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Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau

Gute Aussichten und Personalsorgen

Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau

Mit einem Plus von 5,4 Punkten liegt der Ifo-Bitkom-Digitalindex nun bei 30 Punkten. Die deutsche Digitalbranche hat somit wieder ihr Vor-Corona-Niveau erreicht. Die Personalsorgen der Branche sind laut Index jedoch so hoch wie noch nie.

Bild: BITKOM e.V. [1]

Bild: BITKOM e.V.

Das Geschäftsklima in der Digitalbranche hat zum Jahresbeginn verbessert. Der Bitkom-Ifo-Digitalindex für die aktuelle Geschäftslage stieg im Januar um 3,6 auf 41,8 Punkte. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate nehmen im gleichen Zeitraum noch stärker zu und steigen um 7 auf 18,9 Punkte. Der Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, verbesserte sich im Vergleich zum Vormonat um 5,4 auf 30 Punkte. Das Geschäftsklima erreicht damit das Vor-Corona-Niveau.

„Die Mehrheit der Digitalunternehmen darf sich über eine sehr gute Geschäftslage freuen und erwartet, dass die Zahl der Aufträge kurzfristig weiter zunimmt. An Nachfrage mangelt es kaum jemandem und die Zuversicht ist groß, dass die preistreibenden Lieferengpässe bald abgestellt werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Für die Bitkom-Branche rechnen wir in diesem Jahr mit stabilem Wachstum.“

Auch die Beschäftigungserwartungen legten in der aktuellen Erhebung zu und notierten bei 35,1 Punkten — 5,9 Punkte mehr als im Vormonat. Die Mehrheit der Unternehmen will demnach in den kommenden drei Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. „Die Digitalbranche wird nach unseren Berechnungen dieses Jahr 40.000 neue Jobs schaffen“, so Berg. Parallel könnten die Preise steigen. So legte der Preisindex um 5,7 auf 40,7 Punkte zu.

Große Personalsorgen

Bei den Geschäftshemmnissen stehen im aktuellen Index die Personalsorgen an erster Stelle. Der Indikator für den Fachkräftemangel hat in der Digitalbranche mit 47,3 Punkten einen neuen Höchststand erreicht. Kaum Veränderung gibt es auf Nachfrageseite. Der Index für mangelnde Nachfrage stieg um 0,6 auf 21,5 Punkte. Finanzierungsschwierigkeiten spielen derzeit mit 2,1 Punkten ( 0,5) nahezu keine Rolle.