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Bitkom-Umfrage zu Open Source

71 Prozent der Firmen nutzen quelloffene Software

In einer aktuellen Befragung des Bitkom gaben 71 Prozent der Teilnehmer an, frei verfügbare Programme im Unternehmen zu nutzen. Als Gründe dafür gaben sie häufig die Kosten, den Zugriff auf den Quellcode und die IT-Sicherheit an. Kritisiert wurde, dass auf dem Arbeitsmarkt kaum Spezialisten für Open-Source-Systeme zu finden seien.

Bild: ©Pixels Hunter/stock.adobe.com

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Ob Datenbank-Programme, Schreib- oder Grafik-Anwendungen, Web-Dienste oder das Server-Betriebssystem – in einer aktuellen Bitkom-Untersuchung gaben 71 Prozent der Unternehmen an, frei verfügbare Programme zu nutzen. Und die Nutzung dürfte weiter zunehmen, denn nur sieben Prozent geben an, Open Source grundsätzlich kritisch oder ablehnend gegenüber zu stehen, 67 Prozent bezeichnen sich als interessiert und aufgeschlossen und 25 Prozent als noch unentschieden. Befragt wurden im Auftrag des Verbandes 1.152 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland.

Beschleunigt technologischen Wandel

Die Lizenz von Open-Source-Software erlaubt es, die Programme frei auszuführen, den Quellcode zu analysieren und anzupassen sowie die Software in modifizierten Varianten weiterzugeben. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der Quellcode der Software offen zugänglich ist. „Open Source kann durch den offenen Quellcode das Entwicklungstempo gerade rund um neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Datenanalysen und Blockchain erhöhen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Open Source ist weit verbreitet, hat sich etabliert und erlaubt die Anpassung von Anwendungen für den spezifischen Einsatzzweck im Unternehmen. Open Source ist ein wichtiger Treiber der Digitalisierung.“

Nutzen ist kontextabhängig

Je größer das Unternehmen, desto eher greift es auf Open-Source-Lösungen zurück. Unter den Unternehmen mit 2.000 oder mehr Beschäftigten sind es mit 87 Prozent die meisten, am seltensten greifen Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten auf Open Source zurück – aber auch unter ihnen ist es mit 70 Prozent eine deutliche Mehrheit. 82 Prozent der Unternehmen sehen Vorteile beim Einsatz von Open-Source-Software. Als wichtigster Vorzug gilt dabei die Kosteneinsparung (24 Prozent). Dahinter folgen der Zugriff auf den Quellcode (14 Prozent) und eine einfachere Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln (8 Prozent) sowie hohe Sicherheit durch zeitnahe Updates (7 Prozent). Darüber hinaus werden eine Vielzahl weiterer Vorteile genannt, unter anderem die einfache Anpassung an eigene Bedürfnisse und eine große Auswahl an Open-Source-Komponenten (jeweils 5 Prozent), der Wissensaustausch in einer breiten und aktiven Community (4 Prozent) sowie eine bessere Kompatibilität (4 Prozent) und offene Standards (3 Prozent). „Open Source bietet eine ganze Reihe von Vorteilen, wobei es sehr auf den Einsatzkontext und das Unternehmen ankommt“, so Berg.

Zuwenig Open-Source-Spezialisten

Allerdings sehen umgekehrt 88 Prozent der Unternehmen Nachteile beim Einsatz von Open-Source-Software. So wird vor allem das Fehlen von auf Open-Source spezialisierten Fachkräften (14 Prozent), ein hoher Schulungs- und Einarbeitungsaufwand und eine unklare Gewährleistungssituation (je 10 Prozent) beklagt. Auch die zu große Auswahl an Open Source und der mangelnde kommerzielle Support und ganz allgemein Sicherheitsaspekte (je 7 Prozent) werden häufiger als Nachteile genannt. Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) greift dabei nicht nur auf Open Source zurück, sondern unterstützt auch die Open-Source-Community. So kauft jedes Dritte (36 Prozent) Support-Leistungen oder spezielle Enterprise-Lösungen. In jedem Fünften (21 Prozent) beteiligen sich Beschäftigte oder Teams aktiv an Open-Source-Projekten, 11 Prozent initiieren oder begleiten sie sogar selbst. Jedes elfte Unternehmen (9 Prozent) stellt der Community veränderten oder verbesserten Quellcode zur Verfügung.

 


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