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Ifo-Umfrage

Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

Das Coronavirus stürzt fast die ganze Welt in eine Rezession. Das geht aus der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts hervor, an der 1.000 Experten in 110 Ländern teilgenommen haben. Demnach könnte die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,9 Prozent zurückgehen.

Bild: ©BI-pressmaster/Fotolia.com

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Besonders stark trifft es demnach die Eurozone mit einem Minus von 5,3 Prozent und dort insbesondere Italien mit minus sieben Prozent. Für Deutschland und Frankreich rechnen die Experten jeweils mit minus fünf Prozent, für Großbritannien mit minus 3,6 und für Spanien mit minus 3,4 Prozent. Die Wirtschaftsleistung der USA könnte nach Expertenschätzungen um 4,6 Prozent sinken. Brasilien würde ein Minus von 4,2 Prozent verzeichnen, Russland und Südafrika ein Minus von je 3,4 Prozent und Japan mit minus 3,3 Prozent. In China und Indien wird die Wirtschaftsleistung laut Experten nur noch geringfügig zulegen – um 2,3 bzw. 2,5 Prozent.

Investitionsrückgang problematisch

Als am problematischsten schätzen die Experten, ist eine Verringerung der Investitionen, gefolgt von einer Erhöhung der Staatsdefizite, einem Schrumpfen der Konsumausgaben, den Betriebsschließungen und Produktionstopps, den Quarantäne-Maßnahmen, den Störungen der Lieferketten und der Firmenpleiten. Die Folgen von Krankheitswellen beim Personal und Bankenpleiten stufen sie als gering ein.

Als besonders hilfreiche Gegenmaßnahmen sehen die Experten an: Liquiditätshilfen für kleinere Unternehmen, Steuerstundungen für Firmen, Liquiditätshilfen für Großunternehmen, der Kauf von Wertpapieren durch die Zentralbanken und vorübergehende Umsatzsteuersenkungen. Eher skeptisch sind sie bei Zinssenkungen, dauerhaften Steuersenkungen, Helikoptergeld und einer lockeren Bankenaufsicht.

Rückkehr mit Zeitverzögerung

Die vom Ifo befragten Experten erwarten eine Rückkehr zum Leistungsniveau vor der Krise erst mit Zeitverzögerung. Am optimistischsten sind sie in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo 34 Prozent dies schon für das laufende Jahr erwarten. Für Afrika südlich der Sahara denken das 20,7 Prozent, für den Nahen Osten und Nordafrika 18,7 Prozent. Das Schlusslicht bildet die EU, wo dies nur 6,7 Prozent der befragten Experten schon für 2020 erwarten.


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