Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Kommunikation im IoT

IoT zwischen ERP und Maschine

Das Blechbearbeitungsunternehmen HA-BE hat die bislang extern durchgeführte Pulverbeschichtung mit einer neuen Anlage in den eigenen Produktionsprozess integriert. Als Drehscheibe fungiert dabei die Sphinx Open Online-Plattform der In-GmbH, mit der die Kommunikation zwischen Produktion und Ressourcenplanung sichergestellt wird.

Darstellung zur Überprüfung der eingepflegten Stammdaten. Neben der Anzeige der Produktparameter kann direkt überprüft werden, ob Anweisungen für die Werkerunterstützung für dieses Produkt verfügbar sind. (Bild: In-GmbH)

Darstellung zur Überprüfung der eingepflegten Stammdaten. Neben der Anzeige der Produktparameter kann direkt überprüft werden, ob Anweisungen für die Werkerunterstützung für dieses Produkt verfügbar sind. (Bild: In-GmbH)

Mit der Entscheidung für eine neue Pulverbeschichtungsanlage war dem Blechbearbeitungsunternehmen HA-BE auch klar, dass diese an die firmeneigenen IT-Systeme angebunden werden muss. Mit der Plattform Sphinx Open Online der In-GmbH gelang der Firma der Brückenschlag zwischen bestehender Warenwirtschaft – zum Einsatz kommt das ERP-System von ProAlpha – und neuer Maschinensoftware.

Keine doppelten Eingaben

Eine Anforderung war es, Daten, die für mehrere Prozesse benötigt werden, nur einmal einzugeben, damit diese digital verarbeitet werden können. Ein Ziel war daher die direkte Kommunikation zwischen der neuen Anlage und dem Business-System. Zudem wünschte sich der Metallbearbeiter mehr Transparenz für den Werker an der Maschine, denn die komplexe Pulverbeschichtung erfordert die Eingabe von vielen teilespezifischen Parametern. Dazu zählen die Verweilzeiten im Trocknungs- und Härteofen, Beschichtungsfarben oder Laufgeschwindigkeiten. Von manuellen Eingabeprozessen und papierbasierten Arbeitsanweisungen wollte sich das Unternehmen befreien. Nach Implementierung der Lösung muss der Werker lediglich die Rückmeldenummer des Produktionsauftrages eingeben und die ERP-Daten erscheinen auf dem Monitor. Pro Tag werden rund 100 unterschiedliche Warenträger durch die Pulverbeschichtung geschleust. Durch das neue System liegt die Zeitersparnis für die Parametrierung bei etwa einer Minute, also insgesamt 100 Minuten Arbeitszeit pro Tag. Zudem tendiert die Fehlerwahrscheinlichkeit durch falsche Eingaben gegen Null. Ändert sich die Arbeitsanweisung für ein Produkt, kann diese geöffnet, bearbeitet und wieder abgespeichert werden. Sie ist somit für die nächste Produktionscharge wieder aktuell. Den Mitarbeitern bieten die neue Visualisierung auch mehr Möglichkeiten als die relativ kleinen Displays der Maschine.

Weiterer Einsatz geplant

Bei dem Produzenten gibt es bereits Ideen für weitere Projekte. „Wir planen einen elektronischen Rüstplan für die Werker, der zusätzlich die Stanz- und Biegemaschinen umfasst. Außerdem ein Shopfloor-Management zur Optimierung der Maschinenauslastung. Auch interessant ist die Überlastkontrolle für unser Blockheizkraftwerk mit angeschlossenem Pelletkessel. Weitere Überlegungen sind geografischer Natur. So können wir die neue Schnittstelle auch für unsere Anlage in China verwenden. Allerdings mit anderen Parametern, weil wir dort eine andere Pulverbeschichtungsanlage betreiben“, sagt Björn Stieteneoth, CIO bei HA-BE. Auch die Niederlassung in Nordamerika denkt bereits über den Einsatz von IoT-Technik nach. Das die gewählte Plattform wieder Sphinx Open Online heißen wird, braucht dabei nicht weiter diskutiert werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Parametrierung von Anlagen ist zeitintensiv und erfordert Fachwissen - und findet demnach nur statt, wenn es nicht anders geht. Doch Datenanalyse und Algorithmen können künftig helfen, Produktionsanlagen und eingesetzten Ressourcen stets das Bestmögliche zu entlocken.‣ weiterlesen

Verbraucher können Massenprodukte wie Schuhe und Autos längst nach individuellen Wünschen gestalten. Auch im Industriebereich erwarten Kunden immer individuellere Lösungen zum Preis von Serienprodukten - obwohl Komplexität und Kosten beim Hersteller steigen. Softwaregestützte Variantenkonfiguration adressiert diese Effekte.‣ weiterlesen

PSI Automotive & Industry hat Details zum neuen Release 9.4 des ERP-Systems Psipenta bekanntgegeben. Überarbeitet wurden demnach zum Beispiel die Unterstützung bei der Exportabwicklung, die Textverwaltung, die Standardberichte im Client sowie Mehrsprachenbelege.‣ weiterlesen

Viele Unternehmen rollen Funktionalität im IIoT als Microservice aus. Dazu erstellen IT-Teams kleine Software-Container, die oft mit Kubernetes verwaltet werden. Das könnte künftig häufiger mit Bare Metal Kubernetes erfolgen.‣ weiterlesen

Angesichts komplexer werdender Prozesse und dem Wunsch nach niedrigen Durchlaufzeiten parallelisieren Unternehmen Entwicklungsabäufe per virtuellen Inbetriebnahme.‣ weiterlesen

Wollen Hersteller mehrere Werke mit einer vergleichbaren MOM/MES-Infrastruktur versorgen, steigen die Projektrisiken deutlich. Klare Zielvorgaben, offene Kommunikation und ein Exzellenzzentrum helfen, die Risiken zu bewältigen - und instanziierbare MOM-Templates zu entwickeln, die trotzdem individuelle Anforderungen berücksichtigen.‣ weiterlesen

Die Stimmung in den Unternehmen hat sich im Mai etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 93 Punkte. Trotz Inflationssorgen, Materialengpässen und Ukraine-Krieg erweise sich die deutsche Wirtschaft als robust, so Ifo-Präsident Clemens Fuest.‣ weiterlesen

Aptean DACH hat zwei neue Partner im Boot: den KI-Spezialisten Prodaso sowie das IT-Systemhaus Acomm.‣ weiterlesen

Im Gegensatz zur klassischen Produktions-IT bieten Cloud-Systeme höhere Rechen- und Speicherkapazitäten. Für Anwendungen mit deterministischen Anforderungen gelten diese Infrastrukturen aber als ungeeignet. Dabei können viele Hürden mit der richtigen Konfiguration und der Nutzung von TSN überwunden werden.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige