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Corona-Restart-Umfrage des VDI

Besser aus der Krise kommen

Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind groß, dennoch birgt die aktuelle Krise auch positives. Laut einer Umfrage des VDI führt die aktuelle Situation dazu, dass sich Unternehmen digitaler und krisenfester aufstellen wollen.

(Bild: ©Aleksandr Matveev/stock.adobe.com)

(Bild: ©Aleksandr Matveev/stock.adobe.com)

Die deutsche Industrie nutzt die Corona-Pandemie trotz großer finanzieller Auswirkungen als Chance, sich digitaler und krisenfester aufzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt die ‘Corona-Restart-Umfrage‘ des VDI Verein Deutscher Ingenieure und der Unternehmensberatung Agiplan, an der im Mai Entscheider aus 169 Industrieunternehmen teilnahmen. Mehr als 70 Prozent der Studienteilnehmer beklagen darin einen coronabedingten Umsatz- und Absatzverlust, knapp 90 Prozent mussten mindestens vereinzelt Projekte stoppen. Dagegen rechnen rund die Hälfte der Unternehmen mit einem Wiederanlauf der Geschäfte noch in diesem Jahr. „Bei allen finanziellen Verlusten stimmt es uns positiv, dass rund Dreiviertel der deutschen Industrieunternehmen damit rechnen, dass sie ihr vorheriges Geschäftsniveau 2021 wieder erreichen können“, analysiert Dr. Jens Reichel, Vorsitzender der VDI-Fachgesellschaft Produktion und Logistik (GPL). Dass es einige Bereiche, wie die Automobilbranche und die Luftfahrt, besonders hart getroffen hat, steht außer Frage, jedoch decken die Leitbranchen nicht die komplette deutsche Wirtschaft ab.

Flexibel angepasst

93 Prozent der Unternehmen gaben in der Umfrage an, dass sie sich der Krise flexibel angepasst haben. Zwar wurde die Produktion gedrosselt, aber grundsätzlich fortgeführt. Da der Bedarf an Produkten entsprechend der Nachfrage sank, waren 92 Prozent der Unternehmen kaum von Materialengpässen oder von Produktionsausfällen (78 Prozent max. im Einzelfall) betroffen. Ein ähnliches Bild zeichnet die Logistik: 76 Prozent der Umfrageteilnehmer sind davon überzeugt, dass ihre Logistik sehr gut auf die täglich neuen Anforderungen reagiert. 71 Prozent der Unternehmen mussten ihre Logistikprozesse nicht nennenswert umstrukturieren. Dabei neigen diejenigen Unternehmen, die ihre Prozesse umgestellt haben, dazu, diese auch beizubehalten.

Mehr Digitalisierung

Mehr als Dreiviertel der Entscheider verändern während der Corona-Krise problemlos Prozesse und passen die IT-Landschaft an. Dass die Digitalisierung in Produktion und Logistik beschleunigt verläuft, ist ein weiteres Ergebnis der Corona-Restart-Umfrage: Auf Digitalisierungs- und IT-(Sicherheits-)-Projekte fokussieren sich jeweils rund 78 Prozent der Befragten, 68 Prozent geben an, dass sie der Digitalisierung aufgrund der Krise einen noch höheren Stellenwert geben. „Wir erwarten einen deutlichen Schub für die weitere Automatisierung und Digitalisierung in der deutschen Industrie. Immerhin 30 Prozent der Unternehmen wollen durch automatisierte Prozesse die Durchlaufzeiten verkürzen und die Effizienz steigern. Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten und dabei die bestmögliche Resilienz zu sichern, ist eine weitere Herausforderung, wird aber der deutschen Wirtschaft helfen, sich für die Zukunft noch krisenfester aufzustellen“, prognostiziert Dr. Christian Jacobi, Geschäftsführer bei Agiplan.


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