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Net Zero Technologien

Energieeffizienz verbessern, CO2-Ausstoß verringern

Die EU soll bis 2050 klimaneutral werden – über den European Green Deal und eine Abgabe auf CO2-Emissionen. Fraunhofer-Forschende unterstützen Unternehmen bei der Reduktion ihrer Emissionen mittels Net-Zero-Technologien.

Bild: Fraunhofer-Institut IFF

Bild: Fraunhofer-Institut IFF


Eine Umweltsteuer auf CO2-Emission soll helfen, die EU spätestens bis 2050 klimaneutral werden zu lassen. Ein Werkzeug dafür könnten Net-Zero-Technologien werden. Sie unterstützen dabei, ein bilanzielles Gleichgewicht aus Energieerzeugung und -verbrauch herzustellen. D.h., nicht nur Strom einzusparen, sondern die benötigte Energie gegebenenfalls auch selbst zu erzeugen. Interessant ist das nicht allein für Industrieunternehmen. Auch andere Akteure mit großem Energieverbrauch, wie etwa Data Center, könnten von Net-Zero-Technologien profitieren. Sie reduzieren so nicht nur ihre CO2-Emissionen, sondern können sich auch ein Stück weit von den Bedingungen des Strommarkts lösen.

Prüfung verschiedener Faktoren

„Wir arbeiten seit Jahren an der Integration von Net-Zero-Technologien. Sie werden künftig für Unternehmen weiter an Bedeutung gewinnen. Im Moment erreichen wir mit ihrer Hilfe eine Verbesserung der Energieeffizienz von über zehn Prozent“, erläutert Dr. Marc Richter, Energieexperte am Fraunhofer IFF. Die Spezialisten des Forschungsinstituts prüfen dafür neben der Energiebilanz der Unternehmen auch andere Faktoren, beispielsweise inwieweit diese Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnen können. Auch die energetische Flexibilität wird untersucht, beispielsweise ob das Unternehmen einen Überschuss produzieren kann, wodurch sich Felder für neue Geschäftsmodelle öffnen.

Zuletzt wurden solche Analysen beispielsweise für die Telekom und Rolls-Royce durchgeführt.

Für ihre Analyse setzt das Fraunhofer-Team auf eine eigene Methodik. Sie beginnt mit einer Bestandsaufnahme in puncto Nachhaltigkeit. Das Team macht zunächst ein Technologie- und Maßnahmenscreening, um herauszufinden, welche Möglichkeiten zur Verringerung der CO2-Emissionen es gibt. Dazu erstellt es einen Katalog der verschiedenen Technologien und hinterlegt diese mit Kriterien wie der möglichen CO2-Reduktion, der Menge der gewonnenen Energie usw. Anschließend wird priorisiert, wobei die Unternehmen und ihre individuellen Zielstellungen stark eingebunden werden.

Dimensionierung prüfen

Im dritten Schritt prüft das Team die Dimensionierung. Bei Rolls-Royce beispielsweise liegt, aufgrund der vielen vorhandenen Dachflächen, der Einsatz von Photovoltaikanlagen nahe. In welchem Umfang ließe sich Photovoltaik einsetzen, wie viel Energie würde erzeugt, wie passt das Erzeugungsprofil zum Lastprofil? Hier geht der Blick auch über die lokalen Möglichkeiten hinaus. Beispielsweise werden Chancen durch weitere Energieträger beleuchtet.

Zum Schluss werden gemeinsam mit den Unternehmen Ausbaupfade definiert. Sie zeigen beispielsweise auf, wie viele Photovoltaik-Module, Brennstoffzellen und Speicher gegebenenfalls benötigt werden, um bestimmte Ziele zu erreichen – samt zugehöriger Kosten, Energie-Output, CO2-Ersparnis und prozentualem Autarkiegrad. „Je nach Umfang entwickeln wir dann drei, fünf, teilweise sogar bis zu zehn Ausbaupfade“, so Richter. Rolls-Royce und T-Systems wollten vor allem Vorschläge, die sich schnell realisieren lassen und die daher zum Teil auf bereits existierenden Technologien fußen. Bei Ausbaupfaden mit neuen Technologien berücksichtigte das Forschungsteam für Rolls-Royce unter anderem auch synthetische Kraftstoffe aus grünem Wasserstoff oder Methan.


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