Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Analysewerkzeuge für die Big-Data-Welt

KI und maschinelles Lernen für die Produktion

Mit der Inititative ‚Industrie 4.0‘ versuchen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft seit 2012, die hiesigen industriellen Wertschöpfungsnetzwerke wettbewerbs- und zukunftsfähig zu erhalten. KI und Machine Learning spielen dabei eine immer wichtigere Rolle.

‘Made in Germany’ steht seit Jahrzehnten für die Qualität deutscher Ingenieursleistungen. Allerdings stehen das produzierende Gewerbe und seine Ingenieure zunehmend im internationalen Wettbewerb – mit dem bekannten Druck auf Kosten, Zeit und Qualität. Das Strategieprogramm Industrie 4.0 setzt hier an. (Bild: ©xiaoliangge/stock.adobe.com)

‘Made in Germany’ steht seit Jahrzehnten für die Qualität deutscher Ingenieursleistungen. Allerdings stehen das produzierende Gewerbe und seine Ingenieure zunehmend im internationalen Wettbewerb – mit dem bekannten Druck auf Kosten, Zeit und Qualität. Das Strategieprogramm Industrie 4.0 setzt hier an. (Bild: ©xiaoliangge/stock.adobe.com)

Bei Industrie 4.0 geht es um die die durchgängige Vernetzung und Durchdringung aller Komponenten der Fabrik sowie kompletter Wertschöpfungsketten mit Sensorik, eingebetteten Systemen und Kommunikationstechnik – sogenannte cyberphysischen Systeme. Dadurch fallen große Mengen an Daten an, die wiederum die Grundlage für moderne Analyse- und Auswerteverfahren sind, die heute als künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet werden. Heute geht man allgemein davon aus, dass KI eine Schlüsseltechnologie ist, mit der Anwender in allen Stufen der Wertschöpfung hohe Verbesserungspotenziale ausschöpfen können. Aktuelle Studien attestieren Deutschland zwar eine gute Position in der KI-Forschung, den USA aber eine wesentlich höhere Wettbewerbsfähigkeit in den KI-Anwendungen. China investiert massiv in künstliche Intelligenz, sodass chinesische Unternehmen in wenigen Jahren auf den deutschen Markt für KI-Anwendungen in der Produktion drängen werden. Darum ist es richtig, dass die Bundesregierung in ihrer KI-Strategie das Ziel formuliert, Deutschland und Europa zu einem führenden KI-Standort zu machen [2]. Die GAIA-X-Initiative als Netzwerk von Cloudplattformen und Diensten, z.B. Industrial Data Analytics unterstreichen diesen Anspruch. Die Industrielle Produktion ist dabei eines der wichtigsten Anwendungsfelder. In Demo-Fabriken und anhand konkreter Anwendungsfälle aus der industriellen Fertigung arbeitet auch das Fraunhofer IOSB an KI-Methoden und -Werkzeugen.

Ressource Kontextwissen

In der Produktion sind Daten immer im Kontext des Produkts oder der Prozesse zu interpretieren – dann sind sie wertvolle Ressourcen, um den Wertschöpfungsprozess zu verbessern oder neue Geschäftsmodelle zu entwickeln [3]. Das heißt auch, dass jeder Anwendungsfall seine spezifischen Daten erfordert. Datengestützte Werkzeuge können aber nur dann Mehrwert liefern, wenn die relevanten Aspekte von den erhobenen Daten abgedeckt werden. Daher ist es wichtig, die richtigen bzw. qualitativ hochwertige Daten aufzunehmen. Eine Hürde zum Einsatz von KI liegt derzeit noch darin, diese hochwertigen Datensätze in einem heterogenen Umfeld aus Automatisierungstechnik und Unternehmens-IT zu gewinnen: Entweder stammen die Daten aus den Maschinensteuerungen oder aus existierender bzw. nachgerüsteter Sensorik [4], die Anwender und Machine-Learning-Anbieter gemeinsam auswählen und installieren sollten. Danach ist festzulegen, welche Granularität der Daten für eine bestimmte Aufgabe erforderlich ist, wie Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden können und in welchem Format sie übertragen und gespeichert werden. Dabei ist zu beachten, die für den Anwendungsfall richtigen Daten auszuwählen, und dann die vorhandenen Datensätze zu sortieren und sie für eine nachfolgende Modellbildung aufzubereiten. Mit den Plug&Work-Lösungsbausteinen werden auch Komponenten und Maschinen zu Datenlieferanten, die heute noch nicht vernetzt sind. Zu berücksichtigen sind außerdem Know-how zu den Themen Datensicherheit und Datenschutz, denn mehr Vernetzung bedeutet höhere Anfälligkeit gegen Cyberangriffe. Heute sind jedoch viele Technologien bereits verfügbar, deren richtiger Einsatz dafür sorgt, dass Anwender die Hoheit über Ihre Daten behalten. Entscheidend ist eine passgenaue und sichere IT-Architektur für das Sammeln, Speichern und Auswerten der Daten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Werkzeugmanagement eröffnet das Kennzeichnen von Assets mit Data Matrix Codes die Möglichkeit, Werkzeuge zu tracken und mit ihren Lebenslaufdaten zu verheiraten.‣ weiterlesen

Google Cloud gab kürzlich die Einführung der beiden Lösungen Manufacturing Data Engine und Manufacturing Connect bekannt. Mit den Tools lassen sich Assets einer Fertigungsumgebung vernetzen, Daten verarbeiten und standardisieren.‣ weiterlesen

Virtuelle multicloudfähige Plattformen können in Fertigungsbetrieben das Fundament bilden, um IT-Infrastruktur und Betriebsabläufe zu modernisieren und effizient zu betreiben. Denn das nahtlose Zusammenspiel von Cloud-Anwendungen, Softwarebereitstellung sowie Remote Work lassen sich mit digitalen Plattformen vergleichsweise einfach und global orchestrieren.‣ weiterlesen

Wibu-Systems ist Anwendungspartner im Projekt KoMiK. Im Mai wurde das Projekt abgeschlossen und der Karlsruher Lizensierungsspezialist hat zusammen mit den Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Empfehlungen zur Auswahl eines digitalen Kooperationssystems erarbeitet, inklusive eines Screening-Tools.‣ weiterlesen

MES-Lösungen verfügen über unterschiedliche Erweiterungsmodule, etwa für das Qualitätsmanagement. Der Ausbau der Basisfunktionen sorgt jedoch oft für Aufwand. Eine Alternative versprechen Cloudlösungen.‣ weiterlesen

Bei ihrer digitalen Transformation adaptieren Fertigungsunternehmen Technologien wie künstliche Intelligenz, Machine Learning und digitale Zwillinge. Cloud Computung hilft, dafür erforderliche Kapazitäten skaliert bereitzustellen.‣ weiterlesen

Mit mehreren neuen Partnern erweitert der Softwareanbieter ZetVisions sein Partnerangebot. Unter anderem sollen Pikon und People Consolidated das Beratungsangebot des Heidelberger Unternehmens ergänzen.‣ weiterlesen

Viele Deep-Learning- und Machine-Vision-Anwendungen stellen hohe Ansprüche an die eingesetzten Industrie-Rechner. Für den Einsatz in diesem Umfeld hat Hardware-Spezialist Spectra die PowerBox 4000AC C621A ins Programm genommen.‣ weiterlesen

Mit Hybrid Cloud-Lösungen wollen Firmen die Vorteile des privaten und öffentlichen Cloud-Betriebs erschließen. Managed Cloud Service Provider sind darin geschult, Fallstricke bei der Cloud-Nutzung solcher Infrastrukturen zu bewältigen.‣ weiterlesen

Per Low-Code-Tool können Anwender Prozesskonfigurationen selbst umsetzen. Im MES-Bereich ist dieser Ansatz noch selten zu finden, doch einige Lösungen gibt es bereits.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige