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MES beim Metallverarbeiter

Bis zu 97 Prozent Anlagenverfügbarkeit

Der Ausschuss sank im Zuge der MES-Einführung auf 1,5 Prozent. (Bild: Proxia Software AG)

Der Ausschuss sank im Zuge der MES-Einführung auf 1,5 Prozent. (Bild: Proxia Software AG)

97 Prozent Verfügbarkeit

Tritt eine Störung auf, werden Instandhaltung und Produktionsleitung automatisch per Mail benachrichtigt. Die Störgründe lassen sich auf diese Weise schneller lokalisieren, auswerten und vor allem beheben, sodass die Anlagen innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzfähig sind. Dadurch konnte Penn seine Maschinenverfügbarkeit bis auf 97 Prozent erhöhen. Die automatische Auswertung der Maschinendaten hat dazu beigetragen, neu in Betrieb genommene Anlagen schneller in den produktiven Betrieb zu integrieren. Da Maschinen- und Produktionsdaten nicht nur automatisch erfasst, sondern auch ausgewertet werden, wurde die Arbeitszeit im organisatorischen Bereich um rund 50 Prozent reduziert. Auch die Rüstzeiten haben sich deutlich reduziert. All das hat dazu beigetragen, Produktions- und Prozesskosten signifikant zu senken.

1,5 Prozent Ausschuss

Doch nicht nur die rein ökonomischen Aspekte spielten eine Rolle: Die Mitarbeiter bringen den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) des Unternehmens mit eigenen Vorschlägen voranbringen, was sich in der Qualität der Produkte widerspiegelt. Die Ausschussquote liegt unter 1,5 Prozent. Damit rangiert Penn unter den Vorstellungen der Automobilhersteller, die einen Wert unter zwei Prozent als ideal ansehen. Auch die ermittelte Equipment Effectivness spricht mit rund 90 Prozent Gesamtanlageeffektivität Bände.

Systemausweitung

Nach der erfolgreichen Arbeit mit der MES-Lösung plant Penn, das System zu erweitern: Die gesamte mechanische Fertigung mit rund 50 Anlagen und Maschinen wird komplett in das MES eingebunden, die Kommunikation zum ERP-System wird ausgeweitet, so dass die Mitarbeiter alle Auftragsdaten und Ausschusszahlen elektronisch über ihre PC-Terminals an der Maschine abrufen können. Die Prozessdaten der Anlagen, z.B. Schwingungen oder Temperatur, sollen kontinuierlich automatisch überwacht werden, so dass Störungen noch eher erkannt und behoben werden können. Außerdem sollen die Module MDE und BDE durch die Module Feinplanung und Personaleinsatzplanung ergänzt werden. Mit diesen Maßnahmen ist Penn gut aufgestellt, um die Durchlaufzeiten weiter zu senken und die eigene Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. n freier Fachjournalist aus München.


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