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Plus 9,8 Prozent

Maschinenbauexporte fast wieder auf Vorkrisenniveau

Nach einem Exportrückgang im Jahr 2020 von 10,1 Prozent haben sich die deutschen Maschinenbauer dem Vorkrisenniveau wieder angenähert. Im vergangenen Jahr erreichten die Ausfuhren ein Plus von 9,8 Prozent.

Bild: VDMA e.V.

Bild: VDMA e.V.

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben ihre Ausfuhren im vergangenen Jahr gesteigert. Im 4. Quartal legten die Exporte um nominal 4,6 Prozent oder 2Mrd.€ auf 45,2Mrd.€ zu, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Für das Gesamtjahr 2021 verzeichneten die Maschinenexporteure insgesamt ein Plus von 9,8 Prozent auf 179,4Mrd.€. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2020 gingen die Exporte um 10,1 Prozent im Vergleich zu 2019 zurück. somit liegen die Maschinenausfuhren noch etwa 1 Prozent unter Vorkrisenniveau. „Ein noch nie dagewesener Druck auf die Lieferketten sorgte schließlich dafür, dass die Maschinenexporte ihr Niveau aus dem Jahr 2019 trotz reger Bestellungen aus dem Ausland knapp verfehlten. Doch erste Entspannungstendenzen in den Lieferketten und die anhaltend hohen Auftragseingänge stimmen positiv, dass 2022 ein Rekordjahr werden könnte“, sagt VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

USA sind wichtigster Exportmarkt

Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für Maschinenlieferungen aus Deutschland. Die Ausfuhren dorthin legten um 13,9 Prozent auf 20,7Mrd.€ zu. Die Exporte nach China erhöhten sich um 6,3 Prozent auf 19,3Mrd.€. Damit gingen 11,5 Prozent aller Maschinenlieferungen aus Deutschland in die USA, der Anteil Chinas verringerte sich auf 10,7 Prozent. „

Die Maschinenexporte  in die EU-27 wuchsen 2021 um 10,8 Prozent. Das Exportgeschäft mit den drei wichtigsten Abnehmern aus aus diesem Bereich — Frankreich (+10 Prozent), Italien (+22,6 Prozent) und den Niederlanden (+11,5 Prozent) — stieg ebenfalls zweistellig. Besonders dynamisch entwickelte sich auch das Exportgeschäft mit dem Vereinigten Königreich (UK). Die Ausfuhren legten um 22,8 Prozent auf 7,8Mrd.€ zu.

Nach Russland lieferten die Unternehmen aus Deutschland 3,8 Prozent mehr Maschinen und Anlagen auf nun 5,5Mrd.€. Die Türkei verzeichnete ein Plus von 8,9 Prozent auf 3,9Mrd.€. „Das Rückläufige Exportgeschäft mit der Türkei im 2. Halbjahr 2021 lässt sich auch auf den zwischen August und Dezember immer stärkeren Werteverfall der türkischen Lira zurückführen. Durch den Wertverlust haben sich die in Euro gehandelten Maschinenbauprodukte aus Deutschland für die türkischen Importeure drastisch verteuert“, ergänzt Wortmann.


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