Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

IAB-Studie

59,2 Millionen coronabedingt ausgefallene Arbeitstage

Wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, könnten die coronabedingten Arbeitsausfälle der Erwerbstätigen im aktuellen Lockdown bis Mitte Februar auf 59,2Mio. Arbeitstage steigen was 6,2 Stunden pro Kopf entspricht.

v

Bild: ©littlewolf1989/stock.adobe.com

Im Rahmen der Studie haben IAB-Forscherin Susanne Wanger und der IAB-Forscher Enzo Weber für den Zeitraum Oktober 2020 bis Mitte Februar 2021 untersucht, welche Auswirkung auf das Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen durch Schul- und Kitaschließungen, Covid-19-Erkrankungen und Quarantäne abzusehen sind. Die mit der zweiten Welle der Pandemie verbundenen Arbeitsausfälle seien beträchtlich, so Wanger und Weber. Bezogen auf ein gesamtwirtschaftliches Arbeitsvolumen aus dem entsprechenden Zeitraum vor der Krise würde dies einem Rückgang von 1,2 Prozent gleichkommen. „Die Arbeitsausfälle treffen die Wirtschaft zusätzlich zu den angeordneten Schließungen in Branchen wie Gastronomie und Einzelhandel“, so Wagner und Weber.

Kita- und Schulschließung machen 37,4Mio. Arbeitstage aus

Insgesamt konnten oder können rund 1,2 Millionen Erwerbstätige nicht arbeiten, da Betreuungsangebote nur eingeschränkt zugänglich sind oder sie ihre Kinder pandemiebedingt zu Hause betreuen möchten. Der gesamte Arbeitsausfall aufgrund der Kita- und Schulschließungen beläuft sich nach IAB-Schätzungen auf 37,4Mio. Arbeitstage. Das entspricht rund 0,8 Arbeitstagen pro Erwerbstätigem. Covid-19-Erkankungen haben zu 8,7Mio. Arbeitstagen weniger bei den betroffenen Erwerbstätigen geführt. Die IAB-Forscher gehen dabei von einer zusätzlichen Krankenstandsquote von 0,2 Prozent Ende Januar aus. Außerdem fehlen nach IAB-Angaben 17,7 Millionen Arbeitstage aufgrund einer angeordneten Quarantäne.

Zwischen den verschiedenen Gründen für Arbeitsausfälle gebe es laut Wagner und Weber Überlappungen. Rechne man diese heraus, so verbleiben 59,2Mio. ausgefallene Arbeitstage. Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hatte der geschätzte Arbeitsausfall 58,6Mio. Arbeitstage betragen. Dieser war allerdings auch deutlich kürzer.


Das könnte Sie auch interessieren:

Siemens beendet das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit positiven Neuigkeiten. Umsatzerlöse und Gewinn legen kräftig zu.‣ weiterlesen

Insgesamt 8,2Mrd.€ hat der Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2019 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Auch in der Pandemie behalten F&E-Ausgaben einen hohen Stellenwert.‣ weiterlesen

Seit rund 100 Jahren steht die Automobilindustrie wie keine andere für die Fabrikarbeit am Fließband. Doch jetzt deutet sich eine Technologiewende an. Künftig könnten Fahrerlose Transportfahrzeuge Karosserien, Material und ganze Fahrzeuge durch die Fabrik bewegen. In mehreren Modellfabriken fahren die Automaten bereits durchs Werk.‣ weiterlesen

Immer mehr Anlagen sollen Betriebsdaten im IoT zur Bearbeitung bereitstellen. Mit dem Susietec-Portfolio will Kontron insbesondere den Aufbau von IoT-Lösungen für bestehende Anlagen unterstützen. Der Anbieter von IoT- und Embedded-Computing-Technologie rechnet für 2021 mit mehr als 50 Prozent Wachstum in diesem Geschäftsfeld.‣ weiterlesen

Im März haben die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Dabei kamen sowohl aus dem Aus- als auch aus dem Inland positive Signale.‣ weiterlesen

Vor wenigen Jahren galt MES-Software vielen noch als Spezialsoftware mit nur aufwendig erschließbarem Nutzen. Inzwischen ist sie fester Bestandteil der meisten prozessnahen IT-Architekturen in der Prozess- und gerade der Pharmaindustrie. Insbesondere wenn viele Systemfunktionen auf die Prozessführung nach ISA95 entfallen und chargenorientiert produziert wird.‣ weiterlesen

Automobilhersteller agieren bislang erfolgreich in ihren eher geschlossenen Wertschöpfungsketten. Sie verstehen den Markt als Nullsummenspiel. Unternehmen wie Apple haben vorgemacht, dass es auch anders geht: Von offenen Ökosystemen können alle profitieren. Wann öffnet sich die Automobilindustrie für diese Idee?‣ weiterlesen

Mit dem Wechsel von Kathleen Mitford zu Microsoft wird Catherine Kniker zur EVP (Executive Vice Presdient) und Chief Stategy Officer bei PTC ernannt.‣ weiterlesen

Gemeinsam mit CEO Peter Sorowka leitet Carsten Stiller seit 1. April das Softwareunternehmen Cybus. Er verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.‣ weiterlesen

Siemens Digital Industries bekommt einen neuen CTO. Dirk Didascalou soll zum 1. September neuer Technikchef werden.‣ weiterlesen

Die Wirtschaft blickt überwiegend optimistisch in die Zukunft: Knapp 40 Prozent der Unternehmen wollen laut der jüngsten Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft 2021 im Vergleich zu 2020 mehr produzieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige