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Der Aufschwung setzt sich fort

Deutsche Wirtschaft

Der Aufschwung setzt sich fort

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich laut Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums im ersten Quartal 2018 Fortgesetzt. Die Konjunktur habe sich zwar abgeschwächt, dabei spielten aber auch Sondereffekte ein Rolle.

 (Bild: Bundesministerium für) [1]

(Bild: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Die Deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstum auch im ersten Quartal laufenden Jahres fortgesetzt. Laut Bundeswirtschaftsministerium stieg das Bruttoinlandsprodukt um preisbereinigt 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, liegt damit aber unter dem durchschnittlichen Quartalswachstum des Jahres 2017. Die Nachfrage nach industriellen Produkten fiel insgesamt geringer aus als im Vorquartal, wodurch die Exporte sanken. Ebenso hätten Sondereffekte eine Rolle gespielt, wie etwa die Grippewelle, vermehrte Streiks sowie die frühe Lage der Osterferien. Bei der schwächeren Auslandsnachfrage hätten laut BMWi mehrere Gründe eine Rolle gespielt. Schwer zu beurteilen sei, inwieweit eine Verunsicherung durch die schärferen Töne der US-Regierung Auswirkungen haben. Insgesamt bleibe die deutsche Wirtschaft aber intakt.

Weltwirtschaft mit hohem Tempo

Die Weltwirtschaft expandiert laut BMWi trendmäßig mit hohem Tempo — die weltweite Industrieproduktion startete mit weniger Dynamik in das aktuelle Jahr. Im Februar lag sie dennoch um 3,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die stärksten Impulse kämen dabei über ein Jahr gesehen aus den asiatischen Schwellenländern, so das Ministerium. IWF und OECD rechnen für die Weltwirtschaft in den nächsten zwei Jahren jeweils mit einem Wachstum von 3,9 Prozent.

Exporterwartungen gesunken

Die Ausfuhren von Waren und Dienstleistenden aus Deutschland haben sich laut BMWi-Angaben zuletzt schwächer entwickelt. Sie gingen in jeweiligen Preisen um 0,3 Prozent zurück. Auch die Exporterwartungen des Ifo sind für das verarbeitende Gewerbe im April weiter gesunken, wobei laut BMWi die aktuelle Handelspolitik der USA eine Rolle spielen könnte. Die Importe haben sich gegenüber dem Vorquartal nicht verändert. Das BMWi rechnet im weiteren Verlauf des Jahres mit einem Aufwärtstrend.

Verhaltender Start der Industrie

Die Industrie ist verhalten in das neue Jahr gestartet, die Produktion verzeichnete einen Zuwachs um 0,1 Prozent — trotz eines Anstieges im März von einem Prozent. Der Auftragseingang des verarbeitenden Gewerbes ging im März, aufgrund weniger Großaufträge, um 0,9 Prozent zurück. Im gesamten ersten Quartal wurde laut BMWi sogar ein Auftragsrückgang von 2,4 Prozent verzeichnet.

Arbeitsmarkt mit positiver Entwicklung

Auch der Arbeitsmarkt entwickle sich weiter positiv, so das BMWi. Im März nahm demnach die Erwerbstätigkeit saisonbereinigt um 32.000 Beschäftigte zu. Die Zahl der Arbeitslosen sank im April die Marke von 2,4Mio. Personen.