Teilnehmer gingen mit provokanten Aussagen ins Rennen. Ein Knackpunkt bei der Auswahl der geeigneten Wireless-Technik sei z.B. das Erkennen der eigenen Bedürfnisse. Eine Funklösung ist, so lautete ein weiteres Statement, nicht nur als 1-zu-1-Ersatz für eine kabelgebundene Lösung zu sehen. Eine These, die ebenso heiß diskutiert wurde: Die Wireless-Technik beginne jetzt mit echten Automatisierungsstandards. Zuguterletzt hieß es: Die beste elektrische Verbindung sei nicht zuletzt ein Kabel.

Schließlich wurden modulare Konzepte zur Integration verschiedener Systeme thematisiert, denn sie sind für viele Anwendungen vorteilhaft. Die Zuhörer konnten aus der Diskussion mitnehmen, welches die relevanten Entscheidungskriterien sind, welche Probleme bei der Einführung auftreten können und wo Funklösungen bereits ihre Zuverlässigkeit – in der in dustriellen Praxis nachweisen. Wer sich für das Thema „Wireless“ interessiert und weitergehende Information erhalten möchte, sei auch auf die 9. VDI-Jahrestagung „Wireless Automation 2010“ am 10. und 11. März 2010 in Magdeburg hingewiesen.

Zwar zeigen Branchen wie Fahrzeugbau (24 Punkte) und Information & Kommunikation (23 Punkte) etwas mehr Zurückhaltung. Die Werte haben sich aber im Vergleich zum vorangegangenen Index mehr als verdoppelt. Branchenübergreifend zeigt sich, dass mit Blick auf Forschung & Entwicklung kaum gespart wird: „Als Innovationstreiber in den Bereichen Messtechnik, Rundfunk und sichere Kommunikation setzen wir ganz klar darauf, uns durch Investitionen in Forschung & Entwicklung gut für die Zeit nach der Krise zu positionieren“, kommentiert Michael Vohrer, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Münchner Elektronikkonzern Rohde & Schwarz, die Ergebnisse. „Deshalb liegen unsere Ausgaben hier im Schnitt bei 15% des Umsatzes.“ Rohde & Schwarz ist Partner der VDI-Initiative Sachen machen.

Dieses Mal liefert die Befragung zusätzlich Erkenntnisse darüber, was Ingenieure von der künftigen Regierung erwarten, damit mehr technische Innovationen in Deutschland umgesetzt werden und Wirtschaftswachstum geschaffen wird. Über 60 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent erhöht werden müssen. Rund 70% halten eine Vereinfachung des Zugangs zu Krediten für kleine und mittelständische Unternehmen für wichtig und 58% der Ingenieure denken, dass verbindlicher Technikunterricht in allen Schulformen notwendig ist. Der VDI-Innovationsklima-Index fragt das Wissen der VDI-Mitglieder in ihren unterschiedlichen Berufen und Branchen als Frühindikator und Stimmungsindex zur Entwicklung des Technologiestandorts Deutschland ab. Die Stimmungswerte bewegen sich zwischen -100 und +100. An der 20. Umfrage haben wieder 1.000 Ingenieure teilgenommen.

Dabei sollen Daten aus Planungswerkzeugen zur Inbetriebnahme und für den Betrieb genutzt werden, sodass neue oder geänderte Produktionsanlagen schneller und sicherer anlaufen und den Serienbetrieb aufnehmen können. Am Übergang aus der Planung in die Inbetriebnahme und die Serienproduktion wirken virtuelle und reale Maschinen und deren dynamisches Verhalten mit virtuellen oder realen Anlagensteuerungen als Abbild der Logik der Anlagen zusammen. Mit der Verbindung zu überlagerten Fertigungsmanagementsystemen erlaubt der Digitale Fabrikbetrieb Aussagen über das Gesamtverhalten von Maschinen und Anlagen vor deren realem Anlauf.

Herausgeber der Richtlinie ist der Fachbereich Fabrikplanung und -betrieb der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (VDI-GPL). Sie ist im Entwurf ab Dezember 2009 Beuth Verlag zu beziehen.

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