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Generative Fertigung

Genau nach Bedarf gedruckt

Mit einer On-Demand-Fertigung, also der Fertigung auf Abruf, lassen sich nicht nur individuelle Prototypen herstellen. Es lohnt mittlerweile häufig, kundenspezifische Teile für den Endgebrauch in Kleinserien beim 3D-Druckdienstleister fertigen zu lassen.

On-Demand-Fertigung - Genau nach Bedarf gedruckt

Bild: Proto Labs Limited

Eine On-Demand-Produktion entsteht in der Regel in Märkten, in denen die Produktion nicht mehr über Beschaffung reguliert werden soll, sondern über den tatsächlichen Bedarf ab Losgröße 1. Von der Grundidee der Industrie 4.0 ist das nicht mehr weit weg. Auch diese Vision lässt sich als eine Art der On-Demand-Fertigung betrachten, bei der ein Produkt individuell durch den Fertigungsprozess geschleust wird. Ermöglichen sollen das eine Automatisierung von Prozessen und ein ungehinderter Datenaustausch bis hin zur digital abgebildeten Lieferkette. Der Vorteil des Ansatzes ist, dass Produkte nur dann entstehen, wenn sie benötigt werden und dann in genau passender Stückzahl. In solchen Szenarien könnte die additive Fertigung glänzen. Unternehmen können so beispielsweise auf Knopfdruck einzelne Ersatzteile oder Kleinserien bei ihrem Dienstleister bestellen und dadurch unter anderem Lagerhaltungskosten reduzieren und die Lieferkette verkürzen. Das bedeutet geringe Vorratshaltung und löst das Problem der programmierten Obsoleszenz, da nicht mehr hergestellte bzw. in Serie produzierte Teile einfach mit entsprechender CAD-Datei nachproduziert werden können.

Teile online bestellen

Lieferketten wie diese werden heute bereits mit Online-Angebotssystemen umgesetzt. Nach dem Upload einer CAD-Datei findet eine automatische Machbarkeitsanalyse statt, die die Daten prüft und gegebenenfalls auf Probleme hinweist und Tipps zur Verbesserung gibt. Direkt im Anschluss wird eine Kostenübersicht erstellt, welche dem Anwender einen Überblick über seinen Produktionsauftrag gibt. Die automatisierten Vorgänge sind entweder auf die Produktion von Serienteilen oder den Prototypenbau zugeschnitten und erlauben es dem Dienstleister, Lieferzeiten von wenigen Tagen anzubieten. Die gewünschten Produktions- und Lieferzeiten skalieren automatisiert nach der Dringlichkeit des Projektes. Solche auf Automatisierung, Robotik und Internettechnologie basierenden Fertigungsprozesse öffnen dem Nutzer dieser Services Spielraum für Geschäftsmodelle in Richtung Servitization und Build-to-Order.

Individualität ab Losgröße

Die Entwicklung spiegelt den Kundenwunsch nach individuellen Produkten wider, die dazu möglichst schnell verfügbar sein sollen. Hier kann die additive Fertigung hervorragend ergänzen. Für die traditionelle Wertschöpfungskette – von der Fabrik zum Großhändler, vom Großhändler zum Einzelhändler und vom Einzelhändler zum Verbraucher – bedeutet das, dass sie sich künftig in weiten Teilen durch digitale Prozesse umgehen ließe. In diesem Szenario bestellen Kunden ihre Produkte direkt mit Online-Tools und interagieren dabei zur Auftragsannahme mit den webbasierten ERP-Systemen der Hersteller.

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