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Internet of Things

Im Plattformdschungel den Überblick behalten

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 (Bild: ©zapp2photo_Fotolia_165294159_XL)

(Bild: ©zapp2photo/Fotolia.com)

Die perfekte Lösung gibt es nicht

Zuletzt sollte der Umstand akzeptiert werden, dass wohl keines der Plattform-Angebote für eine spezifische Lösungsidee von sich aus perfekt ist. In der Praxis hat es sich daher bewährt, für die IoT-Plattformauswahl einen fachübergreifenden Kriterien-Katalog und entsprechende Kriteriengewichte festzulegen. Anbieter unterscheiden sich unter anderem im Funktionsumfang, in den unterstützten Connectivity-Technologien, bei der Skalierbarkeit und Elastizität im Betrieb, bei der Leistungsfähigkeit des Partner-Ökosystems und nicht zuletzt bei der Preisgestaltung. Hinzu kommt, dass die Marketingmaterialien der Anbieter dem Entwicklungsstand der Plattformen oft weit voraus sind. Bei der Auswahl empfiehlt sich daher eine sorgfältige Anforderungsanalyse und -gewichtung, mit anschließendem Fähigkeitsnachweis im Proof-of-Concept. Ein entsprechender Kriterienkatalog kann dabei bis zu 80 kritische Parametern umfassen. Dieser Vorab-Invest macht sich jedoch in der Regel bezahlt, da frühzeitig die Kompromisse und Trade-Offs der jeweiligen Angebote sichtbar werden.

Vendoren gegeneinander bewerten

Die strategische Bedeutung sowie die unterschiedlichen Einsatzszenarien und deren spezifische Anforderungen erfordern ein individuelles Vorgehen beim Weg zur vernetzten Lösung. Insbesondere die Auswahl der passenden IoT-Plattform sollte dabei – möglichst funktionsübergreifend – in die gesamte IoT-Strategie eingebettet sein. Als Best Practice hat sich das folgende Vorgehen bewährt: Im ersten Schritt wird ein Zielbild für den IoT-Marktangang festgelegt und funktionsübergreifend eine Use Case Roadmap erarbeitet und die angedachte Fertigungstiefe festgelegt. Darauf aufbauend werden Kriterien für die Vendorenauswahl festgelegt. In Schritt zwei wird eine Plattform-Vorauswahl getroffen; sodann werden Auswahlkriterien gewichtet, wiederum funktionsübergreifend, und IoT-Lösungsszenarien erstellt. Letztere werden in Schritt drei je infrage kommende Plattform konkretisiert. Schließlich erfolgt die finale, funktionsübergreifende Bewertung der Plattformen aus der Shortlist entlang der zuvor erarbeiteten Auswahlkriterien. Die gesamte Vorgehensweise wird durch ein integriertes Toolset unterstützt. Dazu gehören etwa ein standardisierter Diagnose-Fragebogen, mit dem die angestrebte vernetzte Lösung erfasst wird. Ebenfalls enthalten ist eine methodische Vorgehensweise (‚Industrial Design Thinking‘) zur raschen Konkretisierung der angestrebten Lösung sowohl in kaufmännischer als auch in technischer Hinsicht. Zu guter Letzt kommt auch ein umfassender Kriterien-Katalog zum Einsatz, mit dem Lösungsangebote von Vendoren systematisch gegeneinander bewertet werden können.

In drei Schritten zur Entscheidung

Der Weg zur vernetzten Lösung führt zwangsläufig über die Nutzung von Plattformangeboten. Mit einer bewährten Methodik kommt man als Unternehmen in drei Schritten zum geeigneten Anbieter. Diese Schritte zeichnen sich durch die Einbettung der Auswahlentscheidung in die gesamte IoT-Strategie sowie durch die Mitarbeit aller Funktionen aus. Damit können Unternehmen in kurz getakteten Projektphasen ihre Anforderungen an eine vernetzte Lösung formulieren und mit den passenden Anbietern die Umsetzung starten.


Laurenz Kirchner ist Managing Partner bei mm1 Consulting & Management.

Tiemo von Hinckeldey ist Senior Consultant bei mm1 Consulting & Management.


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