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Modulare Shop-Floor-Software

Produktions-IT aus der Cloud

Manufacturing Execution Systems (MES) sollen meist Shop und Top Floor miteinander verbinden und sie beeinflussen Fertigungsprozesse direkt. Implementierungen sind daher oft riskant, unternehmenskritisch und kostspielig. Cloud-Lösungen für die Werkhalle können viele dieser Effekte abfedern.

Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com / Andea Solutions Sp. z o.o.

Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com / Andea Solutions Sp. z o.o.

Effektivität und Qualität anheben und Fertigungsprozesse vereinheitlichen – dies sind oft die Hauptmotive von Produktionsunternehmen, in eine MES-Lösung zu investieren. Einer der größten Vorteile einer solchen Software ist die Reduzierung von Ereignissen, die sich negativ in Ausfallzeiten und Produkten niederschlagen. Jedoch gibt es Hürden, die Unternehmen an der Implementierung hindern – beispielsweise die anfänglich hohen Implementierungskosten sowie deren Einbettung in den Herstellungsprozess. Der Grund für die hohen Kosten liegt nicht selten in Prozessvariationen zwischen den Linien und Standorten. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es immer auch einen gemeinsamen Nenner gibt – zum Beispiel die Notwendigkeit, die Performance von Maschinen und Produktionslinien nachzuvollziehen.

Vorteil von Konfektionsware

Wenn ein MES-Anbieter einmal den Zuschlag für eine Integration erhalten hat, ginge die Arbeit mit einer gebrauchsfertigen Anwendung, die eben genannten gemeinsamen Nenner im Fokus hält, vergleichsweise schnell von der Hand. Der Rollout einer Anwendung, für die ein breites Spektrum von Produktionsprozessen erfasst und abgebildet werden muss, dauert schon erheblich länger. Eine gebrauchsfertige Anwendungen muss trotzdem weitreichend integrierbar sein, um eine solide Basis für die Steuerung und Überwachung der Prozesse zu schaffen. Bei vielen marktverfügbaren Systemen lassen sich Anwendungen für andere Bereiche der Fertigung auch nachträglich implementieren. Weitere Möglichkeiten ergeben sich, wenn die Anwendung in der Cloud bereitgestellt wird.

Einstieg zu geringen Kosten

Die Implementierung einer MES-Software in mehreren Fabriken gleichzeitig erfordert nicht selten die Beteiligung vieler Personen und beträchtliche Vorabinvestitionen. Dazu kommen indirekte Kosten beispielsweise bezüglich der ‘Schatten-IT’ an den Produktionsstandorten. Auch die jährlichen Wartungskosten der Software sollten einkalkuliert werden. Diese liegen oft zwischen 18 und 25 Prozent der Softwarekosten. Zudem müssen technische Upgrades durchgeführt werden, die grundsätzlich alle zwei bis fünf Jahre anfallen. Die Kosten solcher Upgrades können insbesondere bei komplexen Systemen hoch sein. Bei einer Cloud-Lösung, die nach dem Subskriptionsmodell bezogen wird, entfallen in der Regel die Kosten für Installation und Wartung der Infrastruktur. Diese Kosten werden meist von den monatlichen Abonnementgebühren abgedeckt, in der auch die Upgrades enthalten sind. Aus Anwendersicht ist die Idee hinter diesem ‘Pay per Use-Modell’, nur für das zu bezahlen, was auch genutzt wird.

Schnellstart mit geringem Risiko

Bis eine MES-Implementierung an einer Pilotproduktionsstätte abgeschlossen ist, kann es bis zu zwölf Monate dauern. Der weitere Rollout nimmt zusätzlich ein bis drei Monate in Anspruch. Die ersten Funktionen einer modularen, cloudbasierten Lösung mit vorgefertigten Anwendungen können meist schon nach wenigen Wochen genutzt werden. Zudem kann schnell überprüft werden, ob die eingesetzte Anwendung die gewünschten Ergebnisse erzielt, woraus wiederum Rückschlüsse auf weitere Entwicklungs- und Einsatzinvestitionen gezogen werden können.

MES-Tools wie aus dem App Store

Die Flexibilität, die produzierenden Unternehmen heute abverlangt wird, muss sich auch in einer MES-Anwendung spiegeln. Ein modularer Ansatz kann helfen, das System schnell an neue Bedingungen anpassen zu können. Cloudbasierte Lösung erleichtern es den Unternehmen, neue Funktionen zügig über mehrere Standorte auszurollen. Das Konzept dahinter lässt sich mit den App Stores vergleichen, in dem sich benötigte Anwendungen einfach kaufen und installieren lassen. Gleichzeitig muss die Möglichkeit bestehen, eigene Anwendungen entwickeln (zu lassen), wenn die Plattform nichts passendes bietet.

Auf globaler Ebene

Viele Unternehmen ringen um die Effizienz, wie sich Nutzen aus den in ihren Systemen erzeugten Daten schöpfen lässt. Gerade wenn sie in verschiedenen Teilen der Welt verarbeitet werden. Eine Konsolidierung und ein Vergleich der Daten, die von den jeweiligen lokalen Standorten stammen, ist schwierig. Hier haben Cloud-basierte Lösungen oft den Effekt, dass keine Daten von den lokalen Standorten abgerufen werden müssen, weil sie in einer zentralen Umgebung gespeichert werden. Dort können sie analysiert werden, um, Trends und Verbesserungsbereiche zu erkennen. Man kann die Anwendungen auch innerhalb des Lieferantennetzwerks einsetzen, um die Leistung und Qualität der Zulieferer einzuschätzen.

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Offen für Innovation

Die verarbeitende Industrie ist in einem tiefgreifenden Wandel. Technologien wie IoT, 3D-Druck, Augmented Reality und Maschinelles Lernen bieten immer mehr Stellschrauben, um sich als Hersteller einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dazu müssen sie aber richtig eingesetzt werden. Eine Fertigungssoftware muss diese Innovationen flexibel und skalierbar integrieren können.


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