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Additive Fertigung

Pulver, Drucker, Daten statt Ersatzteilregal

Bauteile aus dem 3D-Drucker können ungewohnte Kombinationen von Funktionalität erzielen. Dies sollte in Kosten/Nutzen-Berechnungen einfließen.  (Bild: ©Roman/stock.adobe.com)

Bauteile aus dem 3D-Drucker können ungewohnte Kombinationen von Funktionalität erzielen. Dies sollte in Kosten/Nutzen-Berechnungen einfließen. (Bild: ©Roman/stock.adobe.com)

Geeignete Bauteile erkennen

Komponenten mit hohen Arbeitskosten, die eine umfangreiche Werkzeugausstattung oder teure Montage sowie zusätzliche Vorabproduktionsprozesse benötigen, sind für den 3D-Druck in Betracht zu ziehen. Die Reduzierung der Montageschritte bei der Herstellung von komplexen Teilen auf einen einzigen Schritt senkt die Kosten für die Montage. 3D-Druck erlaubt spezielle Kundenbestellungen ohne Kostensteigerung – und stellt damit die traditionelle Herstellung auf den Kopf. Die Fertigung von individuellen Teilen wird besonders für Hersteller mit einem kleinen Produktumschlag zu einer Option. Lassen sich ganze Fertigungsabfolgen an Dienstleister auslagern, kommen Hersteller mit weniger komplexen Produktionsumgebungen zurecht. Beziehen Kostenkalkulationen alle aufgeführten Faktoren ein, wird die Palette an Bauteilen schnell deutlich größer, die sich additiv wirtschaftlichfertigen lassen.

Ressourcen besser nutzen

Während sich die Materialkosten beim 3D-Druck ändern, bleiben die Fixkosten fast gleich. Die traditionelle Herstellung rechnet mit zusätzlichen Kosten und Zeit bei dem Produktionsprozess aufgrund von Abfällen. Beim 3D-Druck entsteht deutlich weniger überschüssiges Material und geringerer Kohlendioxidausstoß. Treibhausgasemissionen können um 30 Prozent durch die Verwendung von 3D-Druck-Technologie gesenkt werden. Verglichen mit älteren Technologien, fällt beim 3D-Druck für Metallteile beispielsweise 40 Prozent weniger Abfall an. Insgesamt lassen sich 98 Prozent des Abfalls recyceln. Abhängig von der verwendeten Technologie ist 3D-Drucken fast abfallfrei, so eine Studie der Berkeley Universität.

Mit dem Kunden zusammen

Kombinieren produzierende Unternehmen guten Service, Reaktionsbereitschaft, Agilität und attraktive Produkte, lässt sich eine Kundenbindung herstellen, die auch hartem Wettbewerbsdruck standhält. Vor allem wenn Kunden selbst Teil des Lieferkettennetzwerkes werden und aktiv zum Produktenwicklungsprozess beitragen. Denn auch die Abnehmer der eigenen Produkte stehen oft unter Innovationsdruck.

Cloud-Plattform von SAP

Soll 3D-Druck ein integraler Bestandteil der Fertigung werden, muss auch die IT-Architektur darauf abgestimmt sein – innerhalb des Unternehmens oder sogar über die Lieferkette hinweg. SAP bietet beispielsweise die Cloud-Lösung ‚SAP Digital Manufacturing Cloud‘ an, in der physische Bestände etwa von Ersatzteilen durch ein digitales Lager ersetzt werden können. Mit der SAP-Anwendung ‚Manufacturing Network‘ werden die Design-Dateien abgesichert abgelegt. So kann bestimmt werden, dass nur die Teile gedruckt werden, die autorisiert wurden. Hohe Lagerkosten, fehlende Teile, frustrierende Lieferzeiten, große Ersatzteillager gehören der Vergangenheit an. Hersteller auf der Suche nach einem 3D-Druck-Dienstleister können das Netzwerk ebenfalls nutzen. Die Plattform will produzierende Unternehmen mit 3D-Druck-Anbietern, Pulver-Lieferanten, Designagenturen und Zertifizierungsbüros zusammenbringen. Der Pre-Production Approval Process (PPAP) wird ebenfalls unterstützt. All das sind wichtige Grundlagen, um die spannende Technologie der generativen Fertigung nahtlos in das eigene Wertschöpfungsnetzwerk zu integrieren.


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