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ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erneut zurück

Ausblick verschlechtert

ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erneut zurück

Mit einem Rückgang um 4,2 Punkte verzeichnet die ZEW-Konjunkturumfrage im Oktober den fünften Rückgang in Folge. Erstmals seit Februar verschlechtert sich auch die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage.

 (Bild: ZEW) [1]

(Bild: ZEW)

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen in der aktuellen Oktober-Umfrage um 4,2 Punkte auf 22,3 Punkte zurück. Dies ist der fünfte Rückgang in Folge. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechtert sich in der aktuellen Umfrage um 10,3 Punkte und liegt damit bei 21,6 Punkten. Dies ist der erste Rückgang seit dem kontinuierlichen Anstieg zwischen Februar und September 2021. Gegenüber dem Vormonat hat sich damit der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate erkennbar verschlechtert.

Lieferengpässe verantwortlich

„Der konjunkturelle Ausblick für die deutsche Wirtschaft hat sich spürbar eingetrübt. Der erneute Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen geht hauptsächlich auf die weiterhin bestehenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten zurück. Die Finanzmarktexpertinnen und -experten erwarten vor allem bei den exportorientierten Branchen wie z.B. Fahrzeugbau und Chemie/Pharma eine Verschlechterung der Ertragslage“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach die Erwartungen.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone gehen im Oktober ebenfalls zum fünften Mal in Folge zurück. Sie liegen aktuell bei 21 Punkten. Dies entspricht einem Rückgang um 10,1 Punkte gegenüber dem Vormonat. Der neue Wert des Lageindikators beträgt 15,9 Punkte. Der Lageindikator ist damit um 6,6 Punkte gegenüber September gesunken.

Inflationserwartungen gehen leicht zurück

Die Inflationserwartungen für das Eurogebiet gehen leicht zurück. Der Inflationsindikator liegt im September bei 17,1 Punkten, 3 Punkte niedriger als im Vormonat. 49,1 Prozent der Expertinnen und Experten rechnen allerdings noch mit einem weiteren Anstieg der Inflationsrate in den nächsten sechs Monaten.