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VDMA

Exporte im Maschinenbau spürbar gebremst

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im zweiten Quartal ein Exportminus von 22,9 Prozent verzeichnet. Im Juni fiel das Minus dabei jedoch weniger stark aus.

(Bild: VDMA e.V)

(Bild: VDMA e.V)

Die Maschinenexporte aus Deutschland wurden von der Corona-Pandemie im zweiten Quartal stark getroffen. Zwischen April und Juni 2020 sanken sie im Vergleich zum Vorjahr um 22,9 Prozent auf 35,2 Mrd.€. Im ersten Quartal lagen die Ausfuhren noch um 5 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, für die ersten sechs Monate ergibt sich ein kumuliertes Exportminus von 14,1 Prozent. Als besonders schwache Monate erwiesen sich April und Mai – bedingt durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. In diesem Zeitraum verfehlten die Exporte ihren Vorjahreswert jeweils um circa 28 Prozent. Im Juni sanken sie im Zuge der Rücknahme von Reise- und Transportbeschränkungen weniger stark, gleichwohl noch um 12 Prozent im Vorjahresvergleich. „Die Unternehmen konnten im Exportgeschäft zuletzt ein klein wenig aufatmen. Es wird aber trotzdem ein holpriger Weg zurück zur Normalität. Denn für eine Normalisierung des Exportgeschäfts müssen viele Abnehmerländer des Maschinenbaus die Folgen der Pandemie erst noch besser in den Griff bekommen und wieder mehr Zuversicht für neue Investitionen entwickeln“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Ein Vergleich der Exportzahlen aus der Corona-Krise mit den Zahlen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt zudem, dass der Rückgang zumindest im ersten Halbjahr nicht drastischer ausfällt. „In den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 verzeichneten die Maschinenausfuhren aus Deutschland einen Rückgang von knapp 23 Prozent“, erläutert Wiechers.

EU-Exporrte -27,7 Prozent

Im zweiten Quartal dieses Jahres lagen die Maschinenexporte aus Deutschland in die EU-27 um 27,7 Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Das Exportgeschäft mit den Ländern wie Frankreich (-28,2 Prozent), Italien (-31 Prozent),Spanien (-32,1 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (-36,4 Prozent) war in diesem Zeitraum erwartungsgemäß schlecht. Kumuliert betrachtet ergibt sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Exportminus von 17,3 Prozent in die EU-27 Partnerländer. In das sonstige Europa wurden im gleichen Zeitraum 11,3 Prozent weniger Maschinen geliefert. Dabei sticht vor allem Russland heraus, das im ersten Halbjahr als einziges Top-Abnehmerland ein Exportplus in Höhe von 4,5 Prozent verzeichnete.

Die Exportentwicklungen in die beiden wichtigsten Einzelmärkten USA und China unterscheiden sich deutlich. Die Maschinenexporteure aus Deutschland lieferten im zweiten Quartal 23 Prozent weniger in die Vereinigten Staaten als noch vor einem Jahr. Das China-Geschäft nahm hingegen zwischen April und Juni nur um 7,9 Prozent ab. China ist damit auf dem Weg, die USA in der Rangfolge der wichtigsten Einzelmärkte wieder einzuholen.


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