Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Plattformökonomie

Zukunftssicher auf dem
digitalen Marktplatz handeln

Um digitale Dienste wie Predictive Maintenance entstehen im Industrieumfeld gerade zahlreiche Marktplätze, die mit Millioneninvestitionen im Hintergrund um Anteile an dem Wachstumsmarkt ringen. Eine vom VDMA vorgestellte Studie ergab, dass dieses Handlungsfeld auch für den Maschinenbau eine große Chance sei.

Plattformökonomie | VDMA

Bild: TeDo Verlag GmbH

Am 9. Februar 2018 lud der VDMA seine Mitglieder in seine Verbandszentrale nach Frankfurt zur Informationsveranstaltung ‚Plattformökonomie: Muss der Maschinenbau sich neu erfinden?‘ Zum Auftakt stellte das Beratungsunternehmen Roland Berger eine von der Branchenvereinigung in Auftrag gegebene Studie vor, die das Potenzial einer digital-getriebenen Plattformökonomie für den Maschinen- und Anlagenbau untersuchte. Pressevertreter hatten vorab Gelegenheit, mit Hartmut Rauen, Stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, Professor Henning Kagermann, Acatech, sowie Dr. Michael Zollenkop und Martin Lüers von Roland Berger über die Veröffentlichung zu sprechen. Aktuell versuchen zahlreiche große und kleine Unternehmen, Anteile am Markt für digitale Dienstleistungen an sich zu binden. Die vorausschauende Instandhaltung gilt als Paradebeispiel, wie Maschinenbetreiber und die Hersteller der Investitionsgüter gleichermaßen Nutzen aus der digitalen Plattform-Technologie ziehen können. Angesichts der steigenden Zahl an Berichten über erfolgreiche IoT-Installationen dürfte das Geschäft mit solchen Diensten gerade im Maschinenbau – mit seinem hohen Serviceanteil an der Wertschöpfung – weiter an Volumen zunehmen. In welcher Form ein Maschinenbauunternehmen auf diesem Markt agieren sollte, als Service-Anbieter, sogar als Plattformbetreiber oder lediglich als Nutzer von digitalen Services ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Auf die Frage, ob der industrielle Marktplatz analog zu der Entwicklung im B2C-Handel bald von wenigen Firmen beherrscht werden könnte, entwarnte Rauen: Davor schütze die hochspezialisierten Maschinenhersteller schon ihr Domänenwissen. Doch zwei Ratschläge sollten Firmen bei ihrem Engagement auf den digitalen Marktplätzen auf jeden beachten: Zum einen sollte eine Plattform-Strategie bis in die Geschäftsführung hinein auf Rückhalt stoßen und zum anderen ist es von zentraler Bedeutung, die Schnittstelle zu den eigenen Kunden niemals aus der Hand zu geben. (ppr)


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Automobilzulieferer Hirschmann Automotive muss Produktionsdaten bis zu 15 Jahre lang aufheben. Eigentlich lästig, doch mit dem Rollout einer IIoT-Plattform wird die Aufbewahrungspflicht zum Sprungbrett für Optimierungen. Denn einlaufende Maschinendaten ermöglichen Applikationen wie Echtzeit-Monitoring, datenbasierte Problembewältigung und sogar KI-Analysen.‣ weiterlesen

Wer Produktion und Logistik in einer Echtzeit-Visualisierung abbildet, kann niedrigschwellig in die digitale Transformation einsteigen und viel Papier aus dem Shopfloor bannen. Ergänzt um zentrale MES-Funktionen lassen sich solche Visualisierungssysteme zur Operational Excellence-Plattform ausprägen, die bei fortlaufenden Prozessoptimierungen unterstützt.‣ weiterlesen

Zum 1. Januar übernimmt Jörg Tewes den Posten des CEO bei Exasol. Er kommt von Amazon zum Analytics-Spezialisten.‣ weiterlesen

Industrielle Trends wie IIoT und Digitalisierung setzen immense Datenströme voraus. Doch im Gegensatz zur IT-Security für Büros müssen Fabrikbetreiber auf wesentlich mehr Stolpersteine achten, damit ihre Anlagen nicht schon einfachen Angriffen zum Opfer fallen.‣ weiterlesen

Ab und zu fehlte ein Schlüssel im Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung von Schwäbisch Gmünd. Beim letzten Mal gab das den Impuls, anstatt neue mechanische Zylinder in die rund 220 Türen des Komplexes einzubauen, die alte Technik durch das Bluesmart-System von Winkhaus zu ersetzen.‣ weiterlesen

Mit 100,5 Punkten hält sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im November stabil und liegt weiter im leicht über der neutralen Marke. Auf europäischer Ebene sank der Frühindikator allerdings erneut.‣ weiterlesen

In einer neuen Expertise des Forschungsbeirats Industrie 4.0 untersuchen das FIR an der RWTH Aachen und das Industrie 4.0 Maturity Center den Status-quo und die aktuellen Herausforderungen der deutschen Industrie bei der Nutzung und wirtschaftlichen Verwertung von industriellen Daten und geben Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Verbände, Politik und Wissenschaft.‣ weiterlesen