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Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

Neues aus dem VDI

Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

Bei der Verhinderung von sicherheitsrelevanten Ereignissen, und insbesondere von Störfällen, wird die Prozessleittechnik (PLT) immer wichtiger. Die Richtlinienreihe VDI/VDE 2180 beschäftigt sich mit diesem Thema, wurde grundlegend überarbeitet und neu strukturiert. Die neue Reihe besteht aus drei Blättern, die sich mit Einführung, Begriffen und Konzeption (Blatt 1), Planung, Errichtung und Betrieb von PLT-Sicherheitsfunktionen (Blatt 2) und dem Nachweis der Ausfallwahrscheinlichkeit im Anforderungsfall (PFD) (Blatt 3) befassen.

Bild: ©Grispb/adobestock.com [1]

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Inhalt der neuen Richtlinie VDI/VDE 2180 Blatt 2 ist die Planung, der Bau und das Betreiben von PLT-Sicherheitsfunktionen zum Schutz von chemischen Anlagen. Anwender erhalten Hinweise zur Aufstellung eines funktionalen Sicherheitskonzepts und dessen Organisation. Die Richtlinie gibt unter anderem detaillierte Informationen zu Entwurf und Planung und zeigt Anforderungen an die Sensorik, die Prozessanalysegeräte, die Aktorik und das Logiksystem. Anwendungsbereich der neuen Richtlinie VDI/VDE 2180 Blatt 3 ist der Nachweis eines vorgegebenen Sicherheitsintegritätslevels für eine geplante oder bereits vorhandene technische Realisierung einer PLT-Sicherheitsfunktion. Dabei werden sowohl die strukturellen Anforderungen als auch die Berechnung von Ausfallwahrscheinlichkeiten von PLT-Sicherheitsfunktionen beschrieben. Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE 2180 ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA). Beide Blätter sind im September 2019 als Weißdrucke erschienen.