Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Condition Monitoring

Mehrwert für Anlagenbetreiber

Mixaco stellt Industriemischer für Chemikalien, Farben und Kunststoffe her. Jetzt hat die Firma ihr Angebot um eine IoT-Lösung erweitert, mit der Anlagenbetreiber die Leistung ihrer Maschinen online überwachen und sie vorausschauend warten können. In Verbindung mit anderen Bausteinen der IoT-Plattform sind aber noch viel mehr Anwendungen möglich.

 (Bild: Mixaco Maschinenbau)

(Bild: Mixaco Maschinenbau)

Das Unternehmen Mixaco Maschinenbau gilt als Hidden Champion und verkauft seine Industriemischer an Kunden auf der ganzen Welt. Die Mischer stehen bei der Herstellung von Polymeren oder Pulverlacken am Anfang der Prozesskette, gleich hinter den Silos mit den zu mischenden Granulaten, Pulvern, Pigmenten und Additiven. Wenn sie stillstehen, steht die ganze Produktionsanlage. Daher erwarten die Großkunden von Mixaco eine hohe Ausfallsicherheit. Das Unternehmen baut sein Angebot kontinuierlich aus, um neue Märkte wie die Lebensmittelindustrie zu adressieren und den Betreibern der Anlagen flexiblere Abläufe zu ermöglichen. Diese müssen heute im ständigen Wechsel immer kleinere Mengen von Produkten mischen und herstellen können. „Das geht nicht, wenn jeder Auftragswechsel drei bis vier Stunden Reinigungszeit erfordert“, schildert Geschäftsführer Matthias Tölle. „Wir haben deshalb einen neuen Containermischer mit sehr glatten und ebenen Oberflächen entwickelt, der die Reinigung erleichtert und dadurch die Verfügbarkeit erhöht.“ Industriemischer haben Lebenszyklen von bis zu 40 Jahren, was eine konsequente Wartung voraussetzt. Ein guter und schneller Service sei immer schon eine der Stärken von Mixaco gewesen, sagt Vertriebsmitarbeiter Guido Brand. „Wir beraten die Kunden auch verfahrenstechnisch und bieten ihnen die Möglichkeit, in unserem Testcenter Mischversuche durchzuführen.“ Mit seiner neuen webbasierten IoT-Plattform, dem Mixaco Control Center, will der Maschinenbauer vor allem die Reaktionszeiten im Service verkürzen und so seinen Kunden einen Mehrwert bieten. „Das Mixaco Control Center ist ein Unterscheidungsmerkmal zum Wettbewerb“, sagt Tölle. „Mit dieser Plattform können Unternehmen, die unsere Mischer kaufen, deren Verfügbarkeit erhöhen. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder steht für uns erst an zweiter Stelle.“

Low-Code-Prinzip

Bei der Systemauswahl entschloss sich der Maschinenbauer für Elements for IoT von Contact Software. Die anderen Plattformen seien nicht flexibel genug gewesen oder hätten individuell entwickelt werden müssen – Elements for IoT hingegen stelle wegen seines ‚Low-Code‘-Prinzips 90 Prozent der gewünschten Funktionen im Standard bereit, sagt Tölle: „Entscheidend war, dass Contact Software uns in einem Proof-of-Concept nach nur zwei Wochen gezeigt hat, dass sie unsere Maschinen ins Netz bekommen und unsere Informationen auswerten können.“

Verschlüsselte Übertragung

Die IoT-Plattform wird von T-Systems gehostet. Dort laufen die Betriebsdaten der Maschinen zusammen, werden dann ausgewertet und visualisiert. Für die Anbindung der Mischer und die Datenübertragung in die Telekom-Cloud nutzt Contact Software die Edge-Gateway-Infrastruktur von Eurotech, die den Zugang zu jeder Maschine individuell absichert. Die Maschinendaten werden verschlüsselt an die IoT-Plattform übertragen und in einem geschützten Bereich der Datenbank gespeichert, der nur für den jeweiligen Kunden nach Autorisierung zugänglich ist – oder eben für Mixaco, wenn der Kunde dazu die Berechtigung erteilt. „Die Lösung bietet unseren Kunden ein Maximum an Sicherheit und ist trotzdem sehr einfach und komfortabel zu bedienen“, betont Tölle. Die Mischer müssen nicht mit zusätzlicher Sensorik ausgestattet werden, um sie IoT-fähig zu machen. Maschinenparameter wie Drehzahl, Leistungsaufnahme, Temperatur etc. werden ohnehin von der SPS-Steuerung erfasst; sie wurden bislang nur nicht konsequent angezapft. Tölle schließt nicht aus, dass künftig weitere Sensoren, etwa für die optische Überwachung der Mischvorgänge, hinzukommen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Automatisierungstreff in Böblingen widmet sich vom 24. bis zum 26. März mit seinem Workshopangebot und dem Marktplatz Industrie 4.0 der digitalen Transformation.‣ weiterlesen

Mit einer Beteiligung in Höhe von etwa 28 Prozent steigt die Hörmann Gruppe, u.a. Spezialist für Tore und Zutrittskontrollsysteme, beim IT-Consulter Orbis ein.‣ weiterlesen

Beim neuen Automatisierungssystem ctrlX Automation will Bosch Rexroth klassische Grenzen zwischen Steuerungstopologien, Antriebstechnik und IT aufheben: Steuerungsseitig kommt ein einziges CPU-Modul zum Einsatz, das erst in den verschiedenen Komponenten seine spezifische Funktionalität erhält - über das Software-Ökosystem. Dieses ist offen ausgelegt und stellt Features als Apps bereit. Was Anwender davon haben? Steffen Winkler von Bosch Rexroth hat es unserer Schwesterzeitschrift SPS-MAGAZIN erzählt.‣ weiterlesen

Microlauncher sind eine Alternative zu herkömmlichen Trägerraketen. Die mittelgroßen Transportsysteme können Nutzlasten bis 350kg befördern und sollen künftig kleine Satelliten in den Weltraum bringen. Forscher am Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS haben gemeinsam mit Raumfahrtexperten der TU Dresden ein additiv gefertigtes Raketentriebwerk mit Aerospike-Düse für Microlauncher entwickelt. Der skalierte Prototyp aus Metall soll 30 Prozent weniger Treibstoff als konventionelle Triebwerke verbrauchen.‣ weiterlesen

Der Spezialist für Nicht-Eisen-Metall-Walzwerkanlagen und Folienschneidmaschinen Achenbach Buschhütten fertigt im westfälischen Kreuztal. Von dort aus werden die zerlegten Sondermaschinen in die ganze Welt verschickt und beim Kunden final montiert. Die Prozessmanagement-Software Coman hilft bei der Arbeit vor Ort.‣ weiterlesen

Zum 1. März wird Steffen Bersch CEO der SSI Schäfer Gruppe. Bersch hatte erst zu Beginn des Jahres die Leitung von vier Geschäftsbereichen beim Maschinenbauer GEA übernommen.‣ weiterlesen

Trendthemen wie künstliche Intelligenz oder Nachhaltigkeit haben Auswirkungen auf die gesamte Supply Chain. Auf der diesjährigen Logimat, die vom 10. bis zum 12. März in Stuttgart stattfindet, zeigen mehr als 1.650 Aussteller, wo die Reise in der Intralogistik in den nächsten Jahren hingehen könnte.‣ weiterlesen

Mehr als 40 Referenten geben am 14. und 15. Mai auf der 21. Jahrestagung Production Systems Einblicke in Digitalisierungsprojekte.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige