Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Industrielle Box Thin Clients

Infrastruktur für eine
sichere Zukunft

Nach der Abkündigung von Windows 7 müssen Unternehmen ihre IT-Infrastruktur anpassen und teils erneuern. Kostengünstige Varianten mit Thin-Client-Technologie sind mittlerweile auch für Produktionsumgebungen interessant. Dafür sollten die Geräte aber in einem erweiterten Temperaturbereich ihren Dienst verrichten können – und zwar rund um die Uhr.

Mechanische Sicherung der Schnittstellen beim BTC12 (Bild: Pepperl+Fuchs GmbH)

Mechanische Sicherung der Schnittstellen beim BTC12 (Bild: Pepperl+Fuchs GmbH)

Ab Januar 2020 stellt Microsoft für Windows 7 jeglichen Support und Updateservice ein. Um dann Viren und Malware-Risiken zu vermeiden, sollte früh umgedacht und das Unternehmen mit neuer Hardware ausgestattet werden, die mit Betriebssystemen wie Windows 10 läuft. Auch in Produktionsumgebungen lohnt sich oft zu prüfen, ob die IT-Infrastruktur auf kostengünstigere Thin-Client-Technologie umrüsten kann.

Nichts für Schubladendenker, aber für die Schublade

Klein, kompakt und minimalistisch ist die Aufbauart von Thin Clients. Sie passen in jede Schreibtischschublade und obwohl sich das Betriebssystem auf das Allernötigste beschränkt, ist die schlanke Hardware für vielfältige Anwendungen geeignet. Thin Clients erlauben Nutzern, auf Anwendung, Daten und Informationen zuzugreifen, die auf zentralisierten Systemen wie Servern laufen. Ein Thin Client gibt hierbei die Nutzeroberfläche wieder, um Applikationen auf dem entfernten Host (etwa ein Server) zugänglich zu machen. Dafür hat ein Thin Client ein minimalistisches, normalerweise eingebettetes Betriebssystem (OS) und bietet Treiber für Input- und Output-Geräte, welche mit dem Thin Client verbunden sind. Zusätzlich erlauben installierte Remote-Protokolle den Austausch der System-Inputs und Outputs zwischen dem Thin Client und dem Server.

Windows 10 IoT Enterprise LTSB

Durch die Netzwerkfähigkeit der Thin Clients werden Anbindungen an PC-basierten Steuerungsarchitekturen auf Client-Server-Basis oder virtualisierten PCs und virtualisierten Servern für die Prozessvisualisierung oder die Fertigungssteuerung ermöglicht. Diese Fähigkeiten rückten die Geräteklasse für den Einsatz in Produktionsumgebungen in den Fokus. Geeignete Hardwarekomponenten zu finden ist dennoch nicht einfach, denn nicht nur die Langzeitverfügbarkeit der Hard- und Softwarekomponenten spielt in Unternehmen eine wichtige Rolle. Besonders in Produktionsanwendungen werden hohe Anforderungen an die eingesetzte Hardware gestellt. Ein vermehrtes Staub- und Schmutzvorkommen, Vibrationen oder hohe Betriebstemperaturen durch den Einbau in Schaltschränke übertreffen zumeist das Anwendungsgebiet von herkömmlichen Thin Clients. Hier setzen die Thin Clients BTC01 und BTC12 von Pepperl+Fuchs an. Die Thin Clients basierend auf Windows 10 IoT Enterprise LTSB kommen im robusten Design und sind für den 24/7-Betrieb in industriellen Umgebungsbedingungen ausgelegt. Die Abkürzung LTSB steht für Long Term Servicing Branch oder für das Versprechen von Microsoft, langfristig Security Updates für das System bereitzustellen. Die Verfügbarkeit beträgt hard- und softwareseitig bis zu zehn Jahre. Durch das lüfterlose Design und Schutz nach der Klasse IP40 ist der Einfluss von Staub und Schmutz auf die Funktionsweise der Thin Clients sehr gering. Beim BTC12 können zusätzlich alle Schnittstellen mechanisch gesichert werden. Eine Trennung der Steckverbindung wird verhindert und der sichere Halt der Kabel ist sichergestellt, auch unter Zug. Die Box Thin Clients sind für den Einsatz in Temperaturbereichen von – 20°C bis zu +60°C konzipiert. Der BTC12 kann in Schubladen untergebracht, oder per Hutschienenmontage, VESA-Montage oder Wandmontage angebracht werden. Während Thin Clients aus dem Büro-Umfeld von IT-Fachkräften mit ihren Management-Werkzeugen eingerichtet und verwaltet werden, sind Automatisierungsingenieure in der Produktion häufig auf sich gestellt. Im Fall der Pepperl+Fuchs-Geräte können sie auf Firmware zugreifen, die auf diese Anwendungsdomäne zugeschnitten ist (VisuNet RM Shell 5).

Links: BTC01 konzipiert für den Full-HD-Quad-Monitor-Betrieb. Rechts: BTC12-Gerätegeneration für Ultra-HD-Dual-Monitor-Anwendungen. (Bild: Pepperl+Fuchs GmbH)

Links: BTC01 konzipiert für den Full-HD-Quad-Monitor-Betrieb. Rechts: BTC12-Gerätegeneration für Ultra-HD-Dual-Monitor-Anwendungen. (Bild: Pepperl+Fuchs GmbH)

Software und Hardware in der Industrieumgebung

Die Firmware unterstützt zentrales Managen sowie Konfigurieren, Warten, Überwachen und Updaten per Fernzugriff. Verantwortliche Ingenieure müssen keine Gefahrenbereiche oder Reinräume mehr betreten- was Zeit und Kosten spart. Möglichwird dies durch die Kombination der Firmware mit einem selbstentwickelten Software Tool zur zentralen Verwaltung von VisuNet Remote Monitoren oder Box Thin Clients (VisuNet Control Center) des Herstellers. Tatsächlich können sich die Produktionstechniker mit diesem Control Center aus der Ferne mit jedem Gerät im Netzwerk verbinden, dass VisuNet RM Shell 5 vorinstalliert hat. Dies kann der in der Produktionsumgebung eingesetzte Box Thin Client sein, aber auch weitere VisuNet-Remote-Monitore aus dem VisuNet-Portfolio von Pepperl+Fuchs.

Erweiterung für den EX-Schutz

Die VisuNet-Remote-Monitore decken Installationsmöglichkeiten in explosionsgefährdeten Bereichen von der Zone 1/21, Div 1 über Zone 2/22, Div 2 bis hin zum ungefährdeten Bereich ab. Auch speziell entwickelte Geräte für Außen- oder Reinrauminstallationen sind Teil des Standardportfolios. Sowohl die Thin Clients als auch die Firmware VisuNet RM Shell 5 basieren auf dem Microsoft Betriebssystem Windows 10 IOT Enterprise LTSB. Beide Komponenten unterstützen Remote-Protokolle wie RDP10 und VNC.


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Juli lagen die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie um 1,9% unter ihrem Vorjahreswert. Die Inlandsbestellungen gaben um 1% nach, die Auslandsbestellungen um 2,5%.‣ weiterlesen

Mit der Inbetriebnahme eines IBM Q System One wollen IBM und die Fraunhofer-Gesellschaft das Thema Quantencomputing für die Industrie vorantreiben. Durch die Kooperation entsteht zudem ein neues Kompetenzzentrum für Quantentechnologie.‣ weiterlesen

Das neue Siemens Opcenter der Softwaresparte des Münchener Technologieunternehmens bringt zahlreiche Anwendungen wie Camstar, Simatik IT und Preactor in einer einheitlichem Umgebung und Benutzerführung zusammen. René Wolf von Siemens Digital Industries Software schildert, was die Kunden davon haben - und was sich funktional getan hat.‣ weiterlesen

Der Schärfspezialist Vollmer stellt auf der Emo Hannover seine Digitalinitiative V@dison in den Mittelpunkt. In Halle 6, Stand F66 finden Besucher das neu entwickelte IoT-Gateway des Herstellers. Schleif- und Erodiermaschinen lassen sich damit plattformunabhängig in IoT-Umgebungen einbinden.‣ weiterlesen

Die Landschaft für Endgeräte zur mobilen Datenerfassung hat sich im letzten Jahrzehnt fast genauso rasant entwickelt wie im Consumer-Bereich. In der Lagerlogistik oder der Produktion zählen neben Stapler-Terminals gerade mobile Handhelds zu den gängigsten Gerätetypen. Um aber das passende Gerät für das eigene Unternehmen zu identifizieren, lohnt der Blick auf die mobilen Prozesse, die Integration in die Unternehmens-IT und vor allem die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter.‣ weiterlesen

In Wertanalyseprojekten erfolgt eine Bewertung an vielen Stellen des Arbeitsplans. Die VDI-Richtlinienreihe 2808 hilft, reproduzierbare Ergebnisse durch strukturierte Vorgehensweisen zu erzielen und diese Ergebnisse kundenorientiert darzustellen.‣ weiterlesen

Auf der diesjährigen Emo präsentiert die HSi GmbH ihre Softwarelösungen zur automatisierten Planzeit- und Kostenermittlung, Arbeitsplanerstellung sowie Auftragssteuerung. Am Stand C20 in Halle 9 werden auch Erweiterungen des Systems zu sehen sein, etwa bei der Zeitübergabe an SAP: Werden im Stufeneditor NC-Grundzeiten in den Rüst- und Spannbausteinen eingegeben, erfolgt die Summierung dieser Zeiten parallel zu den Hauptzeiten (th), Nebenzeiten (tn) und Grundrüstzeiten (trg).‣ weiterlesen

Obwohl das MQTT-Protokoll bereits seit etwa zwei Jahrzehnten existiert, ist es durch sein Konzept bestens für moderne IIoT-Anwendungen geeignet. Vor allem für solche, die sich auf eine aktive Benachrichtigung stützen. Also dort, wo Geräte nur bei Bedarf Daten bereitstellen und nicht regelmäßig, wie bei der passiven Benachrichtigung. Doch wie lässt sich der Erfolg von MQTT im IIoT erklären, und was sollte man vor dem Einsatz des Übertragungsprotokolls wissen?‣ weiterlesen

Auf der Emo zeigt TDM Systems (Halle 9, Stand F24) erstmals den TDM WebCatalog einer breiten Öffentlichkeit. Ab August steht die Cloud-Anwendung nach Registierung den Anwendern von TDM Global Line 2019 und TDM 2019 (und höher) zur Verfügung.‣ weiterlesen

DMG Mori wird auf der Emo in Halle 2, Stand A21 über 30 digitale Innovationen zeigen. Darunten sind neue Celos APPs, Werkzeuge zum Monitoring, der Produktionsplanung und -steuerung sowie webbasierte Instandhaltungstools.‣ weiterlesen

Nachdem Produzenten schon ihre Waschmaschinen, Kühlschränke und Rollläden IoT-fähig ausliefern, wollen viele auch im eigenen Werk von der Vernetzung profitieren. Anhand eines beispielhaften Projektes klärt dieser Beitrag, wie das schnell und günstig gelingen kann.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige