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Kritische Infrastrukturen

Schorle in der Zeit, Trinkwasser in der Not

Im Normalfall füllt Adelholzener jährlich rund 600 Millionen Flaschen ab, in Krisenzeiten sollen die dafür angezapften Quellen jedoch der Trinkwasserversorgung dienen. Somit sind die Anlagen des Getränkeherstellers kritische Infrastruktur, die etwa in puncto Gebäudesicherheit besonderen Auflagen unterliegt: Bucht sich ein Besucher am Empfang nicht ein, kommt er nicht weit.

 (Bild: Adelholzener Alpenquellen GmbH)

(Bild: Adelholzener Alpenquellen GmbH)

Bei Adelholzener Alpenquellen werden seit mehr als 100 Jahren Heil- und Mineralwasser sowie Sport- und Erfrischungsgetränke abgefüllt. Die Quellen befinden sich am Fuße des Hochfelln im Flora-Fauna-Habitat-Naturschutzgebiet des Bergener Moos, wo das Adelholzener Mineralwasser in 140 Metern Tiefe liegt – und zur Abfüllung nach Bad Adelholzen geleitet wird. Als Marke ist Adelholzener auch vielen Urlaubern der Region ein Begriff. Damit Touristen erleben können, wie die verschiedenen Getränke in die Flasche kommen, hat das Unternehmen ein Besucherzentrum geschaffen – die Adelholzener Wasserwelt. Auf einem Parcours mit Sichtfenstern können die Besucher die einzelnen Produktionsschritte von oben betrachten: Von der Übernahme der zurückgegebenen Mehrwegflaschen bis hin zur neuen Etikettierung. Die Produktion in den sieben Abfüllanlagen läuft vollkommen automatisiert über Fließbänder und Abfüllanlagen.

Strenge Auflagen

Adelholzener hat dabei auch einen besonderen Auftrag: In einer Krisensituation würden nämlich die Wasserquellen zur Trinkwasserversorgung herangezogen werden. Das Unternehmen zählt somit zu den kritischen Infrastrukturen (KRITIS). Betriebe dieser Kategorie unterliegen besonderen behördlich kontrollierten Sicherheitsvorschriften. Deshalb werden Produktionsbedingungen streng überwacht und Hygiene-Auflagen unterzogen. Aber auch die physische Gebäudesicherheit wurde einer Risikoanalyse unterzogen. Der Unternehmensschutz beginnt mit einer Minimierung möglicher Risikofaktoren.

Verschiedene Schutzzonen

Die Gebäudebereiche wurden in verschiedene Schutzzonen eingeteilt. Der Besucherbereich der ‚Wasserwelt‘ ist öffentlich zugänglich. Hier befindet sich auch der Empfang, wo die Besucher für die internen Bereiche begrüßt und registriert werden. Die internen Bereiche wie Verwaltung und die Produktions- und Abfüllbereiche dürfen nur von berechtigten Personen wie Mitarbeitern oder registrierten Besuchern betreten werden. Um dies sicherzustellen, wurden Türen und Tore mit PCS-Zutrittslesern ausgestattet. Die 580 Mitarbeiter haben multifunktionale RFID-Mitarbeiterausweise bekommen. Mit diesen erhalten sie Zutritt zum Gebäude und können ihre Arbeitszeiten am Zeiterfassungsterminal einbuchen. Der Personaleingang wird dabei besonders stark geschützt. Dort befindet sich ein Drehkreuz, das mit einem Zutrittsleser aktiviert wird. Eine Videokamera überträgt die Bilder in die Wachzentrale und ermöglicht den Kontakt zum Werkschutz.


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