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Wie funktioniert User Experience Design?

Mittler zwischen Mensch und Maschine

Es klingt paradox: Sekündlich generieren Fabriken riesige Datenmengen, um übersichtlicher und schlanker zu produzieren. Technologien wie Machine Learning sollen für neue Leistungssprünge sorgen. Doch viele der komplexen Anwendungen scheitern an ihrer Integration in den Produktionsalltag – weil bei der Entwicklung kaum an die Nutzer gedacht wurde.

Gutes Oberflächendesign heißt, Unnötiges wegzulassen. (Bild: ©dennizn/stock.adobe.com)

Gutes Oberflächendesign heißt, Unnötiges wegzulassen. (Bild: ©dennizn/stock.adobe.com)

Warum funktionieren viele pfiffige Lösungen im Labor zwar hervorragend, versagen später in der Fabrik aber krachend? Je weiter fortgeschritten eine Technologie, desto unverständlicher ist sie für den durchschnittlichen Mitarbeiter, der sie anwenden soll. Solange eine Fabrik also nicht vollautomatisiert läuft, müssen Mensch und Maschine eine gemeinsame Ebene finden. Mit dieser Schnittstelle beschäftigt sich das User Experience (UX) Design.

Moderator zwischen Mensch und Maschine

Die Disziplin UX Design versucht die Komplexität einer Technologie in Richtung des Nutzers so weit wie möglich zu reduzieren, indem nur für ihn relevante Informationen wiedergegeben werden. Der Begriff User Experience steht für das Bestreben, dem Nutzer stets das bestmögliche Erlebnis im Umgang mit (meist) einer Software zu bieten. Um solch ein Erlebnis zu schaffen, ist das Verständnis essenziell, wie es um die Protagonisten einer Produktion bestellt ist. Hinter all den Arbeitern, Vorarbeitern, Prozessoptimierern und Managern stecken Menschen mit unterschiedlichen Motivationen, Bedürfnissen und Sorgen. Ob eine Software erfolgreich ist, hängt von diesen Menschen ab. Daher ist die Arbeitsweise des UX Design möglichst nutzerzentriert. Der Entwicklungsprozess schlüsselt sich in drei Bereiche auf: User Research, Usability und User Interface.

User Research – den Nutzer verstehen

Um die Bedürfnisse der Anwender zu ermitteln, müssen Gespräche mit ihnen geführt und ihre Abläufe beobachtet werden. Erreichen lässt sich das mit Interviews oder sogenannten Shadowings: Dabei wird bespielsweise ein Werker während seines kompletten Arbeitstags beobachtet. Auf Basis dieser Informationen kann eine Persona entstehen. Damit ist ein prototypischer Nutzer gemeint, der die relevanten Eigenschaften der befragten Personen in sich vereint. Anhand dieser Persona können UX-Entwickler während des gesamten Projekts überprüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Ein weiteres wichtiges Instrument um den Nutzer zu integrieren, ist der qualitative Usability-Test. Dafür braucht es nur eine geringe Anzahl an Nutzern, einen Click-Dummy – also einen ersten Entwurf der Software mit geringer Funktionalität – und eine Idee, was abgefragt werden soll. Mit dieser Methode lassen sich schnell und mit geringem Budget wichtige Erkenntnisse erlangen. Gerade in frühen Projektphasen kann so recht genau der ungefähre Kurs bestimmt werden, auf den umzusteuern später mit großen Kosten verbunden wäre. Grundsätzlich gilt: Die Kosten, nicht zu testen, sind immer höher, als die Kosten eines Tests!


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