Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Das Factory-Edge-Konzept von Red Hat

Rechenleistung für Roboter

Beim Edge Computing werden Daten vor dem Versand an das Rechenzentrum analysiert, was etwa bei geringer Bandbreite sehr nützlich ist. Der Factory-Edge-Ansatz des IT-Dienstleisters Red Hat reicht noch einen Schritt weiter in die Fertigung hinein: Dabei stehen Rechenressourcen direkt am Device – etwa einem Roboter – zur Verfügung.

Das Thema Factory Edge steht auch bei der Initiative OMP (Open Manufacturing Platform) auf dem Plan. Die von der BMW Group und Microsoft gegründete OMP, der auch Red Hat angehört, will durch Open Source und offene Standards die Digitalisierung der Produktion forcieren, gerade auch im Kontext der Factory Edge. (Bild: ©Blue Planet Studio/stock.adobe.com)

Das Thema Factory Edge steht auch bei der Initiative OMP (Open Manufacturing Platform) auf dem Plan. Die von der BMW Group und Microsoft gegründete OMP, der auch Red Hat angehört, will durch Open Source und offene Standards die Digitalisierung der Produktion forcieren, gerade auch im Kontext der Factory Edge. (Bild: ©Blue Planet Studio/stock.adobe.com)

Beim Edge Computing wird die Datenverarbeitung von zentralisierten Rechenzentren an entfernte verteilte Standorte verlagert. Daten können somit vor der Übertragung an ein Rechenzentrum vor Ort konsolidiert und analysiert werden. Probleme durch niedrige Bandbreite oder hohe Latenz können so adressiert werden. Durch die Reduzierung von Übertragungsverzögerungen werden auch Serviceausfälle vermieden.

Factory Edge

Viele Edge Computing-Projekte spielen sich derzeit im Telekommunikationsbereich ab, bei der 5G-Einführung. Service-Anbieter modernisieren ihre Netzwerke, indem sie ihre Workloads und Services aus den Kernnetzen in Rechenzentren zum Edge verschieben. Aber auch in der verarbeitenden Industrie ist Edge Computing eine aufstrebende Technologie. Immer häufiger werden Rechenressourcen direkt an einem Device, etwa einem Roboter, in der Fabrikhalle benötigt. Treiber für Factory Edge im produzierenden Gewerbe sind vor allem Projekte, in denen es schnell große Datenmengen zu analysieren gilt. Diese Aufgabe fällt zu einem großen Teil direkt an der Produktionslinie mit der Vernetzung der IT mit den Anlagen oder Steuersystemen an, Red Hat nennt diese Infrastrukturebene die Factory Edge. Dadurch können etwa potenzielle Fehler an der Montagelinie entdeckt, die Produktqualität verbessert und Anlagenstillstände durch vorausschauende Wartung reduziert werden. Auch wenn die Kommunikationsverbindung mit einem zentralen Standort beeinträchtigt ist, können Fertigungsanlagen weiter betrieben werden.

Komplexe Systemlandschaft

Bei der Umsetzung des Factory Edge-Ansatzes entsteht eine zunehmend komplexe Systemlandschaft: mit Sensoren, drahtlosen Gateways, Dashboards, Backend-Systemen und Tablets für die Wartungsteams, um das System zu überwachen. Um diese Komplexität softwareseitig im Griff zu behalten, setzen viele Anwenderunternehmen auf Container-Technologie wie Kubernetes und agile Projektmanagement-Methoden. Diese Technologien finden sich auch oft in einer offenen Hybrid-Cloud- oder Multi-Cloud-IT-Infrastruktur. Beim Hybrid Cloud-Ansatz betreibt eine Firma eine Plattform für Bare-Metal- und virtuelle Umgebungen sowie für Private und Public Clouds. Diese offene Hybrid-Cloud-Plattform sollte auch die Edge-Implementierungen unterstützen.

Einheitliche Plattform

Mit einer über alle Umgebungen hinweg einheitlichen Plattform kann eine konsistente Entwicklungs- und Betriebserfahrung vom Core bis zum Edge etabliert werden. Mittels einer Hybrid-Cloud-Plattform können Applikationen zudem portiert werden. Dies ist wichtig, da Fachapplikationen oft zentral entwickelt werden und dann in den verschiedenen Cloud-Umgebungen bis hin zu den Edge-Komponenten ausgerollt werden müssen. Dabei haben sich im Edge- und IoT-Umfeld Container-Technologie und Kubernetes als Orchestrierungs-Framework bewährt.

Die Basis für IoT-Szenarien

Ein Factory Edge-Ansatz kann die werksnahe Basis für Industrie-4.0- und IoT-Szenarien sein, die über zahlreiche Hebel in der Fabrik für effizientere Geschäftsprozesse sorgen. Als darüber gelagerte Infrastruktur eignet sich besonders eine offene Hybrid-Cloud-Architektur, wenn sie die einheitliche Erstellung und Ausführung von Lösungen in Cloud-, On-Premises- und Edge-Umgebungen unterstützt.


Maschinennahe Datenverwaltung

Daten fallen überall an, wo Computer ihren Dienst verrichten: auf der internationalen Raumstation, auf hoher See oder in vernetzten Fahrzeugen. Viele Entscheidungen müssen ohne die Hochleistung eines Rechenzentrums getroffen werden können, also an der Edge. Edge Computing oder auch Fog Computing beschreibt demnach eine IT-Infrastruktur, die eine Datenverarbeitung abseits zentralisierter Rechenzentren ermöglicht. Im Fall einer produktionsnahen Lösung sprechen manche Systemanbieter auch von der Factory Edge.


Das könnte Sie auch interessieren:

Im Werkzeugmanagement eröffnet das Kennzeichnen von Assets mit Data Matrix Codes die Möglichkeit, Werkzeuge zu tracken und mit ihren Lebenslaufdaten zu verheiraten.‣ weiterlesen

Google Cloud gab kürzlich die Einführung der beiden Lösungen Manufacturing Data Engine und Manufacturing Connect bekannt. Mit den Tools lassen sich Assets einer Fertigungsumgebung vernetzen, Daten verarbeiten und standardisieren.‣ weiterlesen

Virtuelle multicloudfähige Plattformen können in Fertigungsbetrieben das Fundament bilden, um IT-Infrastruktur und Betriebsabläufe zu modernisieren und effizient zu betreiben. Denn das nahtlose Zusammenspiel von Cloud-Anwendungen, Softwarebereitstellung sowie Remote Work lassen sich mit digitalen Plattformen vergleichsweise einfach und global orchestrieren.‣ weiterlesen

Wibu-Systems ist Anwendungspartner im Projekt KoMiK. Im Mai wurde das Projekt abgeschlossen und der Karlsruher Lizensierungsspezialist hat zusammen mit den Projektpartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Empfehlungen zur Auswahl eines digitalen Kooperationssystems erarbeitet, inklusive eines Screening-Tools.‣ weiterlesen

MES-Lösungen verfügen über unterschiedliche Erweiterungsmodule, etwa für das Qualitätsmanagement. Der Ausbau der Basisfunktionen sorgt jedoch oft für Aufwand. Eine Alternative versprechen Cloudlösungen.‣ weiterlesen

Bei ihrer digitalen Transformation adaptieren Fertigungsunternehmen Technologien wie künstliche Intelligenz, Machine Learning und digitale Zwillinge. Cloud Computung hilft, dafür erforderliche Kapazitäten skaliert bereitzustellen.‣ weiterlesen

Mit mehreren neuen Partnern erweitert der Softwareanbieter ZetVisions sein Partnerangebot. Unter anderem sollen Pikon und People Consolidated das Beratungsangebot des Heidelberger Unternehmens ergänzen.‣ weiterlesen

Viele Deep-Learning- und Machine-Vision-Anwendungen stellen hohe Ansprüche an die eingesetzten Industrie-Rechner. Für den Einsatz in diesem Umfeld hat Hardware-Spezialist Spectra die PowerBox 4000AC C621A ins Programm genommen.‣ weiterlesen

Mit Hybrid Cloud-Lösungen wollen Firmen die Vorteile des privaten und öffentlichen Cloud-Betriebs erschließen. Managed Cloud Service Provider sind darin geschult, Fallstricke bei der Cloud-Nutzung solcher Infrastrukturen zu bewältigen.‣ weiterlesen

Per Low-Code-Tool können Anwender Prozesskonfigurationen selbst umsetzen. Im MES-Bereich ist dieser Ansatz noch selten zu finden, doch einige Lösungen gibt es bereits.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige