Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Proof of Concept

Abgesichert ins IoT investieren

Auf dem Weg ins Internet of Things (IoT) betreten mittelständische Unternehmer in der Regel Neuland. Zudem fehlen für geplante Geschäftsmodelle und benötigte IoT-Technologien häufig die erforderlichen Erfahrungen. Auf dem Markt verfügbare Proof-of-Concept-Pakete sollen diesen Firmen helfen, das Risiko von IoT-Projekten überschaubar zu halten.

Bild: Q-loud GmbH

Bild: Q-loud GmbH

IoT-basierte Geschäftsmodelle gehen in der Industrie vor allem mit der zunehmenden Verlagerung der Wertschöpfung von der Produkt- zur Servicewelt einher. Die Produkte im Mietmodell anzubieten, reicht jedoch nicht aus. Vielmehr müssen die ‚physischen‘ Geschäftsmodelle ins digital Vernetzte überführt werden. Das dürfte für die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen fast ausschließlich über ein Retrofitting ihrer Maschinen und Geräte sinnvoll sein. Denn trotz des digitalen Neustarts beginnen erfolgreiche IoT-Geschäftsmodelle nicht auf der grünen Wiese. Gleich ob bestehende Produktserien, Servicemodelle und nachgelagerte IT-Systeme: In jedem Fall existieren bestehende Komponenten, die in die gesamte Architektur der digitalen Transformation eingebunden werden müssen. So bedarf es für Condition Monitoring oder Maintenance-Szenarien natürlich auch der Integration der Maschinen und Geräte, die in der Vergangenheit entwickelt wurden und zunächst nicht für eine Vernetzung gedacht waren. Auch Asset-Tracking-Konzepte müssen mit der bestehenden Infrastruktur an Transportbetriebsmitteln oder nachgelagerten Warenwirtschaftssystemen funktionieren. Denn niemand dürfte den gesamten Fuhrpark austauschen, nur um noch etwas genauer sagen zu können, wo sich das Transportgut befindet oder welchen Status es gerade hat.

Neue Kompetenzen gefordert

Für alle Szenarien bedarf es einer immer größeren Vielzahl von unterschiedlichen Kompetenzen aus den Bereichen Hardware, Software und Betrieb. Inhouse stehen diese Ressourcen kaum zur Verfügung. Kompetenzen wie die Integration von IT und OT, Konnektivität oder die Verschlüsselung von Datenströmen sowie Aufbau und Betrieb von IoT-Cloudsystemen mit transaktionsbasiertem Preismodell waren bisher meist nicht erforderlich. Inzwischen bieten dafür zwar zahlreiche, spezialisierte Hersteller ausgereifte Hardware- und Software-Lösungen sowie den Anschluss an übergeordnete IoT-Plattformen an. Das wirtschaftliche Risiko wollen viele Unternehmenslenker aufgrund der fehlenden Erfahrungen dennoch nicht tragen. Denn IoT ist für Produkthersteller nicht nur neu. Erschwerend kommt hinzu, dass die technische Umsetzung der Projekte oft sehr komplex ist und für die Konnektivität (Datenvolumen, Netzabdeckung, IoT-Infrastruktur, Produktion der Komponenten) erst ein Konzept entwickelt werden muss. Folglich gibt es an Tag Eins eines IoT-Vorhabens auch keine verbindliche Kostenschätzung und Timeline für einen Rollout. Und nicht zuletzt ist es schwer, ohne konkrete Ergebnisse einen Management-Buy-In für die Produktion zu erhalten. Was den Verantwortlichen fehlt, ist ein Nachweis über die Erfolgsaussicht für ihren ganz konkreten Anwendungsfall – ein Beleg dafür, dass die Geschäftsidee als Ganzes funktioniert.

Kontrollierte Projektierung

Genau hier setzt der Ansatz eines Proof of Concepts (PoC) an. Er ist ein gängiges Werkzeug in IT-Projekten und der Betriebswirtschaft, um die Durchführbarkeit eines Vorhabens zu belegen. In IT-Projekten erbringt er z.B. in Kombination mit einem Prototyp den Nachweis für die Funktionalität von Schnittstellen. Im betriebswirtschaftlichen Kontext belegt er hingegen das wirtschaftliche Erfolgspotenzial einer Geschäftsidee. Mit Hilfe eines PoCs lassen sich die Kosten und Risiken einer Neuentwicklung bzw. eines Markteintritts kontrollieren und oft miniminieren. Im Kontext der digitalen Transformation lässt sich der Proof-of-Concept-Ansatz ebenfalls einsetzen. Besonders interessant könnten dabei PoC-Angebote zu einem Festpreis sein, die insbesondere von Full-Stack-IoT-Dienstleistern angeboten werden. Das sind Unternehmen, die alle erforderlichen Ressourcen für ein Projekt aus einer Hand anbieten. Die Pakete umfassen z.B. eine Anforderungsanalyse, den Bau eines Prototyps mit Konnektivität, die Erarbeitung eines Lastenhefts bzw. Spezifikation für die Serienfertigung, eine Kostenanalyse sowie eine Managementpräsentation als Grundlage für die Produktionsentscheidung. Die produzierenden Unternehmen erhalten dadurch kurzfristig eine Bestätigung der Umsetzbarkeit und der Akzeptanz des IoT-Geschäftsmodells im Markt und damit eine belastbarere Entscheidungsgrundlage. Und Ergebnisse schaffen mehr Investitionssicherheit, denn gerade im frühen Stadium von IoT-Projekten mit meist noch wenig detaillierten Vorstellungen besteht die Gefahr, sich mit Wünschen zu verzetteln oder früh Weichen falsch zu stellen. Umso wertvoller ist daher im Kontext der digitalen Transformation der Ansatz des Proof-of-Concepts, um mittelständischen Unternehmen die benötigte Investitionssicherheit zu verschaffen.


Festpreisangebote für einen Proof of Concept können in einem definierten Zeitrahmen beinhalten:
  • eine Anforderungsanalyse,
  • einen Prototyp,
  • Konnektivität,
  • eine Machbarkeitsstudie,
  • einen Zeit- und Kostenplan,
  • die Spezifikation für das Serienprodukt sowie
  • eine Managementpräsentation.


Das könnte Sie auch interessieren:

In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Resilienz von IT-Lösungen ein grundlegender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens ist. Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und gleichzeitig den Betrieb weiterhin erfolgreich aufrecht zu erhalten, waren ERP-Lösungen notwendig, die Flexibilität und Agilität erlauben. Unternehmen, die während der COVID-19-Pandemie noch veraltete Systeme im Einsatz hatten, sahen sich dadurch enormen Nachteilen ausgesetzt.‣ weiterlesen

Holo-Light hat einen Augmented Reality-Arbeitsplatz für Ingenieure, Konstrukteure und Industriedesigner entwickelt. Anwender aus verschiedenen Fachabteilungen können so in der gleichen AR-Umgebung kooperieren.‣ weiterlesen

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine KI-gestützte, mobile App entwickelt, die anhand des Geräusches, das beim Husten entsteht, Covid19 diagnostiziern kann. Das Team um Juan Brian Subirana hat die Analysesoftware dafür mit zehntausenden Husten-Geräuschen von gesunden und infizierten Probanden trainiert.‣ weiterlesen

Das Corona-Virus war 2020 das bestimmende Thema, auch für den Maschinenbau. Hartmut Rauen ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim VDMA und schildert, wie die Maschinenbauer durch die Krise kommen.‣ weiterlesen

Drei Tochterunternehmen der Friedhelm Loh Group sind jetzt eins: German Edge Cloud, Iotos und Innovo Cloud. Die Kompetenzen der im IIoT-, Cloud- und Edge-Computing-Markt etablierten Unternehmen werden jetzt in der German Edge Cloud (GEC) vereint.‣ weiterlesen

Stabiler Umsatz, neue Fabriken, Geschäftseinheiten und Produkte – Leuze navigiert offenbar erfolgreich durch die aktuelle Krise. Auf der Jahrespressekonferenz am 20. Januar legte Geschäftsführer Ulrich Balbach dann auch ambitionierte Pläne offen: Im Kern sind dies weiteres Wachstum und – zumindest in Deutschland – Klimaneutralität.‣ weiterlesen

Recalo aus Laatzen ist auf Dienstleistungen im Bereich Asset- und Ladungsträger-Management spezialisiert. Vor allem beim Pooling von Mehrwegladungsträgern richtet sich der Anbieter mit einem sehr individualisierbaren Angebot an Fertigungsunternehmen.‣ weiterlesen

Lieferkettenschwierigkeiten verursachen rund 20 Prozent der Kosten von Fertigungsunternehmen, errechnen Fachleute. Robotergestützte Prozessautomatisierung kann viele der Stolpersteine aus dem Weg räumen, die zu diesen Ausgaben führen. Denn sie machen keine Fehler, halten sich an Regeln und arbeiten pausenlos - im Büro, Lieferantenmanagement und bei der Prozessoptimierung.‣ weiterlesen

Stimmen die Artikeldaten? Sind die Stammdaten genau und rechtskonform? Diese Fragen entscheiden über die Qualität fundamentaler Datenquellen. Wenn sich Fehler in die Stammdaten eingeschlichen haben, wirken sie womöglich quer durch alle Datenbanken und Prozesse hindurch. Diese und weitere Stolpersteine fasst folgende Checkliste zusammen.‣ weiterlesen

Viele neue Produkte und Geschäftsmodelle erfahren heutzutage Geburtshilfe durch Simulation. Mit digitalen Zwillingen verschmelzen Grenzen zwischen simulierten und realen Produktwelten. Entwicklung und Fertigung lassen sich so deutlich effizienter organisieren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige