Anzeige

Das AutoID-Trendbarometer

Basistechnik der Smart Factory

Beitrag drucken

Drei Fragen der Erhebung bezogen sich auf die einzelnen Technologien, die unter dem Oberbegriff AutoID zusammengefasst werden:

Barcode und andere optische Identifikationssysteme – auch mit ORM bezeichnet: In Bezug auf Barcodes, zweidimensionale Codes wie Datamatrix und QR und OCR berichten mit 26 Prozent genauso viele Unternehmen von einer besseren Marktentwicklung wie im Vergleichszeitraum – was mit reifen Märkten und einer zunehmenden Fokussierung auf Industrie 4.0-Anwendungen zusammenhängt. Der Prozentsatz für eine unveränderte Marktentwicklung ist mit 26 ebenfalls nahezu gleichgeblieben.

Die Entwicklung für RFID einschließlich NFC und RTLS wird aktuell erneut deutlich optimistischer eingeschätzt – was eine Reaktion auf die Entwicklungen von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge ist. Eine bessere Entwicklung sehen fast 65 Prozent der Befragten, zuletzt waren es nur 39 Prozent gewesen. Eine unverändert stabile Entwicklung sehen dieses Mal rund 20 Prozent (42 Prozent waren es früher). Mit Blick auf die anderen AutoID-Bereiche ist festzustellen, dass die RFID-Technologien vor einer positiven Entwicklung stehen dürften. Vorangetrieben wird dies auch von der global agierenden UHF-Allianz Rain-RFID des AIM Inc. Die aktuellen Herausforderungen der Branche wie die Vereinheitlichung der Frequenzen für RFID weltweit oder das Thema der Datensicherheit gilt es jedoch weiterhin zu lösen.

NFC und RTLS: Mt Bezug auf diese Technologien wurde gefragt, ob eine verstärkte Nachfrage erkennbar sei. Bei NFC haben das mit 42 Prozent etwas weniger Unternehmen bejaht als im Vergleichszeitraum. Bei RTLS stimmten 21 Prozent der befragten Unternehmen zu, während es zuvor fast 29 Prozent gewesen waren. Der Wert für NFC dürfte allerdings künftig wieder steigen, da neben berührungslosen Zahlungssystemen mit Mobiltelefonen und Kreditkarten vor allem industrielle NFC-Anwendungen öfter zu finden sein werden. Mit rund 29 Prozent blieb die Zahl der Unternehmen weitgehend stabil, die in keinem der beiden Bereiche höhere Nachfrage verzeichneten. Der vergleichsweise geringe Wert spricht dafür, dass RTLS mittlerweile als integraler Bestandteil von Industrie 4.0-Konzepten betrachtet und entsprechend anders eingeordnet wird.

Industrie 4.0: Abermals über 80 Prozent der AIM-Mitglieder nutzen Industrie 4.0 als Rahmen für die Vermarktung von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen. Kein einziges Unternehmen hat sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt.

Mehr als ein Schlagwort

Zusammengefasst lässt das Trendbarometer erkennen, dass sich die AIM-Mitglieder vollständig in die Industrie 4.0-Prozesse und den Aufbau des Internets der Dinge einbringen. Die Digitalisierung der Wirtschaft ist im Gange und die AutoID-Technologien zählen zu Recht zu den Basis-Technologien dafür. Diese Entwicklung wird nicht nur die AutoID-Märkte noch lange beschäftigen. Und mit dem Wachstum des Internets der Dinge – wozu auch die Entwicklung von Rain-RFID sowie die Nutzung von Smartphones als Lesegeräte im HF-Bereich (NFC) und künftig sicherlich auch im UHF-Bereich beitragen – sollte sich auch der Markt der AutoID-Branche weiter positiv entwickeln.


Abkürzungen

RFID – Radiofrequenzidentifikation
NFC – Near Field Communication
RTLS – Real-Time Locating Systems
ORM – Optical Readable Media
QR – Quick Response Code
OCR – Optical Code Recognition.


Das könnte Sie auch interessieren:

In München wurde das neue Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS  eröffnet. Schwerpunkt der Forschung soll auf der Absicherung künstlicher Intelligenz (Safe Intelligence) liegen.

‣ weiterlesen

Nach einer kurzfristigen Entspannung im September liegt der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Oktober elf Prozent unter dem Vorjahreswert.‣ weiterlesen

Ein wesentliches Ziel der Fertigungsplanung ist die optimale Auslastung der Produktion. Mit Algorithmen zum Reinforcement Learning lassen sich hervorragende Planungsergebnisse erzielen.‣ weiterlesen

Wartung vorrauschauend und planbar machen, dieses Ziel verfolgt Igus mit seinen Smart-Plastics-Lösungen. Intelligente Sensoren messen so beispielsweise den Verschleiß von Energieketten, Leitungen, Rundtischlagern oder Linearführungen. Mit dem neuen Kommunikationsmodul Icom.plus kann der Kunde jetzt entscheiden, in welcher Form er die gewonnen Daten der Sensoren einbinden möchte. Von einer Offline-Version für restriktive Umgebungen bis hin zur Anbindung der Werte an den Igus-Server, zur automatischen Ersatzteilbestellung, ist es dem Anwender frei möglich seine Daten zu integrieren und auszulesen.‣ weiterlesen

Im Maschinen- und Anlagenbau sind laut der aktuellen Ingenieurerhebung des VDMA 199.800 Ingenieure beschäftigt – Rekordniveau, wie der Branchenverband mitteilt. Dennoch haben die Unternehmen Schwierigkeiten entsprechende Stellen zu besetzen.‣ weiterlesen

Bei der Alfred Härer GmbH aus Lorch weiß das eingesetzte Manufacturing Execution System am besten, wie die Maschinen optimal belegt werden und reduziert die Liegezeiten auf ein Bruchteil. Für die Firma heißt das: Mehr Projekte und mehr Umsatz.‣ weiterlesen

Ab dem nächsten Frühjahr sollen die Arbeiten am InformatiKOM auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie beginnen. Auf 10.000m² entstehen zwei Gebäude, in denen unterschiedliche Disziplinen zusammengebracht werden sollen.‣ weiterlesen

Die große Mehrheit der im Rahmen einer IFS-Studie befragten Unternehmen plant, in KI-Technologien zu investieren. Davon erhoffen sie sich an erster Stelle Produktivitätssteigerungen der Belegschaft.‣ weiterlesen

Im neuen Projekt ‘PQC4MED‘ arbeitet das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit mehreren Partnern an Verfahren daran, medizinische Daten durch updatefähige Systeme langfristig vor Attacken durch Quantencomputer zu schützen.‣ weiterlesen

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legte der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 0,5 auf 102,1 Punkte zu. Verbessert hat sich der Ausblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit.‣ weiterlesen

Von Rittal zu MR: Zum April nächsten Jahres stößt Holger Michalka zur Maschinenfabrik Reinhausen und übernimmt dort die Leitung des Geschäftsbereichs ‘Products und Operations‘.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige