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Umstieg von Navision 3.70 auf Dynamics NAV 2018

Re-Engineering statt neuem System

Hat das ERP-System einmal den Anschluss verpasst, muss nicht immer gleich etwas Neues her. Sasse Elektronik gelang mit seinem IT-Partner Cosmo Consult das Re-Engineering der Business-Anwendung. Der Lohn bestand in deutlich kürzeren Prozessen bei erheblich weniger Papier im Büro.

(Bild: Sasse Elektronik GmbH)

(Bild: Sasse Elektronik GmbH)

Im Jahr 1946 gegründet, ist die Sasse Elektronik GmbH in Schwabach seit über 70 Jahren Lieferant und Partner bei der Konzeption und Umsetzung anspruchsvoller mechatronischer Systeme. Heute bietet das Unternehmen seinen Kunden aus Branchen wie Medizin- und Automatisierungstechnik für die Entwicklung und Zertifizierung, die Produktion und den Service Unterstützung aus einer Hand. „Wir sehen uns vor allem als Produktions- und Entwicklungsdienstleister. Und als Full-Service-Dienstleister wollen wir über den gesamten Produkt-Lebenszyklus sowie vom Einzelstück bis zur Großserie Komplexität und Kosten reduzieren“, konkretisiert Alexander Kunik, Leiter Verwaltung, das Geschäftsmodell. Für renommierte Kunden entwickelt und produziert Sasse unter anderem Drahtlostechnologien für kritische Umgebungen, industrielle und medizinische magnetresonanz- und hochfrequenzfähige Elektronik sowie präzise Technologie für sterile Umgebungen zum Messen in Echtzeit. Auch Bedien- und Steuersysteme sowie funktional sichere Touch-Bedienelemente gehören zum Portfolio. Seit 2017 ist die Firma im Besitz neuer Gesellschafter, wächst stetig und erzielt mit 80 Mitarbeitern einen Umsatz von über 18 Mio. Euro. Ende Januar 2020 übernahm man zudem die FG-Elektronik GmbH aus Rückersdorf, um das Leistungsspektrum im Bereich kundenspezifischer Stromversorgungs- und Powermanagement-Systeme auszubauen

Verpasste Upgrades

Als Kunik 2017 in die Firma kam, fand er in Bezug auf die IT eine unbefriedigende Situation vor. Bis zu diesem Zeitpunkt setzte man als ERP-System Navision 3.70 ein. „Während einer Phase der internen Prozessoptimierung trat die Modernisierung des ERP-Systems in den Hintergrund, sodass es zahlreiche Release-Sprünge verpasste“, erinnert sich Kunik, „Entsprechend alt war das System und man hat die Mitarbeiter einfach wurschteln lassen. Auf dieser Grundlage verselbständigte sich vieles und man arbeitete nicht immer systemkonform.“ Aber Sasse hat alle Prozesse zu bieten, die ein großer produzierender Industriebetrieb bietet. Daher sollte ein ERP-System die komplette Prozesskette von der Kundenauftragseinsteuerung über die Materialdisposition und die Produktion bis zur Lagerhaltung und Logistik abbilden können. „Ein Riesenthema bestand darin, die unterschiedlichen technischen Revisionsstände der produzierten Geräte abbilden zu können“, sagt Kunik. Hier sollte unbedingt eine elegante Lösung eingeführt werden, die die verschiedenen Endgeräte in der Lagerhaltung, der Materialbeschaffung und in der Produktion, einschließlich der unterschiedlichen Stücklistenversionen, unterscheiden kann. Aber auch in der Finanzbuchhaltung, der Qualitätssicherung und anderen Bereichen lief nicht alles rund, sodass dringend ein IT-Partner gefunden werden musste, der mit Rat und Tat helfen konnte.

ERP-System plus Add-ons

Die Entscheidung fiel schließlich auf die Cosmo Consult-Gruppe, einem der größten Microsoft Dynamics-Partner Europas und weltweitem Anbieter von IT-Lösungen und Dienstleistungen für die Digitalisierung von Unternehmen. „Besonders wichtig war für uns, dass die angebotene Branchenlösung die Schwierigkeit mit unseren Artikelnummernvarianten mit geringen Anpassungen lösen konnte. Aber auch sonst fühlten wir uns einfach gut abgeholt“, erläutert Kunik die Wahl. So erteilte man im April 2018 den Auftrag zum Reengineering von Navision 3.70 auf Microsoft Dynamics NAV 2018. Außer dem ERP-Standard wurden vom IT-Dienstleister entwickelte und von Microsoft zertifizierte Branchen- und Speziallösungen integriert wie ein Urlaubsworkflow, das Qualitäts- und Produktdatenmanagement, Softwarelösungen für die Lagerhaltung und Logistik sowie weitere Produkte wie das Zeiterfassungssystem TempVision von Tempras. „Jetzt konnten wir endlich mit der Branchenlösung unsere Artikelnummernrevisionen abbilden, also diverse Versionen eines Artikels, der nach verschiedenen Stücklisten parallel produziert und vertrieben wird, technisch differenziert in unserem System erfassen“, schildert Kunik.


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