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Die Lieferkette im Visier von Hackern

Ransomware-Trends

Die Lieferkette im Visier von Hackern

Die Allianz geht davon aus, dass sich Ransomware-Angriffe vermehrt gegen Lieferketten richten könnten. Der Versicherer sieht dabei hauptsächlich IT-Dienstleister im Visier von Hackern. Und auch die Höhe der Lösegeldforderungen steigt.

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Bild: Allianz Global Corporate & Specialty


Der zur Allianz gehörende Industrieversicherer AGCS beschreibt in einem neuen Bericht fünf Trends im Zusammenhang mit der steigenden Anzahl von Ransomware-Angriffen. Der Versicherer sieht dabei vor allem die Lieferketten in Gefahr. Aber auch mehrfache Erpressung ist ein Trend bei Ransomware-Angriffen.

Betriebsunterbrechungs- und Wiederherstellungskosten sind die größten Treiber für Cyber-Schäden, wie aus einer Analyse von AGCS hervorgeht. Demnach machen sie mehr als 50 Prozent des Wertes von fast 3.000 Cyber-Schadenfällen der Versicherungsbranche im Wert von rund 750 Mio.€ (885 Mio.US$) aus, an denen AGCS in den letzten sechs Jahren beteiligt war.

Weiter geht aus der Analyse hervor, dass sich die durchschnittlichen Gesamtkosten für Wiederherstellung und Ausfallzeit (im Durchschnitt 23 Tage) nach einem Ransomware-Angriff im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt haben. Sie sind von 761.106US$ auf 1,8Mio.US$ im Jahr 2021 gestiegen.

Laut dem Versicherungsmakler Marsh sind die Tarife für Cyberversicherungen gestiegen, während die Kapazitäten knapper geworden sind. Die Versicherer nehmen die von den Unternehmen eingesetzten Cyber-Sicherheitskontrollen immer genauer unter die Lupe.