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Zutrittskontrolle bei Gemü

Der Generalschlüssel hat ausgedient

Die Gemü-Gruppe hatte den Zutritt in der Vergangenheit über ein System mit Generalschlüsseln geregelt. Dieses System war jedoch nicht mehr zeitgemäß und im Rahmen des Sicherheitsprojekts ‚Gemü Secure‘ suchte das Unternehmen eine Alternative. Diese funktioniert nun ohne Schlüssel, aber dafür mit Karte.

Bild: Gemü Gruppe

Bild: Gemü Gruppe

Die Gemü-Gruppe entwickelt und fertigt Ventil-, Mess- und Regelsysteme für Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon mehr als 1.100 in Deutschland. Der weltweite Vertrieb erfolgt über 27 Tochtergesellschaften und wird von Deutschland aus koordiniert. Für ein unternehmensweites Schutzkonzept setzte sich das Unternehmen das Ziel, Schlüssel überflüssig zu machen. Das bisherige System mit Generalschlüsseln war an seine Grenzen gestoßen. Somit rief das Unternehmen für seine Deutschlandstandorte das Sicherheitsprojekt ‚Gemü Secure‘ ins Leben gerufen. Unter der Federführung von Geschäftsführungsassistenz Tanja Mangold startete die Recherche nach einer elektronischen Zutrittskontrolle.

Keine Insel-Lösung

Das neue System sollte keine Insel-Lösung werden, sondern unter dem ERP-System PSI-Penta laufen. Der ERP-Anbieter kooperiert mit PCS Systemtechnik, die bereits Zeiterfassungsterminals an Gemü geliefert hatte, ein Vorteil also. Für Gebäudesicherheit bietet PCS Lösungen mit Hard- und Software, mit der auch anspruchsvolle Sicherheitsprojekte umgesetzt werden können. Die Basis dafür bildet die Software Dexicon. Über eine Webservice-Schnittstelle kommuniziert die Software mit dem ERP-System. Dabei werden die Mitarbeiterstammdaten aus dem ERP-System für die Zutrittskontrolle genutzt, umgekehrt laufen die Daten der Zeiterfassung in die PSI-Penta HR-Software zurück. Eine doppelte Stammsatzpflege entfällt. Bereits bei der Neuanlage eines Beschäftigten werden die Zutrittsrechte über die Abteilungszugehörigkeit definiert. Spezielle Sonderrechte werden über einen Workflow beantragt. So verfügt das Sicherheitssystem immer über aktuelle Daten.

Sicherheit für drei Standorte

Alle drei Gemü-Standorte in Deutschland arbeiten mit jeweils mindestens einem Rechenzentrum, diese werden gegeneinander gespiegelt. Ein einheitliches Sicherheitssystem war eine Herausforderung. Gemeinsam mit den Experten aus IT, Personal und Werkschutz wurde die die Ausgangssituation analysiert und die Sicherheitsanforderungen der einzelnen Standorte definiert. Das Sicherheitssystem wurde nach dem Zwiebelschalenprinzip strukturiert. Dabei wurde die ‚Außenhaut‘ eines Standortes mit Zutrittslesern an Eingängen und Toren abgesichert. Dort wo die Zutrittsleser dem Wetter ausgesetzt sind, installierte Gemü jeweils eine Heizung und ein Wetterschutzdach. Innerhalb der Werke wurde die Absicherung nach Risiko gestaffelt.

Terminals und Ausweise

Da für die Verkabelung Baumaßnahmen in Bestandsgebäuden möglichst vermieden werden sollten, schlug PCS eine Erweiterung des Zutrittssystems mit mechatronischen Türbeschlägen vor. Die Intus PegaSys-Schließsysteme von PCS werden in die vorhandenen Türen montiert. Der bisherige Türbeschlag wurde durch einen Türterminal mit elektronischen Leseeinheit ersetzt. Diese sogenannten Offline-Schließsysteme kommunizieren über die RFID-Karte mit dem Online-Zutrittssystem. Der Firmenausweis kommt multifunktional als Ausweis, als Bezahlmedium und für Zutrittskontrolle und Zeiterfassung zum Einsatz. Die neuen RFID-Mitarbeiterausweise sind nach GEMÜ Corparate Identity gestaltet und bestehen aus aktueller Smartcard-Technologie auf Mifare-Basis, ein sicheres Medium dank der Verschlüsselung. Die Segmente der Karte können für unterschiedliche Zwecke genutzt werden, beispielsweise Zeiterfassung, Online-Zutrittskontrolle und ein weiteres Segment für die mechatronischen Schließsysteme. Die Karten fungiert zudem als Bezahlmedium.

Umstieg an einem Tag

Der Umstieg auf das neue Ausweissystem erfolgte pro Werk an einem einzigen Tag. In einer Testinstallation wurde das Zusammenspiel geprüft, am Stichtag selbst musste die Parametrierung der Zutrittskontrolle umgestellt werden. Wichtige Zutrittspunkte werden zur Sicherheit zusätzlich mit Video überwacht. Die Verwaltung der Videokameras erfolgt über das Managementsystem Cayuga. Die Videomanagementsoftware bündelt die Kamerasequenzen, die aufgrund von Bewegungsmeldung am Zutrittsleser aufgenommen werden. Aus Datenschutzgründen werden die Aufnahmen regelmäßig gelöscht. Zur Administration von Zutritt und Video wird ein Lageplan genutzt.

Neue Zeiterfassung

Die Einführung der Zutrittskontrolle führte im Nachgang dazu, dass der Hersteller auch die Zeiterfassung im Unternehmen modernisierte. Dabei stand die Frage im Raum, wo und in welcher Frequenz Mitarbeiter ihre Zeiten buchen. An stark frequentierten Plätzen nutzt Gemü die Allround-Terminals Intus 5600 mit Touch-Oberfläche.

System wächst mit

Oft wünschen sich Industrie-Kunden ein übergreifendes Schutzsystem für ihr Unternehmen – für das gesamte Gelände und die Gebäude. Das beginnt häufig mit der Zufahrt auf das Gelände und endet mit dem Anwesenheitsmonitoring und Evakuierungsplänen für den Notfall. PCS hat dafür ein Sicherheitssystem im Portfolio, das mit einem Unternehmen wachsen oder sich veränderten Anforderungen stellen kann.


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