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Klebstoffe als Enabler der Kreislaufwirtschaft

Neues Verfahren trennt Aluminium-Verbundwerkstoffe

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In Deutschland landen jährlich rund 18,7Mio.t Verpackungen im Abfall. Durch neue Technologien ist es nun möglich, Aluminium-Verbundwerkstoffe in ihre Einzelteile zu zerlegen. Hochleistungsfähige Klebstoffe unterstützen diesen Prozess.

(Bild: Saperatec)

Flexible Verpackungen halten Lebensmittel frisch, sparen Ressourcen ein und ermöglichen die Sicherheit des verpackten Produkts. Die Verpackungen bestehen oftmals aus sogenannten Aluminium-Verbundwerkstoffen – mit Schichten aus Polyethylen, Aluminium und PET. Diese werden mit zweikomponentigem Polyurethan-Kaschierklebstoff fest verbunden. Nach der Entsorgung können sie häufig nur noch thermisch genutzt werden. Um auch ein werkstoffliches Recycling zu ermöglichen, arbeitet die Klebstoffindustrie daran, hochleistungsfähige Klebstoffe zu entwickeln, die gleichzeitig innovative Recyclingprozesse unterstützen. Das Startup Saperatec zeigt, dass dies funktionieren kann, wenn Entsorger und Klebstoffentwickler zusammenarbeiten.

Materialien trennen

Bei dem neuen Verfahren wird das Material zerkleinert, um eine möglichst große Angriffsfläche für die innovative Trennflüssigkeit zu schaffen. Im zweiten Prozessschritt wird das zerkleinerte Verbundmaterial damit behandelt. Unter Rühren und Erwärmen vollzieht sich der Trennungsprozess und die Einzelfraktionen liegen in der Flüssigkeit vor. Das Entscheidende ist dabei die Zusammensetzung der Trennflüssigkeit. Sie bahnt sich den Weg zwischen die einzelnen Schichten des Verbundmaterials, um diese zu trennen und wurde so formuliert, dass sie gleichermaßen Aluminiumfolien-Verbünde, metallbeschichtete Verbünde und Innenfolien aus Flüssigkeitskartonagen trennen kann – denn diese fallen im Hausmüll häufig als Gemisch an.

Bereit zur Wiederverwendung

Die Materialstückchen werden anschließend abgesiebt und mit Waschwasser von Restanhaftungen gereinigt. Sowohl die Trennflüssigkeit als auch das Waschwasser kommen nach der Aufbereitung wieder zurück in den Kreislauf. Das gesäuberte Materialgemisch wird mittels ‘Schwimm/Sink-Verfahren’ sortenrein getrennt. Getrocknet und nachbehandelt sind die einzelnen Materialien bereit für die Wiederverwendung.

Seit 2014 findet der Trennungsprozess in einer Pilotanlage statt. Die Inbetriebnahme der ersten kommerziellen Recyclinganlage ist für Ende 2022 geplant. In ihr findet dann die gesamte Wertstoffkette statt: von der Abnahme des Abfalls über das Recycling bis hin zum Vertrieb des Rezyklats.


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