Konjunkturerwartungen gehen zurück

13,9 Punkte weniger als im August

Zum vierten Mal in Folge haben die ZEW-Konjunkturerwartungen ein Minus verzeichnet. Der Index lag in der September-Umfrage bei 26,5 Punkten nach 40,4 Punkten im Vormonat. Die aktuelle Lage wird jedoch besser eingeschätzt.

Bild: ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen September-Umfrage um 13,9 Punkte auf 26,5 Punkte. Seit Mai gingen die Erwartungen damit vier Mal in Folge zurück.

Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbessert sich hingegen erneut und liegt im September bei 31,9 Punkten, dies ist ein Anstieg um 2,6 Punkte gegenüber dem Vormonat. Seit Februar 2021 (-67,2 Punkte) ist der Lageindikator ununterbrochen gestiegen. Im Zeitraum seit Mai 2021 hat sich die Lageeinschätzung um 72 Punkte verbessert, während die Erwartungen im gleichen Zeitraum um 57,9 Punkte gesunken sind.

Wenig Steigerung in den nächsten 6 Monaten

Der aktuelle Stand der ZEW-Konjunkturerwartungen drückt damit aus, dass die Wachstumsrate der Gesamtwirtschaft für die nächsten sechs Monate vom jetzt erreichten Wert aus nur noch wenig steigen wird.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sinken abermals deutlich. Die Finanzmarktexpertinnen und -experten gehen zwar noch von einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage aus. Das erwartete Ausmaß und die Dynamik der Verbesserung haben sich inzwischen jedoch erheblich reduziert. Der Chipmangel im Fahrzeugbau und die Ressourcenverknappung in der Bauwirtschaft haben zu einem deutlichen Rückgang der Ertragserwartungen dieser Branchen geführt. Dies dürfte sich auch negativ auf die Konjunkturerwartungen ausgewirkt haben“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D. die aktuellen Erwartungen.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten und Finanzmarktexpertinnen an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone gehen im September ebenfalls zum vierten Mal in Folge zurück. Sie liegen aktuell bei 31,1 Punkten. Dies entspricht einem Rückgang um 11,6 Punkten gegenüber dem Vormonat. Der neue Wert des Lageindikators beträgt 22,5 Punkte, ein Anstieg um 7,9 Punkte gegenüber August. Die Inflationserwartungen für das Eurogebiet gehen weiter zurück. Der Inflationsindikator liegt im September bei 20,1 Punkten, 22,1 Punkte niedriger als im Vormonat. Die Expertinnen und Experten rechnen daher damit, dass das gegenwärtige hohe Inflationsniveau in den nächsten sechs Monaten zurückgehen wird.

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