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CO2 als Rohstoff in industriellen Kreisläufen

VDI-Statusreport

CO2 als Rohstoff in industriellen Kreisläufen

Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren ist eine große Herausforderung. Bei den anthropogenen Treibhausgasemissionen gehört CO2 aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen sowie aus industriellen Prozessen zu den Hauptverursachern des Treibhauseffekts. Auf der anderen Seite ist Kohlenstoff ein wichtiger Rohstoff in der chemischen Industrie. Der neue VDI-Statusreport ’Industrielle CO2-Kreisläufe’ soll zeigen, wie eine stoffliche CO2-Nutzung in Kreisläufen aussehen kann, welche Nutzungen bereits etabliert sind und was für Neuentwicklungen es gibt.

Bild: ©mmuenzl/stock.adobe.com [1]

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Eine Reihe von Industrieprozessen sind auf Kohlenstoff als Rohstoff angewiesen. In einer treibhausgasneutralen Zukunft wird dieser Kohlenstoff im Kreislauf geführt werden müssen. Die weitere Verwertung von CO2 ist jedoch mit einem hohen energetischen Aufwand verbunden. Dieser Weg setzt somit ein hohes und preiswertes Angebot CO2-freien Stroms voraus, in Deutschland vor allem von Fotovoltaik- und Windkraftanlagen. Dies gilt umso mehr, da zukünftig wesentliche Punktquellen mit einem konzentrierten CO2-Ausstoß fehlen, sodass das CO2 aus der Luft gewonnen werden muss.

Beitrag zu Klimazielen

Damit trägt die stoffliche Nutzung des CO2 als Rohstoff für chemische Grundstoffe und daraus hergestellte Produkte zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen fossilen Ursprungs bei. Zwar liegt der Anteil von CO2-Mengen, die über eine längere Zeit in den Produkten sein können, Schätzungen zufolge im einstelligen Prozentbereich heutiger Emissionen. Allerdings kann dies ein signifikanter Teil sein, wenn künftig nur noch wenige Prozent der heutigen Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre gelangen dürften.

Weil die CO2-Quellen oft nicht an dem Ort sind, wo der Kohlenstoff als Rohstoff weiterverarbeitet wird, beschäftigen sich das Autorenteam des Statusreports unter Leitung von Prof. Dr. Ursula Katharina Deister auch mit der Transportinfrastruktur, der temporären Lagerung und den Risiken beim Umgang mit Kohlendioxid. Da technische Anlagen ohne Akzeptanz in der Gesellschaft und der Absatz von Produkten ohne Akzeptanz bei den Kunden nicht möglich sind, geht die VDI-Publikation auch auf diese Aspekte ein.