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Edge Computing mit Oncite

Produktionsdaten ausgeben, datensouverän bleiben

Sieht aus wie ein PC, ist aber eine All-in-One-Edge-Computing-Appliance. (Bild: Rittal GmbH & Co. KG)

Sieht aus wie ein PC, ist aber eine All-in-One-Edge-Computing-Appliance. (Bild: Rittal GmbH & Co. KG)

Als Zielgruppe wurden insbesondere Automobilzulieferer in den Blick genommen. Warum sollten gerade jene Firmen Edge Computing betreiben?

Ritz: VW schafft derzeit mit der Industrial Cloud/Digital Production Platform (DPP) und BMW mit der Open Manufacturing Platform die Basis für einen Supply-Chain-übergreifenden Datenaustausch von Produktionsdaten von über 100.000 Fabriken. Ziel ist die Produktivitätssteigerung von bis zu 30 Prozent für die gesamte Lieferkette. Zulieferer müssen ihre Daten künftig an die neuen digitalen Produktionsplattformen der Automobilhersteller übertragen. Oncite ermöglicht, dass die Zulieferer erstens die Vorgaben der Traceability ihrer Produktion überhaupt erfüllen können und zweitens bei der geforderten Bereitstellung der Daten die Souveränität über ihre Daten nicht verlieren.

Welche Anforderungen muss die werksnahe IT-Infrastruktur eines Produzenten erfüllen, damit er zügig und wirtschaftlich sinnvoll in das Edge Computing mit Oncite einsteigen kann?

Ritz: Das richtet sich nach den gewünschten Einsatzzwecken beziehungsweise Ergebnissen, die erreicht werden sollen. Der Kunde kann Oncite z.B. einsetzen, um einen digitalen Zwilling der Produktion abzubilden und diesen dann zu Analyse- und Optimierungszwecken nutzen. Oncite eignet sich aber auch für ganz spezielle isolierte Vorgänge, um kurzfristig einzelne Prozesse zu analysieren. Wie umfänglich das Ergebnis ist, richtet sich immer nach der Datenverfügbarkeit eines Produktionsprozesses. Generell lässt sich sagen, dass die Oncite nach dem Plug and Produce-Prinzip funktioniert und sofort einsetzbar ist.

Wie beantworten Sie die Frage nach der Datenhoheit, wenn die Edge-Computing-Infrastruktur quasi am Manufacturing Execution System vorbei mit Maschinendaten hantiert? Lassen sich MES-Funktionen über Oncite ausrollen?

Ritz: Grundsätzlich nutzen wir mit Oncite immer alle vorhandenen Legacy-Systeme. Daher können wir so schnell Ergebnisse erzielen. Sollten solche Systeme nicht im Einsatz sein, kann Oncite mit ihren Microservices einen wichtigen Teil der MES-Funktionalitäten erbringen, um eine durchgängige Nachverfolgbarkeit (Traceability) zu erreichen.

Wie sieht die Roadmap für das Produkt aus?

Ritz: Wir werden das Portfolio der Applikationen weiter ausbauen. Oncite ist zudem nicht nur für die deutsche Industriewelt interessant, sondern auch für andere Branchen, deren immense Datenmengen sicher bewahrt, selektiert und wertschöpfend verarbeitet werden müssen. Einsatzgebiete sind beispielsweise im Gesundheitsbereich, Bankensektor und Handel. Wir arbeiten sukzessive an der Weiterentwicklung der Lösung für neue Einsatzbereiche.


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