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IT&PRODUCTION juni 2010

Automatisch angelegt am: 09.04.2017 Zuweisung prüfen!

Die Funkkommunikation hat Einzug in die industrielle Automation gehalten. Mittlerweile liegen erste Standards sowie standardkonforme Geräte unterschiedlicher Hersteller vor. Bislang nicht berücksichtigt ist jedoch die Art und Weise der Energieversorgung. So sind heute unterschiedliche Konzepte für die batteriegestützte Energieversorgung umgesetzt. Ziel der Arbeitsgruppe ist es deshalb, die Voraussetzungen für eine Standardisierung dessen zu schaffen. Dafür soll eine enge Zusammenarbeit mit anderen Gremien und Initiativen gesucht werden. Dazu zählen die NAMUR als Gremium der Anwender, der ZVEI als Gremium der Hersteller, sowie die DKE, die HCF und die ISA als Normungsgremien. Die Arbeitsgruppe soll die Anforderungen mit Blick auf den speziellen Anwendungsbereich bezüglich Energiebedarf, Robustheit der Batteriegehäuse, Anschlusstechnik, Betrieb, Transport und Tausch im Ex-Bereich sowie Batterietausch unter Bedingungen der Prozessautomation spezifizieren. Zudem sollen vorhandene Batterielösungen für den Einsatzbereich zusammengetragen, analysiert und bewertet werden und erörtert werden, inwieweit die Betrachtungen auf Energy-Harvesting-Lösungen anzuwenden sind. Es ist geplant, die Ergebnisse als gemeinsames Dokument von VDI und NAMUR zu veröffentlichen und gegebenenfalls als Normvorschlag der DKE vorzulegen. Wegen der speziellen Anforderungen des Funkeinsatzes in der Prozessautomation insbesondere auch an die batteriegestützte Energieversorgung der Funkkommunikationsgeräte ist es angezeigt, das Thema in enger Zusammenarbeit zwischen Anwender und Hersteller zu behandeln.

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In der industriellen Automatisierung werden in zunehmendem Maße offene Kommunikationstechnologien genutzt. Die Industrie muss sich daher eilig und stärker mit dem Thema IT Security auseinandersetzen, denn auch international wird an diesem Thema gearbeitet; Normungsaktivitäten, bei denen die deutsche Industrie nur wenig Einfluss nimmt, sind bereits angestoßen. Der Fachausschuss 5.22 Security innerhalb der Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik im VDI (VDI/VDE-GMA) erarbeitete zu diesem Thema die Richtlinie VDI/VDE 2182. Richtlinienblatt 1 zeigt die praxisgerechte Vorgehensweise zur Erreichung einer ausreichenden Security in der industriellen Automatisierungstechnik. Sie repräsentiert bis dato eine abgestimmte deutsche Meinung zum Thema IT Security in der industriellen Automation und definiert ein prozessorientiertes Vorgehensmodell, das Aspekte von Herstellern, Integratoren und Betreibern industrieller Automatisierungsanlagen berücksichtigt. Das Expertenforum findet am 21.09.2010 in Frankfurt/Main in Zusammenarbeit mit NAMUR, PNO, VDMA und ZVEI statt und wird sich mit den Themen Security-Anforderungen der Automatisierungstechnik (AT), Analyse von Gefährdungen, Betrieb sicherer Automatisierungssysteme und -anlagen, Entwicklung sicherer AT-Geräte/Systeme sowie der Richtlinie VDI/VDE 2182 beschäftigen. Das Expertenforum wendet sich insbesondere an Hersteller von Geräten und Systemen der Automatisierungstechnik, Planer von Anlagen, Maschinenbauer, Systemintegratoren und Betreiber.

Der VDI lobt zum dritten Mal den Conrad-Matschoß-Preis für Technikgeschichte aus. Er ist mit 3.000EUR dotiert und soll auf der Technikgeschichtlichen Tagung in Bochum im März 2011 verliehen werden. Mit dem Preis will der VDI das Interesse für Technikgeschichte stärken, Beiträge zur besseren Verständlichkeit der Technikgeschichte fördern und die technikhistorische Forschung unterstützen. Er soll im Sinne des Namensgebers die historische Analyse und Darstellung der Technik und der Ingenieure im Rahmen von Gesellschaft, Wissenschaft und Umwelt fördern. Prämiert werden deutschsprachige Beiträge in Print- und elektronischen Medien, die seit 2008 entstanden sind. Vorschläge und Eigenbewerbungen sind bis zum 31. Juli 2010 erbeten. Weitere Informationen zur Bewerbung erteilt der Verein Deutscher Ingenieure e.V., Bereich Technikgeschichte, unter der E-Mailadresse tub@vdi.de.

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Richtlinie VDI 2801 Blatt 1 beschreibt das Berufsbild des Wertanalytikers bzw. Value-Managers. Sie macht die Anforderungen an den Wertanalytiker bewusst und beschreibt die notwendigen Kompetenzen und Aufgaben. Zudem werden die Rechte und Pflichten aller an einem Wertanalyse- bzw. Value-Management-Projekt Beteiligten beschrieben. Die Richtlinie bietet Hilfe und Orientierung für in der Praxis tätige Ingenieure, die sich als Value Manager bzw. Wertanalytiker qualifizieren möchten, Personalentwickler, die Weiterbildungskonzepte und Schulungsmaßnahmen für ihre Fach- und Führungskräfte erstellen und realisieren, Führungskräfte, die eigene Mitarbeiter für Wertanalyse-/Value Management-Aufgaben entwickeln und trainieren, sowie für Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen in diesem Sektor. Das Berufsbild eines Zuverlässigkeitsingenieurs wird in Richtlinie VDI 4002 Blatt 1 beschrieben. Sie definiert die grundlegenden Tätigkeiten, die primären Aufgaben im Projektablauf und ordnet diese den Produktlebensphasen zu. Zudem stellt sie die spezifischen Merkmale und Anforderungen an einen Zuverlässigkeitsingenieur dar. Die erhöhte Komplexität und Funktionalität technischer Produkte, verringerte Entwicklungskosten, kürzere Entwicklungszeiten und die gestiegenen Kundenanforderungen bezüglich Funktionsfähigkeit und Systemzuverlässigkeit erfordern zunehmend die Anwendung spezieller analytischer Zuverlässigkeitsmethoden. Dies ist zwangsläufig mit einer entsprechenden Fachkompetenz und Qualifikation verbunden. Die Richtlinie wurde vor dem Hintergrund fehlender definierter Anforderungen für die Qualifizierung zum Zuverlässigkeitsingenieur entwickelt. Auch der Kritik über die sehr unterschiedlichen Kenntnisstände auf den Gebieten der Sicherheits- und Zuverlässigkeitstechnik soll hiermit entgegengewirkt werden. Der Richtlinienentwurf 4002 Blatt 1 sowie die Richtlinie 2801 Blatt 1 und 2 sind beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich.

Die neue Richtlinie VDI/VDE 2180 Blatt 5 ‚Sicherung von Anlagen der Verfahrenstechnik mit Mitteln der Prozessleittechnik (PLT); Empfehlungen zur Umsetzung in die Praxis‘ beschreibt den sicheren Umgang mit Anlagen der Prozessindustrie (z.B. chemische und petrochemische Industrie), insbesondere wenn sie der Störfallverordnung unterliegen. Praxisgerechte Hilfestellung wird für Planung, Errichtung und Betrieb von PLT-Schutzeinrichtungen gegeben, wobei insbesondere auf die jeweiligen Anforderungen der Bereiche Sensorik, Aktorik und Logiksystem eingegangen wird. Grundlegende Betrachtungen zur Geräteauswahl für PLT-Schutzeinrichtungen, Maßnahmen gegen systematische und zufällige Fehler und zur Fehlertoleranz sowie der Betrieb von PLT-Schutzeinrichtungen als auch die betriebliche Umsetzung und Dokumentation werden vorgenommen. Beispiele und Checklisten geben dem Anwender Hinweise zur Umsetzung im Betrieb und dienen als Gedächtnisstützen und der Nachweisführung.

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