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Besser aufgestellt mit CIO’s

Digitalisierungskompetenz in der Geschäftsführung verankern

Aus dem Industrie-4.0-Barometer der Management- und IT-Beratung MHP geht hervor, dass sich die Position eines CIO in der Geschäftsführung positiv auf Umsetzung von Industrie-4.0-Ansätzen auswirkt.

Bild: ©everythingpossible/stock.adobe.com

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Unternehmen mit einem CIO (Chief Information Officer) in der Geschäftsführung weisen einen überdurchschnittlich hohen Industrie-4.0-Reifegrad auf. Das geht aus dem Industrie-4.0-Barometer der Management- und IT-Beratung MHP in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hervor. An der Befragung nahmen mehr als 200 Experten, insbesondere Führungskräfte aus IT- und Fachabteilungen, aus Unternehmen unterschiedlicher Industriezweige im DACH-Raum teil. Im Fokus standen dabei Cloud Services und die 5G-Technologie. „Wer die digitale Transformation des eigenen Unternehmens erfolgreich vorantreiben will, sollte vor allem ein hohes Maß an Digitalisierungskompetenz in der Geschäftsführung verankern“, sagt Tom Huber, Associated Partner und Head of Operations Performance & Strategy bei MHP. Die Ergebnisse ließen aber auch erkennen, dass bei vielen Unternehmen und insbesondere bei Dax-Konzernen der CIO nicht zur Geschäftsführung gehöre.

Positiver Trend, wenig Fortschritt

Im Vergleich zur Vorjahresbefragung gab es zwar sowohl beim Technologieeinsatz als auch bei den IT-Infrastrukturen einen positiven Trend, große Fortschritte blieben jedoch aus. Besonders in der Automobilindustrie stellt der wechselhafte Verlauf der Pandemie eine zusätzliche Herausforderung dar. Laut Industrie-4.0-Barometer bleiben Unternehmen dieses Industriezweiges kaum noch Kapazitäten für Innovationen im Industrie-4.0-Bereich. 74 Prozent der befragten Unternehmen aus der Automobilbranche geben an, dass aufgrund des Tagesgeschäfts nicht genügend Kapazitäten für Industrie-4.0-Voraben vorhanden sind. In anderen Branchen kommen lediglich 60 Prozent zu dieser Einschätzung. „Aus der Umfrage können wir ablesen, dass die Unternehmen mehr in digitale Technologien investieren“, sagt Prof. Dr. Johann Kranz, Leiter der Professur für Internet Business and Internet Services an der LMU. „Die Antworten legen aber auch nahe, dass Industrie 4.0 zu stark von der technischen Seite aus und zu oft lediglich in Silos gedacht wird. Entscheidend für den Erfolg sind aber bereichsübergreifende Strukturen und Strategien.“ Großes Potenzial für die Digitalisierung der industriellen Produktion sehen die Teilnehmer sowohl in Cloud Services als auch in der 5G-Technologie.

 


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