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Rückversicherer kauft Startup

Munich Re übernimmt Relayr

Über ihre Gruppengesellschaft Hartford Steam Boiler (HSB) will die Munich Re den IoT-Lösungsanbieter Relayr übernehmen. Mit der Akquisition will der Rückversicherer seine eigene IoT-Strategie unterstützen.

 (Bild: RELAYR GMBH)

(Bild: Relayr GmbH)

Relayr steht vor der Übernahme durch die Munich Re. Der Rückversicherer will das Berliner Softwareunternehmen über seine Gruppengesellschaft Hartford Steam Boiler (HSB) akquirieren. Relayr soll nach der Übernahme weiterhin eigenständig agieren. Der Kaufpreis liegt bei 300 Millionen US-Dollar.

Neue Ideen entwickeln

„Das Internet der Dinge beeinflusst bereits jetzt unsere Welt und hat das Potenzial, die traditionelle Erst- und Rückversicherung grundlegend zu verändern. Es ermöglicht neue Geschäftsmodelle und Services und bringt neue Wettbewerber auf den Markt”, sagt Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied von Munich Re. „Diese Akquisition folgt klar unserer Strategie: Wir kombinieren eigenes Risikowissen, Fähigkeiten zur Datenanalyse und Finanzkraft mit der technologischen Expertise von Relayr. Auf dieser Basis wollen wir neue Ideen für die Zukunft von Gewerbe und Industrie entwickeln.“

Zusammenarbeit seit 2016

Relayr arbeitet bereits seit 2016 mit HSB und Munich Re zusammen. Der Zusammenschluss soll es dem Unternehmen ermöglichen, sein Finanz- und Versicherungsangebot weiter auszubauen. „HSB hatte schon immer einen Schwerpunkt auf Versicherungen und Technologie. 2016 hat HSB in Relayr investiert“, sagt Greg Barats, Präsident und CEO von HSB. „Die durchgängigen IoT-Lösungen für Industrie und Gewerbe von Relayr ergänzen die Fähigkeiten unserer Gruppe. Relayr wird uns dabei unterstützen, unsere globale Strategie rasch umzusetzen und IoT-Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.“

Von der Beratung bis zur Technologie

Relayr bietet Industrieunternehmen, die ihr Geschäft digitalisieren wollen, von der ersten Beratung zur passenden Technologie über die Begleitung bei der Umsetzung bis zur Betreuung des laufenden Betriebs unterschiedliche Serviceleistungen. So hat das Unternehmen beispielsweise eine Plattform entwickelt, mit der Unternehmen alte und neue Versionen von Hardware und Software verbinden, sowie Daten aus Maschinen und Geräten auslesen und analysieren können. Damit kann etwa erkannt werden, wann eine Maschine voraussichtlich ausfallen würde und wie dem Ausfall durch entsprechende Wartung vorgebeugt werden kann.


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