Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Industrielle Robotik

Dein Helfer, das Exoskelett

Auf der Automatica 2018 gab es eine ganze Reihe Neuheiten auf dem Feld der industriellen Robotik anzuschauen. Mit seinem neuen Exoskelett Mate konnte Hersteller Comau dennoch Aufmerksamkeit erregen. Das Assistenzsystem soll dazu beitragen, die Arbeitsqualität zu verbessern, indem es die Bewegungen vor allem bei repetitiven Aufgaben unterstützt.

Exoskelett Mate vom Hersteller Comau

Bild: Comau Deutschland GmbH

Exoskelette dienen dazu, den Menschen bei körperlich anstrengender Arbeit zu unterstützen – beispielsweise beim anheben schwerer Werkstücke. Im Rahmen der Automatica hat Comau mit dem Mate seinen Exoskelett-Ansatz präsentiert. Dieser ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Comau, Össur, einem Spezialisten im Bereich der nicht-invasiven Orthopädie, und IUVO, einem auf Wearable-Technologien spezialisierten Spin-off-Unternehmen des BioRobotics Institute.

Ohne Batterien

Das System bietet Haltungsunterstützung, ohne dabei Batterien, Motoren oder andere störanfällige Vorrichtungen zu benötigen. Um dies zu ermöglichen wird auf einen passiven Federmechanismus zurückgegriffen. Durch das Exoskellet ist es unter anderem möglich, Schulterbewegungen vollständig nachzubilden. So soll beispielsweise die Belastung für Teile der Schultermuskulatur um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Benutzer könnten somit Arbeiten ermüdungsfreier erledigen. Durch die Gleichmäßige, ergonomische Bewegungsunterstützung können zudem Qualität und Präzision repetitiver Tätigkeiten verbessert werden.

Wachsender Markt

„Mate wurde in enger Zusammenarbeit mit Fabrikarbeitern entwickelt und ist daher eine Antwort auf deren spezielle Bedürfnisse. Mit unserem Exoskelett können sie dieselben Aufgaben erledigen, aber mit weit weniger Kraftaufwand“, sagt Tobias Daniel, Vice President Robotics and Automation Products Global Sales & Marketing von Comau. Für Comau sei dies zudem eine Gelegenheit, einen globalen Markt zu erreichen, der laut der International Federation of Robotics (IFR) von 2015 bis 2017 um mehr als 60 Prozent gewachsen ist und bis zum Jahr 2020 um schätzungsweise 25 Prozent pro Jahr weiter anwachsen könnte. Rund ein Drittel davon, so Daniel, könnten Exoskelett-Anwendungen im Industriesektor ausmachen. Mate ist ein Bestandteil der Humanufacturing-Strategie von Comau. Dahinter steckt ein Konzept, bei dem Menschen die Hauptakteure in der intelligenten Fabrik zusammen mit digitalen Werkzeugen, Basistechnologien und intelligenter Industrierobotik im Rahmen eines vernetzten Produktionssystems sind. Es ist auch das erste aus einer Reihe von tragbaren Robotik-Konzepten, das im Rahmen der Partnerschaft der drei Unternehmen entwickelt und vertrieben wird. Ziel dieser Kooperation ist es, die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in unterschiedlichen Sektoren voranzubringen – einschließlich Biomedizin, Produktion und im Verbraucherbereich.

3D-Modell vom Exoskelett Mate des Herstellers Comau

Bild: Comau Deutschland GmbH


Das könnte Sie auch interessieren:

Teile auf die Schnelle beim Dienstleister zu drucken, klingt zunächst nach einer Erleichterung. Doch das Knowhow in diesen Bauteilen muss geschützt sein. Damit beschäftigt sich das Forschungsprojekt ProCloud3D, an dem auch der Verschlüsselungsspezialist Wibu-Systems beteiligt ist.‣ weiterlesen

Hotellobbys, Produktionshallen oder Tiefkühlzonen von Lagerhäusern - überall dort reduzieren Luftschottanlagen den Wärme- und Stoffaustausch zwischen verschiedenen Bereichen. Arwus aus Chemnitz produziert diese Anlagen nach Kundenanforderung - und bringt mit ERP-Software von Delta Barth Transparenz in die Abläufe.‣ weiterlesen

Bei HeidelbergCement in Ennigerloh entsteht aus Rohmaterial Zementklinker, der dann zu Zement vermahlen wird. Nachdem die Leitstand zur Überwachung in die Jahre gekommen war, entschieden sich die Verantwortlichen für eine Neugestaltung. Jungmann Systemtechnik errichtete den Kontrollraum mit zwei ergonomischen Arbeitsplätzen und flexibel einsetzbarer Technik.‣ weiterlesen

Cyberangriffe nehmen zu – in Anzahl und auch Heftigkeit. Die Konsequenzen sind vielfältig und können im schlimmsten Fall sogar existenzbedrohend sein. Laut einer Untersuchung von Techconsult sehen sich jedoch lediglich 40 Prozent der DACH-Unternehmen gut gegen Cyberangriffe gerüstet.‣ weiterlesen

Mit Simulationssoftware können Hersteller und Systemintegratoren oft vielfältiges Optimierungspotenzial im Automatisierungssystem aufspüren - entlang ihrer gesamten Lebenszyklen. Die Tools helfen bei der Auslegung der Systeme, beschleunigen die Implementierung und unterstützen im laufenden Betrieb bei Verbesserungen sowie Umbauten.‣ weiterlesen

Mit einem kostenfreien Leisten-Konfigurator und einem 3D-Druck-Service verkürzt Protiq die Vorlaufzeit für die Maßanfertigung orthopädischer Schuhe auf wenige Tage. Dieser Anwendungsfall ließe sich leicht auf andere industrielle und handwerkliche Bereiche übertragen.‣ weiterlesen

Die HTC-Tochter G-Reigns kooperiert mit dem Netzwerkspezialisten Iconec. Im Fokus der Partnerschaft steht die Nutzung privater 5G-Netze bzw. deren Demonstration.‣ weiterlesen

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer einen Auftragsrückgang von 9 Prozent. Im ersten Halbjahr bleibt jedoch unterm Strich ein Auftragsplus.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige