Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Daten erfassen und dokumentieren

Rückverfolgbarkeit gesichert

Seit 2001 setzt das Unternehmen Mondi in seinem Werk in Gronau auf Industrie-PCs von Noax. Mit ihnen stellt der Hersteller von Verpackungen und Hygieneartikeln eine zuverlässige Prozesssteuerung der gesamten Produktionskette sicher – samt Betriebsdatenerfassung und Dokumentation. Die daraus resultierende Rückverfolgbarkeit kommt dann auch dem Endkunden zu Gute.

 (Bild: noax Technologies AG)

(Bild: noax Technologies AG)

Die Mondi-Group fertigt Papier, Hygieneprodukte sowie Verpackungsmaterialien und ist in Deutschland an 14 Standorten vertreten. Das Werk im nordrheinwestfälischen Gronau produziert Folien, Verpackungsmaterial und Komponenten für Hygieneartikel. Von 2001 bis 2015 sind dort Industrie-PCs aus dem Hause 24/7 gelaufen – dann entschloss sich die Geschäftsleitung dazu, sie gegen neue Modelle auszutauschen. Mondi erkannte sehr früh, dass Produktionsprozesse wirtschaftlicher und effizienter werden, wenn man die entsprechende Hardware zur Erfassung von Informationen einsetzt. Um detaillierte Daten aus der Fertigung zu erheben, die Qualitätskontrolle zu vereinfachen, Rückverfolgbarkeit zu sichern und die Rüstzeiten zu verkürzen, setzte das Unternehmen auf IPC-Technik.

In zahlreichen Produkten des täglichen Bedarfs finden sich Komponenten von Mondi. Noax-IPCs sichern die Herstellungsprozesse sowie die Qualität und Güte der Erzeugnisse. (Bild: noax Technologies AG)

In zahlreichen Produkten des täglichen Bedarfs finden sich Komponenten von Mondi. Noax-IPCs sichern die Herstellungsprozesse sowie die Qualität und Güte der Erzeugnisse. (Bild: noax Technologies AG)

Laufsicherheit zählt

Besonders bei Hygieneprodukten, z. B. Windeln oder Damenbinden, ist eine minutiöse Dokumentation des Produktionsprozesses für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von essenzieller Bedeutung, auch dann wenn die Erzeugnisse von Mondi ihrerseits als Komponenten in Produkten anderer Hersteller Verwendung finden. Um diese Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, verlässt sich der Hersteller auf die IPCs von Noax. Doch die robusten Computer leisten noch mehr: Vor allem sind sie zentrales Element für die Erfassung der Betriebs- und Maschinendaten. Als sich die Verantwortlichen im Jahr 2001 für die IPCs entschlossen, war die Stabilität der Industrie-Computer das Hauptargument. Da sie wichtige Informationen registrieren, verarbeiten und speichern sollten, standen Langlebigkeit und Laufsicherheit an erster Stelle, insbesondere für die Rückverfolgbarkeit: Nur so lässt sich lückenlos nachweisen, dass sämtliche Vorgaben 24/7 beachtet worden sind. Darüber hinaus bietet die permanente Erfassung von Maschinen- und Betriebsdaten einen detaillierten Einblick in alle Fertigungsvorgänge.

Aus Sicht der Nutzer sprechen die einfache Bedienung per Touchscreen und die deutliche Grafik klar für die Noax-IPCs. (Bild: noax Technologies AG)

Aus Sicht der Nutzer sprechen die einfache Bedienung per Touchscreen und die deutliche Grafik klar für die Noax-IPCs. (Bild: noax Technologies AG)

Mehr Ergonomie

Die Erfassungsterminals von Noax befinden sich in unmittelbarer Nähe der Produktionsmaschinen. Den Mitarbeitern der Produktion stehen sie dort für die manuelle Erfassung von Betriebsdaten zur Verfügung. Sie können aber auch direkt Signale von den Maschinen empfangen, verarbeiten und visualisieren. Das Erfassen von Betriebs- und Maschinendaten ist Teil eines MES mit dem sich die Produktion überwachen und Störgründe aufspüren lassen, so dass Produktionsunterbrechungen möglichst kurz ausfallen. Über 100 Industrie-PCs sind im Gronauer Mondi-Werk im Einsatz. Die Besonderheit: Auf allen läuft die gleiche Software mit dem gleichen Speicherabbild, was die Arbeit der Systemadministratoren stark erleichtert. Bei sämtlichen Vorgängen werden die Mitarbeiter durch die IPCs unterstützt. So auch bei der Datenerfassung in der Folienherstellung: Die Folie wird zunächst als Schlauch aus einem Extruder mit rund 1,3m Durchmesser etwa 5m mit einem Luftzug nach oben gesogen. Sobald sie am oberen Ende des Extruders abgekühlt ist, wird sie in zwei Bahnen geschnitten und auf Rollen gewickelt. Jede Rolle wird mithilfe eines BDE-Terminals von Noax registriert und mit einer Bodenwaage gewogen. Die Mitarbeiter verwenden den IPC, um das Gewicht zu erfassen, Daten abzuspeichern und maschinenlesbare Etiketten mit Angaben zu dem jeweiligen Produkt zu generieren. Ohne die Industrierechner müssten diese Vorgänge aufwändig und manuell ausgeführt werden. Dass die IPCs bei der Produktion zahlreichen Belastungen ausgesetzt sind, versteht sich von selbst. Dazu gehören der Flug von Kleinteilen ebenso wie der feine Nebel, der von Druckerfarben oder Lösungsmitteln ausgeht, die bei der Herstellung von Kunststofffolien anfallen. In der Komponentenfertigung für Hygieneprodukte muss die Hardware mit dem extrem feinen Staub des verwendeten Zellstoffes zurechtkommen, der sich überall absetzt. Hier wie auch in den anderen Produktionsbereichen hat sich die komplett geschlossene Bauweise der Noax-IPCs gemäß Schutznorm IP65 bewährt. Vormals in der Produktion eingesetzte Bürorechner hielten den Belastungen nicht stand.

Full HD Touchscreens

Neben dem feinen Staub überträgt sich auch die Vibration der Produktionsmaschinen auf die Terminals, zumal sie zum Teil mit Edelstahlarmen direkt an den Maschinen montiert sind. Doch auch der permanenten Belastung durch Erschütterungen halten sie seit Jahren stand. Dem Anwender zufolge gab es nie einen Produktionsausfall. Deswegen habe man sich vor zwei Jahren für einen Wechsel der IPC-Generation aber nicht des Anbieters entschieden. Im Rahmen des Austauschs wurde im Mondi-Werk einen Teil der Terminals durch IPCs mit Touchscreens von 21,5″ Bildschirmdiagonale und Full-HD-Fähigkeit ersetzt. Gegenüber den alten IPCs mit Bildschirmdiagonalen von 12 bzw. 15″ bieten die neuen Geräte mehr Ergonomie und eine bessere Lesbarkeit der Daten, zudem lassen sich größere Datenmengen visualisieren und mehr Prüfpunkte erfassen. Den Mitarbeitern bieten die neuen Touchscreens eine bessere Bedienung und ein leichteres Arbeiten.

Kurzprofil:Die Mondi-Group ist ein internationales Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Papier und Verpackungsmaterial spezialisiert hat. Es unterhält Niederlassungen in über 30 Ländern und beschäftigt weltweit rund 25.400 Mitarbeiter. Der Standort in Gronau nahe der niederländischen Grenze produziert Folien, hochwertige Verpackungen sowie Füllmaterial für Hygieneprodukte.


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Projekt ‘Kitos – Künstliche Intelligenz für TSN zur Optimierung und Störungserkennung‘ arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam an Lösungen für ein dynamisches Netzwerkmanagement in der Industrie.‣ weiterlesen

Laut statistischem Bundesamt hat sich die Industrie im Mai von den Einbrüchen verursacht durch die Corona-Pandemie etwas erholt. Die Produktion legte zu, verfehlt das Mai-Ergebnis des Vorjahres jedoch um 19,3 Prozent.‣ weiterlesen

Zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmensleiter weltweit sind optimistisch, dass sich der europäische Markt relativ schnell vom wirtschaftlichen Abschwung durch die COVID-19-Pandemie erholen wird. Das geht aus einem Report des Beratungsunternehmens Accenture hervor, der auf einer Umfrage unter fast 500 C-Level-Führungskräften in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum in 15 Branchen basiert.‣ weiterlesen

Wie die Kommunikation in der Arbeitswelt zukünftig aussehen kann, erforschen derzeit die Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Dabei steht der digitale Zwilling im Mittelpunkt.‣ weiterlesen

Der ERP-Anbieter Proalpha hat einen neuen Chief Sales Officer. Zum 1. Juli hat Michael T. Sander die Position übernommen. Er folgt auf Andree Stachowski.‣ weiterlesen

Ein Produkt online konfigurieren und sofort bestellen: Was für Verbraucher alltäglich ist, gewinnt auch im B2B-Bereich an Bedeutung. Mit dem Configure-Price-Quote-Ansatz und entsprechender Software kann diese Variantenvielfalt angeboten werden, ohne den Vertrieb zu überlasten oder die Customer Journey aus dem Blick zu verlieren.‣ weiterlesen

Kürzere Durchlaufzeiten, Abläufe und Sequenzen simulieren und frühe Aussagen zu Konzepten und deren Verifikationen treffen zu können - das waren die Wünsche der österreichischen SEMA Maschinenbau. Die Software IndustrialPhysics von Machineering leistet genau das.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige