Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Predictive Maintenance

Advanced Analytics

In den aktuellen IT-Projekten der Produzenten geht es häufig um die Datenanalyse auf der Suche nach bislang unbekannten, weil komplexen Zusammenhängen. Eine Herangehensweise per Advanced Analytics kann helfen.

 (Bild: ©gilaxia/istockphoto.com)

(Bild: ©gilaxia/istockphoto.com)

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Maschinenwartung? Diese Frage wurde bislang oft anhand von Erfahrungswerten beantwortet. Werden Maschinen allerdigs zu spät gewartet, kann dies zu Produktionsausfällen führen. Werden Teile zu früh ausgetauscht, entstehen unnötige Kosten. Heute werden für die Beantwortung dieser Frage Daten herangezogen, auf deren Basis sich die Wartung vorausschauend steuern lässt. Dieser Predictive Maintenance-Ansatz basiert auf Advanced Analytics. Bei dieser Big-Data-Technologie lassen sich anhand von Vergangenheitsdaten und speziellen Vorhersagemodellen Zukunftsszenarien ableiten. Dadurch können auch komplexe Zusammenhänge schnell analysiert werden. Basierend darauf lassen sich fundiertere Entscheidungen treffen. Doch wie genau funktioniert die Technologie?

Daten erheben und analysieren

Grundlage für Advanced Analytics ist die Erhebung von Daten. Diese werden analysiert und in mathematischen Modellen erfasst. Dabei gibt es zwei Varianten: Die zeitbasierte Vorhersage gibt einen Ausblick darauf, wie sich ein Wert in Zukunft verhalten wird. Die wertbasierte Vorhersage zeigt, wie sich ein Wert verhält, wenn ein anderer verändert wird. Dieses Modell kann beispielsweise ermitteln, wie viel Energie eine Anlage bei einer veränderten Produktionsmenge verbrauchen wird. Basis für die Berechnung solcher Prognosen sind mathematische Modelle, so genannte Predictive Models, die entweder mit statistischen Regressionsanalysen funktionieren oder auf maschinelles Lernen mittels neuronaler Netze zurückgreifen.

Wartung nach Beanspruchung

Der richtige Wartungszeitpunkt einer Maschine hängt von verschiedenen Parametern ab, beispielsweise wie alt die Maschine ist, wie stark sie belastet wird oder zu welchem Zweck sie im Einsatz ist. Zur Berechnung werden Daten aus dem laufenden Betrieb benötigt. Auf Basis dieser Datensätze lernt das System beständig dazu und ermöglicht es, Live-Daten über ein Modell zu interpretieren und individuelle Instandhaltungstermine zu definieren. Denn die Wartung richtet sich dann nach der tatsächlichen Beanspruchung der Maschine. Unnötige Kosten und Stillstände werden vermieden.

Ressourcen berechnen

Neben der vorausschauenden Wartung wird Advanced Analytics auch im Ressourcen-Management sowie in der Produktionsplanung und -kontrolle eingesetzt. Aus den Daten einer Fertigungsanlage lässt sich ein Bild über den Ressourcenverbrauch erstellen. Und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern als Hochrechnung auch bis zum Ende des Abrechnungszeitraums. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Prozessoptimierung: Wenn bekannt ist, wie sich einzelne Parameter auf den Herstellungsprozess auswirken, kann das Produktionsergebnis einer Maschine verbessert werden. Advanced-Analytics-Anwendungen sind in der Lage, Korrelationen zwischen einzelnen Werten und Datenpunkten zu ermitteln. Auf diese Weise lässt sich der Prozess beschleunigen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die Strecke zur Industrie 4.0 bewältigen Anlagenbetreiber nicht im Sprint, sondern im Marathon. Reifegradmodelle helfen ihnen, die vielversprechenden Meilensteine anzusteuern. Wobei bereits die Visualisierung zahlreiche Ansätze zur Modernisierung bietet – in der Balance zwischen Funktionalität und Sicherheit.‣ weiterlesen

So gut die Förderanlagen von Kühne im Betrieb auch funktionierten - bei den internen Fertigungsabläufen war Luft nach oben. Eine weitreichende Digitalisierungskampagne sollte das ändern. Heute fertigt die Firma vom Auftragseingang bis zur Auslieferung in einem durchgängigen Prozess - was künftig Optimierungen auf einem ganz neuen Niveau erlaubt.‣ weiterlesen

Meba Sawing Solutions setzt bereits seit den 1980er Jahren auf ein ERP-System. Doch die Software zur Verwaltung der Maschinen und Montage-Arbeitsplätze war in die Jahre gekommen und vieles wurde händisch in Excel-Listen ausgewertet. 2020 entschloss sich das Unternehmen daher, auf die MES-Lösung von Proxia zu setzen.‣ weiterlesen

Mit Beatrix Martinez hat Dassault Systèmes eine neue Vice President Investor Relations. Sie tritt die Nachfolge von François-José Bordonado an, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht.‣ weiterlesen

Beim Anlagenbauer Mühlböck bildete der Produktkonfigurator das Herzstück der Auftragsbearbeitung. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems sollte dieser abgelöst werden. Eine Aufgabe, die sich als sehr komplex herausstellte. Nach langer Suche und einem gescheiterten Versuch stellte sich schließlich Asseco Solutions dieser Herausforderung.‣ weiterlesen

Die Zunahme von Remote Work und der damit gestiegene Bedarf nach sicheren, hybriden Arbeitsumgebungen stellt IT-Verantwortliche vor Herausforderungen: Denn die Cyberangriffe auf Unternehmen steigen seit der Pandemie an.‣ weiterlesen

Die Cyberkriminalität nimmt zu und Cybersecurity-Fachleute sind schwer zu finden, folglich wächst die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Cybersecurity jährlich um mehr als 30% (laut (ISC)2, 2021), und gut vorbereitete Studierende werden die ersten sein, die für die Top-Jobs der Branche infrage kommen. Daher werden akademische Programme, die sie darauf vorbereiten, sehr gefragt sein.‣ weiterlesen

Nozomi Networks Labs hat seinen neuesten OT/IoT Security Report veröffentlicht. Wie der Bericht zeigt, hatten Wiper-Malware, die Aktivitäten von IoT-Botnetzen und der Ukraine-Krieg im ersten Halbjahr 2022 entscheidenden Einfluss auf die Bedrohungslandschaft. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 konnten die Forscher von Nozomi Networks Labs Aktivitäten verschiedenartiger Bedrohungsakteure beobachten. Dazu zählten Hacktivisten, von staatlichen Stellen vorangetriebene APTs und Cyberkriminelle.‣ weiterlesen

Der Fokus von cyberkriminellen Handlungen liegt auf Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, maßgeblich um den Betrieb lahm zu legen oder um Erpressungsgelder zu erbeuten. Dass die Gefahrenlage angespannt ist, belegen Fakten: Laut BSI wurden 2021 rund 144Mio. neue Schadprogramme identifiziert.‣ weiterlesen

Der IT-Dienstleister Syntax hat mit Catherine Solazzo eine neue Marketing-Chefin. Sie soll u.a. die Nachfrage-Generierung des Unternehmens vorantreiben.‣ weiterlesen