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Eine Matte gegen Haltungsschäden

Eine Matte gegen Haltungsschäden

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der Isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen.

Bild: ©Fraunhofer IPA/ Rainer Bez [1]

Bild: ©Fraunhofer IPA/ Rainer Bez


Sensormatten kommen in Fabrikhallen bisher vor allem dort zum Einsatz, wo Mensch und Roboter eng zusammenarbeiten. Sie sind dort im Einzugsbereich von Robotern ausgelegt und dienen der Arbeitssicherheit: Sobald ihre Sensoren einen Mitarbeiter registrieren, schalten sie den Roboter ab und verhindern so folgenschwere Arbeitsunfälle. Dabei könnten die Sensormatten auch an Steharbeitsplätzen ohne Roboter Gutes bewirken. Sie könnten dabei helfen, das ergonomische Arbeiten zu verbessern, Haltungsschäden und daraus resultierende Arbeitsausfälle vorzubeugen.

Raphael Neuhaus und Julian Stübing von der Abteilung Funktionale Materialien am Fraunhofer IPA haben zusammen mit Isoloc eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt, deren kapazitive Sensorik die Fußposition eines Mitarbeiters in Echtzeit erfasst und Gewichtsverlagerungen erkennt. 48 Sensoren pro Fuß haben die beiden Wissenschaftler schachbrettartig in ihre Steharbeitsplatz-Matte integriert. Per Bus-System und USB-Anschluss ist die Matte mit dem Computer des Mitarbeiters verbunden. Über ein Schachbrettmuster, bei dem jedes der 48 Felder für einen bestimmten Sensor steht, zeigt eine Software dem Mitarbeiter echtzeitnah an, wie stark welche Bereiche seiner Füße gerade belastet sind. Rot steht dabei für hohen, gelb für mittleren und grün für geringen Druck. „Im Moment liefert die Matte lediglich die Messdaten und veranschaulicht diese über das Benutzerinterface“, so Stübing, „eine Auswertung findet bisher nicht statt.“ Das könnte sich aber bald schon ändern. Denkbar wäre z.B. ein Ampelsystem. Außerdem ist geplant, die Anzahl der Sensoren in der Matte zu erhöhen, um die Bildgebung zu verbessern.

Eine Matte gegen Haltungsschäden

geschrieben von xmlrpc am in Allgemein,Industrie 4.0 / IoT | Kommentare sind deaktiviert

Eine Matte gegen Haltungsschäden

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen. Damit könnte sie helfen Haltungsschäden vorzubeugen.

Jedes der farbigen Felder auf dem schirm steht für einen bestimmten Sensor in der Matte. Echtzeitnah wird angezeigt, wie stark welche Bereiche der Füße gerade belastet werden. Rot steht für hohen, gelb für mittleren und grün für geringen Druck. (Bild: © Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez) [2]

Jedes der farbigen Felder auf dem schirm steht für einen bestimmten Sensor in der Matte. Echtzeitnah wird angezeigt, wie stark welche Bereiche der Füße gerade belastet werden. Rot steht für hohen, gelb für mittleren und grün für geringen Druck. (Bild: © Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez)


Sensormatten kommen in Fabrikhallen bisher vor allem dort zum Einsatz, wo Mensch und Roboter eng zusammenarbeiten. Sie sind dort im Einzugsbereich von Robotern ausgelegt und dienen der Arbeitssicherheit: Sobald ihre Sensoren einen Mitarbeiter registrieren, schalten sie den Roboter ab und verhindern so folgenschwere Arbeitsunfälle. Dabei könnten die Sensormatten auch an Steharbeitsplätzen ohne Roboter Gutes bewirken. Sie könnten dabei helfen, das ergonomische Arbeiten zu verbessern, Haltungsschäden und daraus resultierende Arbeitsausfälle vorzubeugen. Raphael Neuhaus und Julian Stübing von der Abteilung Funktionale Materialien am Fraunhofer IPA haben zusammen mit Isoloc eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt, deren kapazitive Sensorik die Fußposition eines Mitarbeiters in Echtzeit erfasst und Gewichtsverlagerungen erkennt. 48 Sensoren pro Fuß haben die beiden Wissenschaftler schachbrettartig in ihre Steharbeitsplatz-Matte integriert. Per Bus-System und USB-Anschluss ist die Matte mit dem Computer des Mitarbeiters verbunden. Über ein Schachbrettmuster, bei dem jedes der 48 Felder für einen bestimmten Sensor steht, zeigt eine Software dem Mitarbeiter echtzeitnah an, wie stark welche Bereiche seiner Füße gerade belastet sind. Rot steht dabei für hohen, gelb für mittleren und grün für geringen Druck. „Im Moment liefert die Matte lediglich die Messdaten und veranschaulicht diese über das Benutzerinterface“, so Stübing, „eine Auswertung findet bisher nicht statt.“ Das könnte sich aber bald schon ändern. Denkbar wäre z.B. ein Ampelsystem. Außerdem ist geplant, die Anzahl der Sensoren in der Matte zu erhöhen, um die Bildgebung zu verbessern.