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Forschungsprojekt SDM4FZI

Softwarebasis für flexiblere Automobilfertigung

Um Produktionssysteme in der Automobilindustrie schneller, flexibler und effizienter zu gestalten soll im Forschungsprojekt ’Software-Defined Manufacturing für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie (SDM4FZI)‘ eine neue technologische Grundlage entwickelt werden.
Schneller, flexibler, effizienter: Das steht auf der Wunschliste der Automobilindustrie bei der Entwicklung eigener Produktionssysteme ganz oben. Um dies zu erreichen, benötigt die Fertigung von heute eine neue technologische Grundlage. Im Forschungsprojekt ’Software-Defined Manufacturing für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie (SDM4FZI)‘ sollen unter Leitung von Bosch, der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in den kommenden drei Jahren die Grundlagen für eine softwaredefinierte Fertigung erarbeiten werden. Das Ziel dahinter: einzelne Komponenten bis hin zu ganzen Fabriken sollen sich flexibel durch Software planen, steuern und verändern lassen. Dadurch würde der Automobilindustrie die Möglichkeit zu mehr Varianten und schnelleren Modell- und Produktwechseln gegeben. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Forschungsprojekt mit rund 35 Millionen Euro.

Unterschiedliche Ansätze verknüpfen

Eine Fertigungskette für neue Modelle entstehen zu lassen nimmt oft einen großen Zeitraum in Anspruch. Viele Maschinen werden speziell für ein neues Produkt entwickelt und gebaut. Die Software ist meist starr an Anlagen und Produkte gekoppelt und nicht auf andere Prozesse übertragbar. Das Forschungsprojekt will nun einen einheitlichen Rahmen für Fabriken schaffen, der die Fertigung neuer Produkte in bestehenden Betriebsumgebungen ohne größere Umrüstzeiten ermöglicht. „Wir verknüpfen unterschiedliche Ansätze von Industrie 4.0 und kommen so der wandlungsfähigen Produktion einen Schritt näher“, erklärt Projektleiter Matthias Meier von Bosch. „Durch ein Ökosystem für die softwaredefinierte Produktion bringen wir die Vorteile der Cloud-Technologie in die Fertigung: Automatisierungstechnik und IT-Systeme werden dank Software individuell und anwendungsbezogen nutzbar, ohne dafür Hardware von Grund auf neu zu bauen.“

Prototypen entwickeln

Die Projektpartner wollen Prototypen für Maschinen und Produktionslinien entwickeln, die sich weitgehend durch Software definieren. Digitale Zwillinge bilden dabei die Grundlage und sollen es ermöglichen, Produktionssysteme zu planen, zu errichten und zu erproben. Dank der digitalen Zwillinge lassen sich Optimierungen parallel zur laufenden Fertigung vorbereiten, umsetzen und KI-basiert analysieren. Laut Pressemitteilung will sich der Forschungsverbund auf die Flexibilisierung von Automatisierungstechnik, Maschinen und Systemen für eine effizientere Fertigung von Zulieferkomponenten und Fahrzeugen konzentrieren.


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