IT&PRODUCTION Mai 2010

Gemeinsam mit der Effizienz-Agentur NRW, der Hessen-Agentur und dem Effizienznetz Rheinland-Pfalz arbeitet das ZRE mit seinen Partnern im Pius-Netzwerk an der allgemeinverständlichen Darstellung von Beispielen, in denen die Umsetzung ressourceneffizienter Maßnahmen besonders gelungen ist. Diese Best Practices können Anregungen geben, auch im eigenen Umfeld nach neuen Ansätzen zu suchen. Eine Filmreihe stellt Erfahrungen mit dem Einsatz ressourceneffizienter Produktionsverfahren eines Herstellers von Werkteilen für den Flugzeugbau, eines Produzenten von Weingelee und eines Veredelungsbetriebs für Leichtmetallbauteile vor. Die Unternehmer erreichen mit ihren Effizienzmaßnahmen Einsparungen von bis zu 90% beim Wasser-, bis zu 75% beim Material- und bis zu 50% beim Energieeinsatz im Prozess. Die Filmsequenzen machen deutlich: Ressourceneffizienz lohnt sich selbst im kleinsten Betrieb. Der erzielte wirtschaftliche Vorteil macht den Aufwand und die notwendigen Investitionen mehr als wett.

Unter dem Motto ,Aus der Praxis, für die Praxis? geben Experten zur 31. Jahrestagung am 23. und 24. Juni 2010 Einblicke in aktuelle Entwicklungen und spezifische Problemstellungen in der Instandhaltung. Auf dem Programm des Kongresses stehen unter anderem die Themen ,Effizienter Ressourceneinsatz? und ,Instandhaltung Prozessmanagement?. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der Anlagendiagnose, den neuen Instandhaltungsstrategien sowie Arbeitsschutz und Sicherheitsmanagement.

Mit Spannung wird auch der Vortrag zu modernen Techniken für die Instandhaltung erwartet. Gastgeber ist in diesem Jahr die Firma InfraServ Knapsack in Hürth. Eine Besichtigung des Ersatzbrennstoff-Kraftwerks im Chemiepark Knapsack rundet die Veranstaltung ab. Die Veranstaltung richtet sich an alle Instandhalter ? in der Produktion, in der Fertigung, in der Anlagentechnik und -wirtschaft, im Maschinen- und Anlagenbau und in der Montage sowie an Dienstleister und Anbieter von Instandhaltungsleistungen.

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Der Prozess des Wissensmanagement in der Konstruktion kann in die vier fundamentalen Unterprozesse
?Identifizieren und Akquirieren
?Kategorisieren und Strukturieren
?Speichern und Finden
?Anwenden und Nutzen
aufgeteilt werden, wobei das Informationsmanagement als vorgelagerter Prozess der Prozesskette betrachtet wird. In der Auflistung nimmt die Spezialisierung von oben nach unten zu. So wird zwischen Identifizierung und Akquise von Wissen kaum unterschieden. Anwenden und Nutzen werden jedoch in der mechanischen Konstruktion völlig anders zu regeln sein als bspw. in der Softwareentwicklung oder im Process Engineering.

Zu den Prozessabschnitten gibt es derzeit keine Richtlinie, an die sich der Bearbeiter bei der Umsetzung halten und die z.B. als Checkliste genutzt werden kann. Der VDI-GPP Fachausschuss Wissensmanagement wird dieses Themengebiet nun bearbeiten. Auf der Basis und in Ergänzung zu der bestehenden Richtlinie 5610 ,Wissensmanagement im Ingenieurwesen?, die sich detailliert mit dem Thema auseinandersetzt und dem interessierten Konstrukteur konkrete und praktische Handreichungen für die Umsetzung entsprechender Vorhaben bietet, sollen Richtlinienblätter zum Thema Wissensbasierte Konstruktion entstehen, die die erwähnten vier Prozessphasen beinhalten. Innerhalb des VDI-GPP Fachausschusses Wissensmanagement wird ein Unterausschuss, der die inhaltliche Gestaltung dieser Richtlinienblätter vorantreibt, gegründet. Interessierte an einer Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Wissensbasierte Konstruktion (KBE) im Fachausschuss Wissensmanagement können sich noch bis zum 21.05.2010 per E-Mail unter gpp@vdi.de melden.

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