Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Deutsche Elektroexporte trotzen der nachlassenden Konjunktur

Die deutsche Elektroindustrie hat im Mai mehr exportiert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Insgesamt stiegen die Ausfuhren um 5,1%.

 (Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen)

(Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen)

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind im Mai erneut gestiegen: Gegenüber Vorjahr nahmen sie um 5,1% auf 17,1Mrd.€ zu. Dies war der höchste jemals in einem Mai erzielte Exportwert. „Insgesamt scheinen die Ausfuhren bisher noch wenig beeindruckt von den internationalen Handelskonflikten und der global nachlassenden Konjunktur zu sein“, sagte Jürgen Polzin, ZVEI-Außenhandelsexperte. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben die Branchenausfuhren ihren entsprechenden Vorjahreswert um 5,3% übertroffen und ein Volumen von 89,2Mrd.€ erreicht.

Die deutschen Elektroexporte in die USA, dem zweitgrößten Abnehmerland, nahmen im Mai mit plus 18,9% auf 1,7Mrd. kräftig zu. Auch nach Japan (+17% auf 263Mio.€), in die Schweiz (+16% auf 593Mio.) und nach Russland (+13,9% auf 361Mio.€) konnten zweistellige Zuwächse verzeichnet werden. Überdurchschnittlich legten auch die Exporte nach Polen (+7,3% auf 767Mio.€), in die Eurozone insgesamt (+7% auf 5,3Mrd.€) und nach China, der Nummer eins der Abnehmerländer, (+5,6% auf 1,8Mrd.€) zu. Dagegen gingen die Ausfuhren in die Türkei (-19,7% auf 199Mio.€), nach Großbritannien (-16,7% auf 650Mio.€), nach Tschechien (-10% auf 768Mio.€) und nach Südkorea (-6,8% auf 214Mio.€) deutlich zurück. Für das Vereinigte Königreich war dies bereits der zweite zweistellige Rückgang in Folge.

Der Welt-Elektromarkt ist nach vorläufigen Berechnungen des ZVEI im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 4,4Bio.€ gewachsen. Für 2019 und 2020 geht der Verband von Zuwächsen um 4 bzw. 3% aus. Dabei sollte der asiatische Markt (+5% und +4%) stärker zulegen als der amerikanische (+3% und +2%) und der europäische (jeweils +2%).

Die größten Einzelländermärkte waren auch 2018 China (1,76Bio.€), die USA (625Mrd.€), Japan (294Mrd.€), Südkorea (193Mrd.€) und Deutschland (129Mrd.€). Im laufenden Jahr sollte China um sechs, im nächsten Jahr 5% wachsen, die USA um 3 bzw. 2%. Die Prognosen für Japan (Stagnation in beiden Jahren) und Südkorea (+/-0% und +1%) fallen moderater aus. Der deutsche Markt dürfte 2019 und 2020 um jeweils 1% steigen. Die weltweit größten Marktsegmente der Elektroindustrie bilden weiterhin elektronische Bauelemente (1,05Bio.€) und Automation (548Mrd.€).


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Juli lagen die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie um 1,9% unter ihrem Vorjahreswert. Die Inlandsbestellungen gaben um 1% nach, die Auslandsbestellungen um 2,5%.‣ weiterlesen

Mit der Inbetriebnahme eines IBM Q System One wollen IBM und die Fraunhofer-Gesellschaft das Thema Quantencomputing für die Industrie vorantreiben. Durch die Kooperation entsteht zudem ein neues Kompetenzzentrum für Quantentechnologie.‣ weiterlesen

Das neue Siemens Opcenter der Softwaresparte des Münchener Technologieunternehmens bringt zahlreiche Anwendungen wie Camstar, Simatik IT und Preactor in einer einheitlichem Umgebung und Benutzerführung zusammen. René Wolf von Siemens Digital Industries Software schildert, was die Kunden davon haben - und was sich funktional getan hat.‣ weiterlesen

Der Schärfspezialist Vollmer stellt auf der Emo Hannover seine Digitalinitiative V@dison in den Mittelpunkt. In Halle 6, Stand F66 finden Besucher das neu entwickelte IoT-Gateway des Herstellers. Schleif- und Erodiermaschinen lassen sich damit plattformunabhängig in IoT-Umgebungen einbinden.‣ weiterlesen

Die Landschaft für Endgeräte zur mobilen Datenerfassung hat sich im letzten Jahrzehnt fast genauso rasant entwickelt wie im Consumer-Bereich. In der Lagerlogistik oder der Produktion zählen neben Stapler-Terminals gerade mobile Handhelds zu den gängigsten Gerätetypen. Um aber das passende Gerät für das eigene Unternehmen zu identifizieren, lohnt der Blick auf die mobilen Prozesse, die Integration in die Unternehmens-IT und vor allem die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter.‣ weiterlesen

In Wertanalyseprojekten erfolgt eine Bewertung an vielen Stellen des Arbeitsplans. Die VDI-Richtlinienreihe 2808 hilft, reproduzierbare Ergebnisse durch strukturierte Vorgehensweisen zu erzielen und diese Ergebnisse kundenorientiert darzustellen.‣ weiterlesen

Auf der diesjährigen Emo präsentiert die HSi GmbH ihre Softwarelösungen zur automatisierten Planzeit- und Kostenermittlung, Arbeitsplanerstellung sowie Auftragssteuerung. Am Stand C20 in Halle 9 werden auch Erweiterungen des Systems zu sehen sein, etwa bei der Zeitübergabe an SAP: Werden im Stufeneditor NC-Grundzeiten in den Rüst- und Spannbausteinen eingegeben, erfolgt die Summierung dieser Zeiten parallel zu den Hauptzeiten (th), Nebenzeiten (tn) und Grundrüstzeiten (trg).‣ weiterlesen

Obwohl das MQTT-Protokoll bereits seit etwa zwei Jahrzehnten existiert, ist es durch sein Konzept bestens für moderne IIoT-Anwendungen geeignet. Vor allem für solche, die sich auf eine aktive Benachrichtigung stützen. Also dort, wo Geräte nur bei Bedarf Daten bereitstellen und nicht regelmäßig, wie bei der passiven Benachrichtigung. Doch wie lässt sich der Erfolg von MQTT im IIoT erklären, und was sollte man vor dem Einsatz des Übertragungsprotokolls wissen?‣ weiterlesen

Auf der Emo zeigt TDM Systems (Halle 9, Stand F24) erstmals den TDM WebCatalog einer breiten Öffentlichkeit. Ab August steht die Cloud-Anwendung nach Registierung den Anwendern von TDM Global Line 2019 und TDM 2019 (und höher) zur Verfügung.‣ weiterlesen

DMG Mori wird auf der Emo in Halle 2, Stand A21 über 30 digitale Innovationen zeigen. Darunten sind neue Celos APPs, Werkzeuge zum Monitoring, der Produktionsplanung und -steuerung sowie webbasierte Instandhaltungstools.‣ weiterlesen

Nachdem Produzenten schon ihre Waschmaschinen, Kühlschränke und Rollläden IoT-fähig ausliefern, wollen viele auch im eigenen Werk von der Vernetzung profitieren. Anhand eines beispielhaften Projektes klärt dieser Beitrag, wie das schnell und günstig gelingen kann.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige