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Studie

Automobile-Manager sehen Geschäftsmodelle in Gefahr

Manager der Automobilindustrie sehen ihr Geschäftsmodell wesentlich häufiger gefährdet als Führungskräfte anderer Branchen. Das berichtet die Unternehmenberatung Staufen im Vorfeld der Automobilmesse IAA auf der Grundlage der Untersuchung ‚Erfolg im Wandel‘.

Bild: Staufen.AG

Bild: Staufen.AG

64 Prozent der Automotive-Führungskräfte sehen eine große oder sehr Disruptionsgefahr für das eigene Geschäftsmodell. Zum Vergleich: In der Elektroindustrie sagen das nur 52 Prozent und im Maschinebau nur 45 Prozent der Manager. Auch insgesamt sieht die Automobilindustrie den derzeitigen Wandel skeptischer als die anderen Leitbranchen. Das sind Ergebnisse der Studie ‚Erfolg im Wandel‘ von Staufen. Mehr als 400 Führungskräfte deutscher Unternehmen wurden dafür befragt, davon rund 70 aus der Automobilindustrie.

Wandlungsfähigkeit rückläufig

Das Risiko, dass die Automobilindustrie ihre Rolle als Vorreiter-Branche einbüßen könnte, scheint dabei realistisch. So ging der im Rahmen der Studie erhobene ‚Change Readiness Index‘ (CRI) für den Automobilsektor in diesem Jahr von 61 auf 55 Punkte (maximal 100 Punkte erreichbar) zurück. Damit rangiert die Automotive-Branche bei der Wandlungsfähigkeit jetzt gleichauf mit der Elektroindustrie und ganz knapp vor dem Maschinen- und Anlagenbau (53 Punkte).

Da für den CRI die Branchen sehr detailliert unter die Lupe genommen werden, können die größten Baustellen der Automobilindustrie genau benannt werden. So gab es die größten Einbrüche in den Bereichen Strukturen (Rückgang von 62 auf 53 Punkte) und Führung (Rückgang von 58 auf 50 Punkte). „Damit bestätigt sich unsere Markteinschätzung, wonach die bisher eingeleiteten Sparmaßnahmen den Wandel der Führungskultur ausbremsen, und die Branche auch beim Thema Agilität gerade einen Gang runter schaltet“, sagt Automotive-Experte Dr. Thilo Greshake von Staufen.

Portfolio richtig aufstellen

Der Unternehmensberatung zufolge sind die Weiterentwicklung der Unternehmens- und Führungskultur sowie gezielte Förderung der Veränderungsfähigkeit allerdings unverzichtbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation. „Nur so kann ein Portfolio konsequent auf die Zukunft ausgerichtet und die vorhandenen Ressourcen, Mitarbeiter sowie Anlagen ideal für eine effektive Wertschöpfung eingesetzt werden“, so Staufen-Berater Greshake. „Dass bei der Erschließung neuer Märkte und der Entwicklung neue Geschäftsmodelle auch die Möglichkeiten der Industrie 4.0 genutzt werden sollten, versteht sich dabei von selbst.“

 


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