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Digitalisierung

Agiler und resilienter werden

Durch die Pandemie und durch die Digitalisierung steigt der Innovationsdruck auf die deutsche Industrie. Wie die aktuelle CGI-Studie zeigt, können agile Unternehmen besser mit den damit verbundenen Herausforderungen umgehen.

Bild: ©Tierney/stock.adobe.com

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Die Corona-Krise hat die Innovationsprobleme in vielen Branchen noch verschärft. Jedoch zeigt sich, dass unabhängig von der Branche Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad besser durch Krisen navigieren können. So gesehen lassen sich durch eine verstärkte Digitalisierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Unternehmen werden wettbewerbsfähiger und gleichzeitig resilienter gegen unvorhersehbare Situationen. Die CGI-Studie ‘Client Global Insights‘ zeigt jedoch, dass Handlungsbedarf besteht: 12 Prozent der befragten Unternehmen schätzen ihre Digitalisierungsmaßnahmen als erfolgreich ein. Sie sind also der Meinung, dass sie den Nutzen daraus voll ausgeschöpft haben. Diese Minderheit kann als Vorbild für diejenigen dienen, die bei der Digitalisierung noch Nachholbedarf haben. Beim Blick auf ihre Strukturen stellt sich im Rahmen der Studie heraus, dass die erfolgreichen Unternehmen sich in drei wesentlichen Punkten gleichen.

Eine Management-Entscheidung

Die Agilisierung des Unternehmens ist eine Management-Entscheidung und anspruchsvolle Aufgabe. Denn sie muss zwar an oberster Stelle entschieden werden, lässt sich aber nicht von dort verordnen. Vielmehr muss sie strukturiert und koordiniert im ganzen Unternehmen umgesetzt und mit geeigneten Tools und Prozessen unterfüttert werden. Das erfordert Veränderungen und Einschnitte, beispielsweise die zumindest teilweise Auflösung von Abteilungsgrenzen oder die Neuordnung von Zuständigkeiten, die entsprechend kommuniziert werden müssen. Die Einbindung aller Mitarbeiter ist die Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Agilisierungsmaßnahmen.

Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern

Die Digitalisierung von Produktions- und Geschäftsmodellen setzt IT-Expertise voraus. Sie umfasst den Einsatz moderner IT-Technologien und die Unterstützung durch IT-Dienstleister. Technologien wie Automation, Data Analytics und Machine Learning gehören dabei zum Digitalisierungs-Repertoire, sind aber nicht von internen IT-Abteilungen allein zu bewältigen. Die Auswahl der geeigneten IT-Partner ist daher eine wichtige Aufgabe. Als erfolgreich hat sich dabei die Kappung des Service-Wildwuchses und die Beschränkung auf einige wenige, qualifizierte Dienstleister mit einem breiten Lösungsportfolio erwiesen. Dabei muss die konkrete Arbeitsteilung zwischen interner und externer IT ist immer neu justiert werden. Es muss entschieden werden, welches IT-Knowhow aus Gründen der strategischen Weiterentwicklung in die Eigenregie des Unternehmens gehört und welches von geeigneten Partnern zugeliefert wird.

Managed Services werden wichtiger

Die Modernisierung von Kommunikation und Kollaboration geht bei erfolgreichen Unternehmen über das Homeoffice und den Einsatz von Videoplattformen hinaus. Sie muss sowohl die interne als auch die externe Zusammenarbeit neu organisieren und sich dabei moderner Technologien wie Cloud, Robotik oder künstlicher Intelligenz bedienen. Laut der CGI-Studie werden dabei Managed Services immer wichtiger. Während der Pandemie hat sich das Interesse für diese Leistungen um 6 Prozent auf 46 Prozent erhöht. Die Gründe dafür liegen in der Flexibilität, der Kosteneffizienz, dem reduzierten Aufwand sowie in mehr Resilienz.

CEO als ‘Digital Officer‘

Wie die digital erfolgreichen Unternehmen zeigen, sind die Methoden, Technologien und Prozesse für mehr Digitalisierung bereits vorhanden. Wer rasch handelt, kann strategische Anforderungen neu definieren und die Chancen nutzen, die aus solchen Transformationsprozessen entstehen können. Der CEO ist dabei als ‘Digital Officer‘ Motor, Moderator und Designer, der für sein Unternehmen die Weichen für die Zukunft stellt.

 


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