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Festo und Q.ANT arbeiten zusammen

Stoffe für die Kreislaufwirtschaft

Festo und Q.ANT arbeiten zusammen

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft wollen Festo und Q.ANT die Kultivierung von Biomasse durch künstliche Photosynthese mittels Automatisierungstechnik beschleunigen. Ein Quantensensor gibt dabei Aufschluss über das Wachstum von Algen.

Bild: Festo SE & Co. KG [1]

Bild: Festo SE & Co. KG

Festo und die Trumpf-Tochter Q.ANT gehen eine strategische Partnerschaft ein. Das gemeinsame Ziel ist, Automatisierungstechnik von Festo in Kombination mit der Quantentechnologie von Q.ANT für die industrielle Kultivierung von Biomasse wie etwa Algen zu nutzen.

Bereits bei ihrer natürlichen Photosynthese im Freien können Algen zehnmal mehr Kohlendioxid (CO?) binden als Landpflanzen. In Bioreaktoren mit entsprechender Sensorik, Regelungstechnik und Automatisierung kann dies auf das Hundertfache von Landpflanzen gesteigert werden. Die so entstandenen Stoffe lassen sich unter anderem als Ausgangsmaterial für Pharmazeutika, Verpackungen oder Kosmetika verwenden und schließlich klimaneutral rückführen. Die Algen bieten somit Potenzial für die Kreislaufwirtschaft.

Quantensensor hilft

Eine Herausforderung dabei ist, die Menge der Biomasse genau zu bestimmen. Dabei soll Quantensensorik helfen: „Unsere Quantenbasierten Partikelsensoren ermöglichen neue Verfahren, Anwendungen und Industrieprodukte. Mit dem Einsatz für die industrielle Photosynthese zeigen wir, welches Zukunftspotenzial in dieser Technologie steckt“, sagt Dr. Michael Förtsch, CEO von Q.ANT. Ein prototypischer Aufbau einer Anlage mit Quantentechnologie wird auf der Hannover Messe 2022 vorgestellt werden.

Der Sensor gibt Auskunft über das Wachstum der Organismen. Die Algen werden ihm dafür durch spezielle mikrofluidische Komponenten von Festo, beispielsweise Pumpen zur präzisen Steuerung kleinster Flüssigkeitsmengen, zugeleitet. Der Quantensensor ist in der Lage, einzelne Zellen optisch zu analysieren, sodass die Menge der Biomasse exakt ermittelt werden kann. Zusätzlich untersucht er die Zellen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz auf ihre Vitalität. Erst dadurch ist es möglich, vorausschauend auf Prozessereignisse zu reagieren und regelnd einzugreifen.